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Jake Shears´ Scissor Sisters

Jake Shears´ Scissor Sisters Blick in die Zukunft: Die queere Botschaft bleibt

ms - 07.07.2026 - 14:30 Uhr
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Die Scissor Sisters erleben nach ihrer Reunion einen neuen Karrierehöhepunkt. Im Rahmen ihrer Tour zum 20. Jubiläum des Debütalbums trat die Band im Juli beim BST Hyde Park in London als Special Guest von Duran Duran auf. Für Frontmann Jake Shears war dies ein besonderer Moment, da die britische Popband maßgeblich zum Durchbruch der Scissor Sisters beigetragen habe.

Das Wichtigste im Überblick

  • Jake Shears spricht über die erfolgreiche Reunion der Scissor Sisters.
  • Die Band trat beim BST Hyde Park als Gast von Duran Duran auf.
  • Shears bezeichnet die Gruppe weiterhin als „laute, queere Band“ mit gesellschaftlicher Bedeutung.
  • Sängerin Melanie C unterstützte den Auftritt als Gast.
  • Langfristig träumt Shears von einem Abschiedskonzert beim Glastonbury Festival.

Durchbruch dank Duran Duran 

Shears betonte dabei: „Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es die Scissor Sisters ohne Duran Duran überhaupt gäbe – aus mehreren Gründen. Einer der wichtigsten ist, dass sie uns damals mit auf Tour genommen haben. Das war 2004 ein entscheidender Moment für uns und hat der Band wirklich zum Durchbruch verholfen. Es war damals genau das richtige Publikum für uns und hat unserer Karriere unglaublich geholfen. Dafür werden wir ihnen immer dankbar sein. Es fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie ein Familientreffen an. Ich war auch solo mit Duran Duran unterwegs und liebe das einfach. Es fühlt sich wie Familie an.“

Beim Konzert stand auch Melanie C gemeinsam mit den Scissor Sisters auf der Bühne. Die Zusammenarbeit habe sich spontan ergeben, erklärte Shears weiter: „Erstens ist sie einfach eine fantastische Sängerin. Ich liebe ihre neue Musik im Moment. Sie hat als DJ aufgelegt und ich dachte einfach: ‚Was wäre, wenn …?‘ Dann hat alles zusammengepasst und sie hatte Lust darauf. Unsere Wege haben sich schon so oft fast gekreuzt. Wir haben beide als Solokünstler auf der Avalon Stage in Glastonbury gespielt. Deshalb fühlte es sich fast so an, als wäre das ohnehin längst passiert. Ich freue mich, dass es jetzt endlich hier im Hyde Park klappt.“

Neue Dynamik nach der Wiedervereinigung

Auch das vergangene Pride-Wochenende in London spielte für den Sänger eine Rolle. Kurz zuvor waren die Scissor Sisters überdies gemeinsam mit den Pet Shop Boys in Lytham aufgetreten. „Wir haben mit den Pet Shop Boys in Lytham gespielt. Ich finde, das ist schon eine ziemlich queere Sache. Ich habe dem Publikum einen schönen Pride gewünscht. Ich glaube nicht, dass es in Lytham eine Pride-Parade gab – also waren wir eben die Pride-Parade.“

Die Reunion habe der Band einen neuen Schub verliehen. Besonders die aktuelle Besetzung mit Amber und Bridget habe das Zusammenspiel verändert. „Eigentlich einfach die Konzerte selbst. Vor großartigen Zuschauern zu spielen und mit unserer aktuellen Besetzung, zu der jetzt auch Amber und Bridget gehören, war eine echte Offenbarung. Das hat die Band verändert. Die Dynamik ist auf eine frische Art anders geworden. Genau das macht im Moment am meisten Spaß. Wir gehen das Ganze aus einer neuen Perspektive an.“

„Wir brauchen das immer noch!“

Mit Blick auf die gesellschaftliche Situation für LGBTIQ+-Menschen in Großbritannien und den USA betonte Shears, dass die Scissor Sisters ihre Rolle als offen queere Band weiterhin als wichtig ansehen. „Es fühlt sich auf eine seltsame Weise immer noch subversiv an. Es gibt immer noch Konzerte, bei denen ich denke: ‚Okay, jetzt bringen wir den Massen mal richtig queeren Wahnsinn‘ – diese wunderbare Außenseiter-Energie. Ein Teil davon fühlt sich immer noch sehr rebellisch, sexy und stolz an. Ich könnte nicht glücklicher sein, gerade jetzt in einer lauten, queeren Band zu sein. Ich glaube nach wie vor, dass wir das brauchen.“

Für die Zukunft hat Shears bereits eine konkrete Vorstellung, wie die Geschichte der Scissor Sisters eines Tages enden könnte. „Vielleicht in 15 oder 20 Jahren wäre es schön, beim Glastonbury Festival den Sunday Legends Slot zu spielen – als Abschiedskonzert. Danach fliegen wir zu Dignitas … ein großer queerer Abschied. Das wäre schön. Aber vorher wollen wir auf jeden Fall noch einmal in Glastonbury auftreten.“

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