Direkt zum Inhalt
Linda Perry ruft queere Menschen zum Widerstand auf

Donald Trump ist ein "Idiot" Linda Perry ruft Queere in den USA zum Widerstand auf

kw - 13.05.2026 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Musikerin, Komponistin und Produzentin Linda Perry ruft queere Menschen in den USA dazu auf, sich weiterhin gegen Donald Trump und gesellschaftliche Rückschritte zur Wehr zu setzen. Im Rahmen der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Let It Die Here“ betonte die lesbische Sängerin der 4 Non Blondes ("What's Up?") in Los Angeles, dass sie die Reaktionen und Herausforderungen unter der aktuellen politischen Stimmung als bedenklich empfindet. Ihre Warnungen und Appelle richten sich explizit an die LGBTIQ+-Community und sind angesichts der laufenden Vorwahlen und der anhaltenden Einflussnahme konservativer Politikerinnen und Politiker von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Linda Perry veröffentlichte am 8. Mai 2026 das Album „Let It Die Here“ sowie einen gleichnamigen Dokumentarfilm.
  • Perry bezeichnete Donald Trump offen als „Idiot“ und sieht in dessen Politik eine ernsthafte Gefahr für Minderheiten.
  • Die Künstlerin fordert die queere Community explizit dazu auf, weiter Widerstand zu leisten und sich gegenseitig zu unterstützen.
  • Perry kritisiert die Praxis der Musikindustrie, vorrangig nach Online-Reichweite statt nach Talent zu entscheiden.
  • Das Album entstand nach dem Tod ihrer Mutter 2023 und verarbeitet persönliche sowie gesellschaftspolitische Themen.
  • Perry schrieb zahlreiche Songs für Sängerinnen wie Céline Dion, Pink, Christina Aguilera und Gwen Stefani.

 

Queerer Widerstand als Notwendigkeit

Linda Perry macht deutlich, dass die politische und gesellschaftliche Situation in den USA für LGBTIQ+-Personen äußerst angespannt bleibt. Sie hebt hervor, dass die Community bereits viele Hürden überwunden habe, dies aber keineswegs selbstverständlich sei. Ihre Kritik an Donald Trump ist scharf und unverblümt – sie erkennt ihn als Gefahr für gesellschaftliche Errungenschaften und sieht ein verstärktes Bedürfnis nach Solidarität. Perry argumentiert, dass Minderheitenrechte in Wahlkampfzeiten besonders bedroht seien und ruft zu langfristiger Wachsamkeit auf. Sie fordert nicht Gleichstellung um jeden Preis, sondern verlangt Anerkennung und Respekt der Vielfalt, auch jenseits traditioneller Normen.

 

Musik als Spiegel gesellschaftlicher Kämpfe

Das neue Album „Let It Die Here“ steht exemplarisch für den Versuch, individuelle Erfahrungen mit politischen Kämpfen zu verbinden. Perry schrieb die Songs wenige Wochen nach dem Tod ihrer Mutter und lässt emotionale und politische Themen ineinanderfließen. Sie betont, dass sie künstlerische Tiefe über kurzfristigen Erfolg stellt, was sie von vielen heutigen Popstars unterscheidet. Perry zeigt sich enttäuscht von der Entwicklung der Musikbranche und wiederholt ihre Kritik, dass soziale Medien mittlerweile maßgeblich über Karrieren entscheiden. Zugleich sieht sie Parallelen zur Fan-Bindung von Taylor Swift: Die Loyalität ihrer Anhängerinnen und Anhänger erinnert Perry an die leidenschaftliche Unterstützung einstiger Rockbands, die heute aber selten geworden sei.

 

Medienkritik und der Verlust von Intimität

Perry nutzt die Veröffentlichung des Albums und des Dokumentarfilms als Anlass, um Kritik am wachsenden Oberflächentrend der Musikindustrie zu üben. Sie bemängelt, dass Plattenfirmen fast ausschließlich nach Klickzahlen agieren, wodurch authentische Künstlerinnen und Künstler kaum mehr eine Bühne finden. Zudem beklagt sie, dass die mediale Inszenierung des politischen Konflikts – speziell mit Blick auf Trump – oft in Unsicherheit über Wahrheit und Lüge münde. Ihre zentrale Sorge: Wichtige Stimmen aus Minderheitengruppen gehen durch diese Dynamik verloren oder werden marginalisiert.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Warum richtet sich Linda Perry konkret gegen Donald Trump?
Perry betrachtet Trumps politische Rhetorik und seine Position zu Minderheiten als Bedrohung für die Freiheit und Sicherheit der LGBTIQ+-Gemeinschaft.

Welche Bedeutung misst sie der Community zu?
Perry hebt die Kraft und Überlebensfähigkeit der LGBTIQ+-Community hervor und ermutigt sie, vereint Rückschläge zu überwinden.

Wie verarbeitet Perry persönliche und gesellschaftliche Brüche in ihrer Kunst?
Das aktuelle Album geht auf den Tod ihrer Mutter ein und nutzt biografische Erfahrungen als künstlerischen Kommentar zu gesellschaftlichen Zuständen.

Die Entwicklung unterstreicht, wie stark Kunst, Medienmacht und politisches Klima miteinander verflochten sind. Perry fordert mehr Authentizität – auf der Bühne wie im gesellschaftlichen Widerstand. Wer dem Populismus wenig entgegenzusetzen hat, verliert nicht nur kulturelles Kapital, sondern riskiert, dass wichtige Perspektiven endgültig aus dem öffentlichen Diskurs verschwinden.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Queere Repräsentation im Fokus

Gastrolle in Comedy-Hit

Comedy-Ikone Cherry Jones sorgt mit Gastauftritt als lesbische Rivalin bei „Hacks“ für Aufsehen.
Jetzt sind sie zu viert

Geburt kurz nach Gerichtstermin

Australiens Comedy-Queen Rebel Wilson hat am 4. Mai gemeinsam mit Ehefrau Ramona Agruma ihre zweite Tochter begrüßt.
Welthit "Touch Me"

Vom Pin-Up zur Queer-Ikone

Samantha Fox feiert ihren 60. Geburtstag – und mit ihr eine Ära, die bis heute auf Neonfarben, Haarspray und fesselnde Refrains setzt.
Historischer Kuss an Bord

Michaela May und Saskia Vester

Das ZDF zeigt im Rahmen der beliebten Fernsehreihe „Das Traumschiff“ erstmals eine Liebesgeschichte zwischen zwei älteren Frauen als zentrales Thema.