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Absage von Madonna in London Pride-Teilnahme gecancelt, jüdische LGBTIQ+-Teilnehmer attackiert

Von ms - 06.07.2026 - 09:30 Uhr
Absage von Madonna in London
Foto: IMAGO / ZUMA Press
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Ein möglicher Überraschungsauftritt von Madonna beim London Pride am vergangenen Wochenende ist kurzfristig geplatzt. Die Sängerin habe ihren für Samstag vorgesehenen Besuch aus Sicherheitsgründen in letzter Minute abgesagt, berichtete die britische Zeitung The Sun. Hintergrund seien die erwarteten großen Menschenmengen in der britischen Hauptstadt gewesen. Nach Informationen von Polizei und Veranstaltern waren rund 1,5 Millionen Menschen beim Pride dabei. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Madonna sagte einen geplanten Überraschungsauftritt beim London Pride kurzfristig ab.
  • Britischen Medien zufolge waren Sicherheitsbedenken wegen der erwarteten Menschenmengen ausschlaggebend.
  • Madonna hielt sich zuvor zur Promotion ihres neuen Albums in London auf.
  • Die Pride-Parade fand dennoch mit Zehntausenden Teilnehmern und rund 1,5 Millionen Gästen ab.
  • Eklat am Rande des Prides: Jüdische LGBTIQ+-Menschen wurden antisemitisch beschimpft, die Polizei griff nicht ein. 

Angst vor Chaos beim Pride

Zuvor hatten Spekulationen über einen möglichen Auftritt der 67-Jährigen auf dem Trafalgar Square die Runde gemacht. Dort sollte Madonna den Berichten zufolge gemeinsam mit Beth Ditto und MNEK auftreten. Die Organisatoren der Pride in London reagierten auf die Gerüchte mit einer Mitteilung in den sozialen Medien. „Als Reaktion auf die Gerüchte können wir bestätigen, dass Madonna nicht beim Pride in London erscheinen oder auftreten wird“, erklärte die Organisation.

Zu den Hintergründen zitierte The Sun eine nicht näher genannte Quelle. „Madonna hatte sich sehr darauf gefreut, an der Veranstaltung teilzunehmen, da sie sich so stark für die Rechte von LGBTIQ+ einsetzt“, sagte der Insider. „Doch ihr Team entschied sich wegen der großen Menschenmassen in letzter Minute gegen eine Teilnahme, da man befürchtete, sie könnte die gut organisierte Veranstaltung in ein heilloses Chaos stürzen“.

Madonna auf PR-Tour

Madonna hatte sich in den vergangenen Tagen in London aufgehalten, um ihr neues Album vorzustellen. Erst am 3. Juli präsentierte sie im Magazine London ihr neues Werk „Confessions II“. Es handelt sich um das 15. Studioalbum der Sängerin. Auch ohne den möglichen Überraschungsgast verzeichnete der London Pride großen Zulauf. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich am Samstag mehr als 35.000 Menschen aus über 600 Gruppen an der Parade, insgesamt waren rund 1,5 Millionen Menschen wegen dem CSD in der britischen Hauptstadt.  Der Demonstrationszug führte vom Hyde Park Corner über die Piccadilly bis zum Whitehall Place. Auf den Festwagen wurde getanzt, begleitet von Musik. Auch die Londoner Fußballvereine Arsenal, West Ham und Crystal Palace nahmen mit eigenen Wagen an der Parade teil.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen und Eklat

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Pride waren ebenso enorm, die Polizei war mit hunderten Einsatzkräften vor Ort. Erneut kam es auch zu massiver Kritik an den Bobbys. Offenbar wurden jüdische LGBTIQ+-Menschen beim Pride beschimpft und attackiert, die Polizei griff dabei nicht ein. Scotland Yard räumte inzwischen ein, dass trotz anwesender Beamter keine Festnahmen erfolgten, obwohl Teilnehmer aufgefordert wurden, „in eure zionistische Heimat zurückzugehen“.

Der Vorfall wurde auf Videos festgehalten und zeigen Personen mit israelischen sowie Regenbogen-Flaggen, denen zugerufen wurde: „Geht zurück in eure zionistische Heimat.“ Außerdem wurden sie mit den Worten konfrontiert: „Ihr tötet arabische Kinder, ihr tötet schwule Kinder“ – eine Anspielung auf den Krieg im Gazastreifen. Eine Frau soll „Fickt euch, Juden“ gerufen haben, während andere wiederholt „Free Palestine“ skandierten. Die Polizei prüft derzeit das Material. Ein Sprecher der Metropolitan Police erklärte: „Die Metropolitan Police arbeitet weiterhin intensiv daran, Hasskriminalität jeder Art zu bekämpfen.“

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