Vom Laufsteg auf die Bühne Model Cara Delevingne startet Musik-Karriere und Tournee
Cara Delevingne hat ihre erste internationale Konzerttour als Solokünstlerin in Berlin eröffnet. Die lesbische Britin, die bereits als Model und Schauspielerin weltweit für Aufmerksamkeit sorgte, vollzieht damit einen beachtlichen Karriereschritt. Ihr Auftritt in der deutschen Hauptstadt markiert den Auftakt zu einer Reihe von Konzerten, die sie nach London, Paris und Los Angeles führen werden. Das Interesse an diesem Wechsel von der Modewelt ins Musikgeschäft ist auch deshalb bemerkenswert, weil Delevingne damit ihre künstlerische Unabhängigkeit weiter ausbaut.
Das Wichtigste im Überblick
- Am 1. Juni 2026 tratCara Delevingne erstmals in Berlin als Musikerin auf.
- Die Tour führt sie in weitere Metropolen wie London, Paris und Los Angeles.
- Delevingne veröffentlichte kürzlich die Doppel-Single "I Forgot / Out of my Head".
- Ihr erstes Soloalbum ist für Spätsommer 2026 angekündigt, es ist unter anderem in Kooperation mit der Künstlerin Fiona Apple entstanden.
- Nach ihrem Coming-out im Mai 2026 positioniert sich Delevingne offen lesbisch in der Öffentlichkeit.
Musikalischer Neustart nach langer Vorbereitung
Der Wechsel zur Musik überrascht Branchenkennerinnen und Branchenkenner nicht: Bereits 2017 hatte Delevingne in Luc Bessons Film „Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten“ mit „I Feel Everything“ einen Song für den Soundtrack beigesteuert. Doch erst jetzt nutzt sie die Bühne, um eigene Songs und ihre persönliche Geschichte mit einer neuen künstlerischen Freiheit zu erzählen. Die Doppel-Single „I Forgot / Out of my Head“, die sie gemeinsam mit Regisseurin Jessica Lee Gagné in einem Kurzfilm inszeniert hat, greift offen autobiografische Themen auf. In Interviews betont sie, dass Musik für sie nie bloße Nebensache war. Eigenes Songwriting begleitet sie bereits seit Kindertagen.
Selbstfindung und Sichtbarkeit als Themen
Delevingnes Songs spiegeln ihre Kämpfe mit Abhängigkeit sowie den Weg zur Nüchternheit wider. Vor allem „I Forgot“ setzt sich mit den Herausforderungen auseinander, das Leben ohne Drogen und Alkohol zu meistern. Sie beschreibt das Gefühl, zum ersten Mal „ungeschützt“ und ehrlich mit der eigenen Identität umzugehen. Wesentlich bei ihrem Neustart ist zudem der offene Umgang mit ihrer sexuellen Orientierung: Im Mai outete sich Delevingne erneut, diesmal dezidiert als lesbisch und betont dabei die Bedeutung von Authentizität.
„Man glaubt, das gefahrensuchende Verhalten gehöre zu einem – aber darunter steckt eigentlich dieses kleine Kind und diese Unschuld. Das wiederzuentdecken fühlte sich beängstigend an.“
Vom Pop-Glamour zur künstlerischen Selbstermächtigung
Die Entscheidung, ihre Musikkarriere mit einer internationalen Tournee zu starten, ist auch ein Statement gegen fertige Pop-Images und festgefahrene Medienerwartungen. Anders als viele Stars, für die Musik den reinen Nebenerwerb bedeutet, zeigt Delevingne mit ihrer eigenen Handschrift einen Bruch mit den Klischees um It-Girls. Die Zusammenarbeit mit Musikerin Fiona Apple unterstreicht, dass es ihr um künstlerische Tiefe statt um schnellen Mainstream-Erfolg geht. Die Musikpresse kommentiert, dass Delevingne alle Fäden ihres öffentlichen Lebens nun erstmals selbst in der Hand hält.
Wie geht es weiter mit Cara Delevingne?
Nach dem Berliner Auftakt können Fans in den kommenden Monaten ein vollständiges Debütalbum erwarten, das laut Delevingne vor allem von Lebenswandel und Selbstannahme handelt. Die Reaktionen aus Kultur- und Musikszene bleiben abzuwarten. Die Frage stellt sich, wie nachhaltig ihr künstlerischer Richtungswechsel aufgenommen wird und ob sie sich als ernsthafte Musikerin fest etablieren kann.