Direkt zum Inhalt
10 Jahre Homo-Ehe

10 Jahre Homo-Ehe! Zustimmung für Schwule und Lesben in Großbritannien war noch nie so hoch!

ms - 05.07.2023 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Die britische Gay-Community feiert ein besonderes Jubiläum in diesen Tagen: Zehn Jahre gleichgeschlechtliche Ehe. Im Juli vor zehn Jahren wurden offiziell die ersten Homo-Ehen zugelassen, im darauffolgenden März fanden dann in England und Wales die ersten Trauungen statt, später auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs. Eine neue Studie zeigt nun auf, dass die britische Bevölkerung inzwischen größtenteils geschlossen hinter der gleichgeschlechtlichen Ehe steht.

Rekordwerte bei der Akzeptanz von Homosexuellen

Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage vom Juni dieses Jahres unterstützen inzwischen 78 Prozent der Briten die Ehe für Schwule und Lesben, der höchste Wert, der jemals verzeichnet worden ist. Zudem gaben drei Viertel der Befragten an, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen genauso viel wert wie heterosexuelle Beziehungen hätten – ein Anstieg um rund 62 Prozent binnen der letzten zehn Jahre.

79 Prozent der Briten sind der festen Überzeugung, dass England ein tolerantes Land für Schwule und Lesben ist – dieser Aussage stimmen auch exakt ebenso viele Homosexuelle zu. Bereits 2013 hatte die damalige Gleichstellungsministerin Maria Miller erklärt: „Die Öffnung der Ehe für alle Paare zeigt, dass unsere Gesellschaft alle Menschen unabhängig von ihrer Sexualität respektiert“ – dies scheint sich inzwischen bewiesen zu haben.

Jeder zweite Brite kennt Homosexuelle persönlich

Schottland zog 2014 mit der gleichgeschlechtlichen Ehe nach, zuletzt führte Nordirland diese im Jahr 2020 ein. Die Studie belegt dabei auch klar, dass sich in Großbritannien die Zustimmungswerte binnen eines guten Jahrzehnts fast verdoppelt haben – im Jahr 2011 befürworteten gerade einmal rund 40 Prozent der Briten die gleichgeschlechtliche Ehe, jeder fünfte Inselbewohner (21%) lehnte sie sogar kategorisch ab.

Dabei zeigen die jüngsten Daten erfreulicherweise zudem auf, dass sich auch unter der älteren Bevölkerung die Einstellung zu Schwulen und Lesben stark positiv verändert hat. Die Zustimmungswerte haben sich auch hier mehr als verdoppelt im Lauf der letzten Jahre. Ebenso erfreulich: Inzwischen kennt fast die Hälfe der Briten (47 %) einen Schwulen oder eine Lesbe persönlich, die in einer Partnerschaft leben.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Bottoming Fever

Grippesymptome nach Analsex

Nach intensivem Analverkehr können bei manchen Menschen grippeähnliche Beschwerden auftreten. Die Forschungen zum „Bottoming Fever“ laufen.
Neue Straftatbestände gelten

Besonders Studierende betroffen

Queere Studierende in Victoria sind auf Dating‑Apps gezielt unter Druck gesetzt, körperlich attackiert und mit „Outing“-Erpressung bedroht worden.
Social Media-Verbote

Klare Absage der Expertenkommission

Die Expertenkommission der Regierung hat sich gegen pauschale Social Media-Verbote ausgesprochen. Ministerin Prien kann sich dies trotzdem vorstellen.
Schule zahlt nach Coming-Out

Streit um Abschluss in Tennessee

Eine christliche Schule in Tennessee hat nach dem Ausschluss einer Schülerin wegen ihres Coming-Outs eine Entschädigung von 10.000 Dollar gezahlt.
Amoklauf in Montreal

Schießerei nahe Pornhub-Hauptsitz

Drei Menschen starben bei einem Amoklauf in Montreal nahe der Pornhub-Zentrale. Der Täter hatte es unter anderem auf Pornodarsteller abgesehen.
Prides in Europa unter Druck

Mehr Hass und weniger Geld

Prides in Europa erleben zunehmend mehr Hass bei zeitgleicher Reduzierung der Finanzen, so der neue EPOA-Bericht.
Trans Pride Istanbul

Polizei löst Demo brutal auf

Beim Istanbul Trans Pride March sind mindestens zehn Menschen festgenommen worden, darunter auch zwei Journalisten.
Angriffe in Äthiopien

Schwuler Journalist attackiert

Selbstjustiz und Hetzjagden auf Schwule nehmen in Äthiopien deutlich zu, zuletzt wurde ein bekannter schwuler Journalist zum Opfer eines brutalen Mobs
Wahlverhalten in Amerika

Gespaltene Einstellungen in den USA

Jeder dritte US-Wähler wünscht sich Politiker, die sich gegen LGBTIQ+ aussprechen. Dabei ist LGBTIQ+ allerdings so gut wie nie wahlentscheidend.