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Kristen Stewarts neuer Film „Gay-Ikone“ mit Regenbogen-Aura

Von ms - 17.08.2026 - 14:30 Uhr
Kristen Stewarts neuer Film
Foto: IMAGO / Starface
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Schauspielerin und Regisseurin Kristen Stewart (36) sieht in ihrem neuen Film „The Wrong Girls“ vor allem eine ungewöhnliche Geschichte über Freundschaft, Nähe und selbst gewählte Familie. Gemeinsam mit der ebenfalls queeren Schauspielerin Alia Shawkat spielt sie eine von zwei Freundinnen, die in Los Angeles in ein turbulentes Abenteuer geraten.

Das Wichtigste im Überblick

  • Kristen Stewart spricht über ihren Status als Gay-Ikone und über ihr neues Filmprojekt „The Wrong Girls“.
  • Gemeinsam mit Alia Shawkat spielt sie eine von zwei Freundinnen, deren Beziehung von tiefer Verbundenheit geprägt ist.
  • Der Film beschäftigt sich unter anderem mit Wahlfamilien und Freundschaft jenseits klassischer Beziehungsmodelle.
  • Stewarts Ehefrau Dylan Meyer gibt mit dem Film ihr Regiedebüt.
  • Meyer wollte einen romantischen Film über Freundschaft schaffen, der nicht den üblichen Rollenmustern folgt.
  • Shawkat betont die Bedeutung von Gemeinschaft und Menschen, die einen bedingungslos unterstützen.
  • Auf die Frage nach ihrem Status als Gay-Ikone reagierte Stewart begeistert.

Platonische Liebe

Stewart wurde durch die Twilight-Filme weltweit bekannt. Nach ihrem Coming-Out als lesbisch und queer während ihrer Moderation von Saturday Night Live im Jahr 2017 entwickelte sie sich für viele LGBTIQ+-Fans auch zu einer wichtigen Figur der queeren Popkultur. In „The Wrong Girls“ spielen Stewart und Shawkat zwei finanziell angeschlagene Freundinnen. Durch Zufall gelangen sie an einen streng geheimen Koffer mit einem experimentellen neonpinken Halluzinogen. Nach dessen Einnahme verfügen die beiden über telepathische Fähigkeiten und versuchen, die verbliebenen Drogen in Los Angeles zu verkaufen. Für Stewart steht dabei weniger die abenteuerliche Handlung als die Beziehung der beiden Frauen im Vordergrund. „Diese zwei Mädchen haben eine so tiefe und verbindliche Beziehung, die absolut verehrt werden sollte. Sie sind Lebenspartnerinnen, aber es ist einfach nicht romantisch. Sie lieben sich zu 100 Prozent und vollkommen“, sagt Stewart.

Dylan Meyer führt Regie

Hinter der Kamera steht Stewarts Ehefrau Dylan Meyer. Für sie ist der Film zugleich das Regiedebüt. Meyer wollte nach eigenen Angaben eine Lücke schließen, die sie bei traditionellen Buddy-Stoner-Filmen sieht: Geschichten über enge Freundschaften von Frauen seien dort bislang zu selten erzählt worden. Stewart ist nicht nur Hauptdarstellerin, sondern unterstützte Meyer auch bei ihrem ersten Regieprojekt. „Wir müssen diese Formen von Familien und intimen Beziehungen nicht nachahmen. Du musst nicht deinen festen Partner finden und dadurch weniger eng mit deiner besten Freundin werden. Es ist wirklich schön, zwei Menschen dabei zuzusehen, wie sie herausfinden, wie sie jeden Tag bis zum Tod miteinander klarkommen! Wir sind nicht co-abhängig. Wir sind gesund, verliebt und eigentlich gar nicht homosexuell“, sagt Stewart.

Meyer beschreibt ihr Ziel ähnlich. Sie habe einen Liebesfilm machen wollen, dessen zentrale Beziehung nicht auf einer klassischen romantischen Partnerschaft beruht. „Ich wollte einen wirklich romantischen Film über Freundschaft machen, der nicht traditionell feminisiert ist. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass wir anerkannt haben, wie wichtig diese Beziehungen sind. Ich wollte sehen, wie Mädchen einmal richtig dumm sein dürfen. Kristen hat wirklich an mich als Regisseurin geglaubt. Sie war ein entscheidender Auslöser dafür, dass das alles überhaupt passiert ist. Ich möchte, dass queere Menschen machen, was zum Teufel sie wollen.“

Regenbogenaura bei Stewart 

Auch Alia Shawkat sieht in dem Film eine Geschichte über Menschen, die füreinander einstehen. Besonders die Darstellung von Wahlfamilien sei für queere Zuschauerinnen und Zuschauer wichtig. „Es ist sehr wichtig. Dieser Film vermittelt völlig das Konzept der Wahlfamilie. Es geht um Menschen, die wollen, dass du dein bestes Selbst bist, und die nicht versuchen, dich dazu zu bringen, etwas anderes zu sein. Das repräsentieren diese Mädchen am meisten. Ich kann in jeder Form und Gestalt sein und weiß, dass sie hinter mir steht. Das ist ein unglaubliches, heilendes Gefühl. Wenn du dich in beängstigenden Momenten befindest, stellst du dir einfach die Menschen vor, die dich lieben“, sagt Shawkat.

Damit rückt „The Wrong Girls“ eine Form von Nähe in den Mittelpunkt, die nicht zwingend durch eine romantische Partnerschaft definiert wird. Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und selbst gewählte Beziehungen spielen eine zentrale Rolle. Stewart selbst hat sich längst als feste Größe der queeren Popkultur etabliert. Auf die Frage, wie sie ihren Status als Gay-Ikone empfindet, reagiert sie entsprechend selbstbewusst. „Es fühlt sich großartig an! Kannst du meine Aura sehen? Sie ist wie ein Regenbogen. Kein Witz, dieser Scheiß ist tight“, sagt Stewart.

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