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Alkohol unter Jugendlichen Rückgang um rund 42 Prozent im Vergleich vor der Pandemie

Von ms - 31.01.2023 - 11:00 Uhr
Alkohol unter Jugendlichen
Foto: iStock / KatarzynaBialasiewicz
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Positive Meldungen kommen heute vom Bundesamt für Statistik: Die Zahl der Fälle von Alkoholmissbrauch unter jungen Menschen ist rapide gesunken. Dabei ging die Zahl der Klinikbehandlungen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 um rund 42 Prozent zurück. Gerade auch für die LGBTI*-Community ein positives Signal.

Kein Alkohol zur Konfliktbewältigung

Zuletzt zeigten Studien wie jene von anyway Köln auf, dass aufgrund der Pandemie die Isolation sowie auch Depressionen unter jungen LGBTI*-Jugendlichen immer mehr zugenommen hatten, teilweise gab es einen Anstieg von bis zu 67 Prozent zu verzeichnen. Die Gefahr stand im Raum, dass so auch mehr junge Homosexuelle und queere Menschen zu illegalen Substanzen oder eben Alkohol greifen, um sich und ihre Probleme zu betäuben. Wenigstens im Bereich Alkohol scheint sich dies jetzt nicht zu bestätigen.

11.700 Fälle von Alkoholmissbrauch

Die Fallzahlen bei den 10- bis 19-Jährigen sind sogar auf dem niedrigsten Stand seit 2001, so das Bundesamt weiter. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2021 rund 11.700 Kinder und Jugendliche von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt. Das waren 4,4 Prozent weniger als im Jahr 2020 (12. 200 Fälle) und 42,3 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019 (20.300 Fälle). Zum Vergleich: Den Höchstwert gab es im Jahr 2012 mit rund 26.700 Behandlungsfällen in dieser Altersgruppe. Damit sind die Fallzahlen das zweite Jahr in Folge gesunken.

Alkohol und Homosexuelle

Dass es grundsätzlich eine unheilvolle Allianz zwischen Homosexuellen und Alkohol gibt, legten einige Studien der letzten Jahre nahe. Zuletzt zeigte im September letzten Jahres eine US-Studie auf, dass der Alkoholkonsum sowie auch ein übermäßiges Konsumverhalten bei jedem dritten schwulen jungen Mann (32 %) seit dem Ausbruch der Pandemie zugenommen habe (University Maryland Prevention Research Center). Zudem gehört Alkohol für jeden fünften Deutschen (GCS-Special) beim Ausgehen offenbar zu einem Must-Have. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes legen nun die Vermutung nahe, dass gerade auch queere Jugendliche trotzdem immer besser ihre Grenzen kennen und vielleicht andere Wege der Problembewältigung einschlagen.

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