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Peter Mandelson distanziert sich von Jeffrey Epstein
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Queerer Diplomat verliert Amt Peter Mandelson distanziert sich von Jeffrey Epstein

mr - 13.01.2026 - 13:30 Uhr
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Peter Mandelson weist Verstrickung mit Jeffrey Epstein zurück.

 

Mandelson trennt sich persönlich von Epsteins Skandal

Peter Mandelson, Mitglied des britischen Oberhauses und früherer Labour-Politiker, hat sich öffentlich zu seinem Verhältnis zum wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten und verstorbenen Jeffrey Epstein geäußert. In einem aktuellen BBC-Interview erklärte Mandelson, er sei wegen seiner sexuellen Orientierung niemals in Epsteins Aktivitäten involviert gewesen und gezielt von dessen „sexueller Seite“ ferngehalten worden. Mandelson betonte, dass seine Bekanntschaft zu Epstein rein freundschaftlicher Natur gewesen sei und bei Aufenthalten in Epsteins Anwesen keine problematischen Begegnungen stattgefunden hätten.

 

Öffentliches Interesse nach Freigabe neuer Epstein-Dokumente

Der Druck auf Mandelson wuchs, nachdem der US-Kongress weitere Dokumente aus den Ermittlungen gegen Epstein veröffentlichte. Darunter befindet sich auch eine Fotomontage aus einem von Ghislaine Maxwell erstellten Geburtstagsalbum mit Aufnahmen beider Männer sowie persönliche Nachrichten Mandelsons an Epstein. Die politischen Folgen blieben nicht aus: Im September wurde Mandelson von Premierminister Keir Starmer von seinem Posten als Großbritannien-Botschafter für die USA entbunden. Nach eigenen Angaben war Mandelson zum Zeitpunkt seiner Ernennung offen über seine Freundschaft mit Epstein, doch die jetzt aufgetauchten E-Mails seien ihm nicht mehr erinnerlich gewesen.

 

Stimmen: Mandelson entschuldigt sich bei Betroffenen

Im Interview drückte Mandelson Bedauern über das System aus, das die Stimmen der Überlebenden überhörte und Epstein protegierte: „Ich will mich bei den betroffenen Frauen für ein System entschuldigen, das ihnen den Schutz verweigerte, den sie eigentlich hätten erwarten dürfen.“ Er erklärte weiter, er hätte niemals weiter Kontakt zu Epstein gehalten, wäre ihm dessen Verhalten bewusst gewesen. Mandelson wies jede persönliche Schuld zurück.

 

Internationale Reaktionen

Das Bekanntwerden der umfangreichen Epstein-Akten rief nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch international hohe Aufmerksamkeit hervor. Berichte zeigen, dass Epsteins Netzwerk globale Eliten umfasste, zu denen auch führende Politikerinnen und Politiker, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Prominente zählten. Die Ermittlungen in den USA und Großbritannien prüfen weiterhin, inwieweit frühere Kontakte von Einfluss auf Ämtervergaben und politische Entscheidungen gewesen sein könnten.

Das erneute öffentliche Interesse an Epsteins Umfeld zwingt politisch Verantwortliche zu einer klaren Haltung gegenüber früheren Beziehungen zu dem Sexualstraftäter und der Aufarbeitung vollständiger Transparenz. Für die Opfer liefert das aktuelle Eingeständnis Mandelsons zumindest eine späte Form von Gehör und Verantwortung. Die internationale Politik steht weiter vor der Frage, wie einflussreiche Netzwerke künftig kontrolliert und Missbrauch konsequent verhindert werden können.

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