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Zurück in den Schrank?
Foto: iStock / Art-Of-Photo
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Zurück in den Schrank? Drosselt Trump die Bereitschaft für ein offenes Leben?

ms - 16.01.2026 - 14:00 Uhr
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Laut einer neuen Umfrage ziehen sich einige LGBTIQ+-Menschen während der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wieder verstärkt in den „Schrank“ zurück, da ihre Sichtbarkeit insgesamt sinkt. Die Begriffsbezeichnung „in the closet“ bezeichnet homosexuelle und queere Menschen, die sich aus Angst vor Diskriminierung, Ablehnung oder negativen Konsequenzen nicht trauen, sich zu outen. Der „Schrank“ ist dabei der Ort, an dem eine Person ihre wahre Identität „versteckt“.

Weniger öffentliche Sichtbarkeit

Die jährliche Umfrage der Human Rights Campaign unter LGBTIQ+-Erwachsenen zeigte dabei jetzt auf, dass inzwischen wieder fast die Hälfte der Befragten (47,5%) in den letzten zwölf Monaten in verschiedenen Lebensbereichen weniger sichtbar waren. Besonders betroffen sind der Arbeitsplatz (26,5%), der Bereich der Gesundheitsversorgung (25,4%) sowie öffentliche Räume (28,3%).

Zudem berichten mehr als die Hälfte der homosexuellen und queeren Angestellten (57,4%), dass ihr Unternehmen Maßnahmen zur Förderung von Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) beendet oder zurückgefahren hat. Viele erleben dabei demnach auch weiterhin oder erneut Stigmatisierung und Vorurteile am Arbeitsplatz. 51,1 Prozent der befragten queeren und homosexuellen Erwachsenen gaben überdies an, in diesem Jahr weniger sichtbar zu sein als im Vorjahr. Auch 40,1 Prozent der LGBTIQ+-Eltern mit schulpflichtigen Kindern berichten von einer geringeren Sichtbarkeit an Schulen.

LGBTIQ+-Amerikaner „leiden zutiefst“

Kelley Robinson, Präsidentin der Human Rights Campaign, macht dafür US-Präsident Donald Trump verantwortlich: „Im vergangenen Jahr hat Trumps Regierung Schritte unternommen, um die Bürgerrechtsvorkehrungen für LGBTIQ+-Amerikaner zu eliminieren – mit Haushaltskürzungen, regulatorischen Änderungen und Mobbing. Jetzt leiden LGBTIQ+-Amerikaner zutiefst.“

Laut der Studie hat sich auch die finanzielle Situation in den letzten zwölf Monaten bei queeren Erwachsenen doppelt so häufig verschlechtert als bei Heterosexuellen. Besonders betroffen ist demnach der Zugang zu Gesundheitsdiensten: Menschen mit Medicare oder Medicaid berichten mehr als doppelt so häufig von Barrieren bei der HIV-Prävention oder -Behandlung wie LGBTIQ+-Erwachsene mit anderen Versicherungsarten.

„Trotz allem Schmerz, den Trump verursacht hat, treibt die Widerstandsfähigkeit der LGBTIQ+-Community unsere Kraft an“, erklärte Robinson weiter. „Gemeinsam kämpfen wir weiter für eine Zukunft, in der jeder die Freiheit hat, er selbst zu sein. Ich glaube fest daran, dass wir gemeinsam stärker, vereinter und siegreich aus dieser Zeit hervorgehen werden.“

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