Direkt zum Inhalt
Bremen: Sexueller Übergriff auf Minderjährigen
ANZEIGE

Auf offener Straße missbraucht Bremen: Sexueller Übergriff auf Minderjährigen

mr - 15.01.2026 - 15:30 Uhr
Loading audio player...

Ein 17-jähriger Jugendlicher ist am 13. Januar 2026 in der Bremer Überseestadt Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Polizeiangaben zufolge wurde der Minderjährige beim Verlassen eines Fitnessstudios auf dem Gehweg von einem unbekannten Mann angesprochen, in ein Gespräch verwickelt und anschließend missbraucht. Der Täter flüchtete daraufhin. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht jetzt sehr dringend nach weiteren Zeuginnen und Zeugen.

 

Ermittlungen nach Übergriff an der Baumstraße

Nach aktuellem Stand wurde der Jugendliche gegen 17 Uhr von einem etwa 30 bis 40 Jahre alten Mann angesprochen. Der Unbekannte gab an, aus Marokko zu stammen und sprach Englisch. Der Unbekannte soll das Opfer nach eigenen Angaben plötzlich geküsst haben und sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen haben. Anschließend ließ er von dem Jugendlichen ab und flüchtete. Die Täterbeschreibung ist präzise: circa 175 Zentimeter groß, mit leichtem Bauchansatz, schwarzen Haaren und einem schwarz-grauen Bart, dunkel gekleidet. Nach der Tat entfernte sich der Mann unerkannt in unbekannte Richtung und ist nun auf der Flucht. Die Polizei bittet nun Zeugen und Menschen, die Beobachtungen im Umfeld der Baumstraße gemacht haben, sich unter der Rufnummer (0421) 362-3888 beim Kriminaldauerdienst zu melden. 

 

Sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum

Die Tat ereignete sich am helllichten Tag und in einem belebten Stadtviertel mit vielen Passantinnen. Laut polizeilicher Kriminalstatistik für Bremen 2023 sind Fälle sexueller Übergriffe zwar vergleichsweise selten, jede einzelne Tat steht aber im Fokus der Behörden. Insbesondere im Kontext jugendlicher Opfer zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien, dass die Dunkelziffer solcher Vorfälle erheblich ist. Kriminologinnen und Kriminologen mahnen, Übergriffe im öffentlichen Raum konsequent zur Anzeige zu bringen, um Opfer wirksam zu schützen und Täter zu ermitteln. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ermittlungen zum CSD Anschlag

Sicherheitsbehörden unter Druck

Zehn Tage nach dem Anschlag auf den Berliner CSD ringen Sicherheitsbehörden weiter um Antworten. Gab es womöglich einen zweiten Täter?
Natur trifft Sehnsucht

Faszination schwule Angler

Schwule Angler stehen für Authentizität und eine Form von Männlichkeit, die in der Community zunehmend als Gegenentwurf zum Großstadtleben fasziniert.
Gregg Araki fordert mehr Mut

Provokation mit Botschaft

Regisseur Gregg Araki sieht sexuelle Unterdrückung als Ursache vieler gesellschaftlicher Probleme und wirbt für mehr Offenheit und queere Sichtbarkeit
ESC-Suche nimmt Fahrt auf

Vorentscheid im Februar geplant

Der SWR plant den deutschen ESC-Vorentscheid erneut für Februar und überträgt dem neuen Musikteam eine Schlüsselrolle. Das Ziel ist der Sieg des ESC.
CSD vor finanzieller Hürde

Pride in Brandenburg in Gefahr

Der CSD Rathenow steht nach dem Wegfall einer staatlichen Förderung vor finanziellen Problemen und erhöht zugleich seine Sicherheitsvorkehrungen.
Boy George sagt Auftritt ab

Musical besetzt Rolle neu

Nach Kritik an einem umstrittenen Pro-Israel-Song zieht sich Boy George kurzfristig aus der Musicalshow „Jesus Christ Superstar“ in London zurück.
Aidshilfe Heidelberg

Finanzielle Zukunft ungewiss

Die Aidshilfe Heidelberg warnt vor finanziellen Einschnitten und sieht ihre Arbeit ohne weitere Zuschüsse gefährdet.
Besonderes Jubiläum

25 Jahre Lebenspartnerschaft

Vor 25 Jahren trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Deutschland in Kraft – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung homosexueller Paare.
Die Angst nimmt zu

Sicherheitsgefühl nach CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag in Berlin fühlen sich laut aktueller Befragung viele Menschen unsicherer und fordern mehr Schutz für die queere Community.