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Mehr Vorbilder für Bi-Pride Promi-Frauen machen Bisexualität sichtbarer

Von tb - 01.06.2026 - 17:00 Uhr
Promi-Frauen machen Bisexualität sichtbarer
Foto: © IMAGO / Gonzales Photo
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Von Los Angeles bis Mailand sorgt eine zentrale Nachricht für Aufsehen: Immer mehr prominente Frauen aus Film, Musik und Sport bekennen sich ganz offen zu ihrer Bisexualität. Die medienwirksamen Coming-outs reißen alte Vorurteile ein und bringen frischen Wind in die LGBTIQ+-Repräsentation. Für viele Fans hat die Sichtbarkeit von Persönlichkeiten wie Lady Gaga, Kristen Stewart, Megan Fox und Paola Egonu eine positive Kraft – sie zeigen, wie selbstverständlich eine sexuelle Orientierung abseits strikter Schubladen sein kann.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine wachsende Zahl von Promi-Frauen äußert sich öffentlich als bisexuell.
  • Zu den bekanntesten gehören Lady Gaga, Cynthia Nixon, Megan Fox, Kristen Stewart und Paola Egonu.
  • Der „Bisexual Visibility Day“ wird jedes Jahr am 23. September gefeiert.
  • Gallup berichtet: Rund 58,6 % der in den USA als LGBTIQ+ identifizierten Menschen zählen sich zur "Gruppe B".
  • Bisexualität bleibt im Mainstream noch unterpräsentiert und mit Klischees behaftet.

 

Prominente Frauen klären auf

Schon seit Jahren sprechen immer mehr weibliche Stars offen über ihre Erfahrungen als bisexuelle Frauen. So hat die Schauspielerin Cynthia Nixon nach über zwei Jahrzehnten mit ihrer Frau Christine Marinoni öffentlich gemacht, wie entscheidend ihr Bisexuellen-Coming-Out für ihr persönliches Glück war. Lady Gaga wiederum nutzt Interviews und Songs, um für sexuelle Vielfalt einzutreten und gerade jungen Bisexuellen Mut zu machen. Megan Fox wie auch Paola Egonu, die Volleyball-Ikone, zeigen, wie selbstverständlich moderne Frauen ihre Orientierung leben können – und räumen spielend mit alten Schubladen auf.

 

Neue Sichtbarkeit in Medien und Gesellschaft

Dass Bisexualität mehr ist als ein kurzlebiger Trend, beweisen diese prominenten Vorbilder eindrucksvoll. Noch vor wenigen Jahren wurde Bisexualität gern als „Phase“ abgetan – doch Namen wie Kristen Stewart, Angelina Jolie oder die Musikerin Madame haben dieses Bild längst überholt. Statt heimlicher Lippenbekenntnisse tragen sie ihr Liebesleben öffentlich und selbstbewusst zur Schau. Gerade für jüngere Menschen, die sich nicht in binäre Denkmuster zwängen lassen, bieten sie wichtige Identifikationsfiguren. Gallups aktuelle Befragungen zeigen außerdem: Die Zahl der Menschen, die sich als bisexuell outen, nimmt Jahr für Jahr zu.

„Man fragt mich oft, ob ich mich mehr zu Männern oder Frauen hingezogen fühle. Ich sage: Es kommt immer darauf an, wer mir gerade Gänsehaut macht!“ (Kristen Stewart, 2024)

 

Ein jährlicher Tag für Bi-Pride

Wer die bunte Bi-Community feiern möchte, sollte sich den 23. September rot im Kalender anstreichen. Zum „Bisexual Visibility Day“ gehen weltweit Aktivistinnen und Aktivisten auf die Straße, um für mehr Anerkennung und weniger Vorurteile zu kämpfen. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die Menschen aller Altersgruppen ansprechen und zeigen: Bisexualität ist weder neu noch exotisch, sondern schlicht Teil der gelebten Vielfalt.

 

Kurzer Rückblick: Wie das Tabu bröckelte

Lange Zeit blieb die B-Fraktion im Schatten – viele Medien griffen lieber auf die bekannten Kategorien „lesbisch“ oder „schwul“ zurück. Bisexuelle Prominente galten oft als Sprungbrett-Lover oder gar als „unentschlossen“. Heute sind es gerade erfolgreiche Frauen, die diesen Unsinn widerlegen: Von Miley Cyrus über Rosario Dawson bis hin zu Deutschlands Rap-Sängerin Big Mama bekennen sich jetzt international gestandene Stars zu ihren vielfältigen Interessen.

 

Nach dem Outing: Geht noch mehr?

Dank der Promi-Front hat sich das Bild von Bisexualität in den vergangenen Jahren zwar positiv verändert, doch echte Chancengleichheit ist weiterhin ein weiter Weg. Die Zahl der bisexuellen Identifikationsfiguren wächst, aber auch 2026 bleibt zu hoffen: Wenn mehr Stars Farbe bekennen, wird es irgendwann so normal sein wie die Frage nach Mango oder Maracuja im Joghurtregal – Hauptsache, es schmeckt!

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