Direkt zum Inhalt

Ist er ein Betrüger? Mister Supranational sagt, sein Freund habe ihn bedroht

Von co - 05.04.2023 - 18:00 Uhr
Mister Supranational sagt, sein Freund habe ihn bedroht
Foto: © instagram.com/ruddybatistav
ANZEIGE
Loading audio player...

Letztes Jahr gewann Ruddy Batista (29) den Wettbewerb zum Mister Supranational Dominikanische Republik. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten, weil er seinen deutschen Liebhaber um 230.000 Euro betrogen haben soll. Batista befindet sich seit Juni 2022 in Untersuchungshaft in München. 

Über die Vorwürfe

Der Angeklagte soll während romantischen Beziehung mehrere Vorwände dazu gefunden haben, dass sein Liebhaber ihm Geldgeschenke macht. Zum Beispiel solle Batista seinem Partner vorgegaukelt haben, dass seine Mutter an Krebs erkrankt sei und 50.000 Euro für die Behandlung bräuchte. Weitere 30.000 Euro soll Batista erhalten haben, um damit eine Leihmutter für ein gemeinsames Kind anzuwerben.

So lernten sie sich kennen

Doch über die Vorwürfe sprach Batista vor Gericht erst einmal nicht. Stattdessen ging er laut Medienberichten ausgiebig auf die angeblich toxische Beziehung zum Kläger ein. Batista und der deutlich ältere BMW-Mitarbeiter M.D. lernten sich im April 2016 auf der schwulen Dating-App Gay Romeo kennen. Die beiden trafen sich anschließend auf dem Frühlingsfest in München, wo Batista kellnerte.

Batista habe jedoch schnell gemerkt, dass D. für ihn nicht interessant sei: „Er wollte nur Sex und das bin ich nicht.“ Zudem sei der Kläger damals noch mit einer Frau verheiratet gewesen, mit der er zwei Kinder hat. Trotzdem traf Batista den Mann immer wieder: „Er hat mir seine verletzliche Seite gezeigt, dass er erst jetzt seine Homosexualität entdeckt hat. Das fand ich interessant“, erklärte der Angeklagte vor Gericht. So hätten die beiden sich nach und nach angefreundet. Doch schon damals habe D. Batista mit Geschenken überhäuft.

Gefangen im Teufelskreis

„Er wollte, dass ich mir in Deutschland eine Existenz aufbaue, hat mir Kleider, ein iPhone und Geld geschenkt“, so Batista, der die Gaben nie ablehnte. Dann entbrannte der erste Streit: „D. wollte wieder alles zurück haben, hat mir Druck gemacht, dass ich ihm alles zurückzahle. 20.000 Euro hab ich natürlich nicht einfach so.“ Batista brach den Kontakt daraufhin ab und wollt nur noch seine Schulden zurückzahlen. 

Doch es kam alles anders: „Dann stand D. plötzlich vor meiner Tür, wollte mich wieder treffen, gab mir wieder Geschenke.“ Drei Jahre immer das gleiche: D. verschenkte ein Cartier-Armband im Wert von 9.500 Euro oder einen Ring für 2.000 Euro. Es kam zu Streit und Drohungen. Anschließend stand D. wieder vor Batistas Tür und wollte sich versöhnen. „Es war ein Teufelskreis, aus dem ich nicht rauskam“, erklärte Batista.

Beginn und Ende einer Liebesbeziehung

„Natürlich habe ich mich in den letzten Monaten immer wieder gefragt, warum ich da nicht rauskam“, so Batista weiter. „Ich weiß es nicht, ich war in der Beziehung gefangen.“ Doch trotz der ungesunden Dynamik gingen die beiden 2019 sogar eine Beziehung ein und zogen zusammen. Leider blieb das Schema weiterhin erhalten: „D. bedrohte mich, verteilte Unwahrheiten über mich im Netz, schrieb einem Bekannten, dass ich HIV habe. Ich hatte Angst, dass er mir was antun könnte.“ 

Der Prozess wird am 17. April fortgeführt. Dann könnte auch um Batistas angebliche Geldforderungen gehen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Gigi Birofios Erotik-Start

Sind Männer seine Hauptkunden?

Gigi Birofio kassiert nach eigenen Angaben 10.000 Euro in zwei Tagen mit Erotikcontent. Öffnen vor allem schwule Fans für ihn die Geldbörse?
Chemie bei „De Noche“

Lob für den Liebesfilm-Partner

In „De Noche“ spielen Danny Ramirez und Pedro Pascal ein Liebespaar. Jetzt verrät Ramirez, warum ihm die Zusammenarbeit so leichtfiel.
Abschied von Adam Wolke

SkylineTV stirbt mit 36 Jahren

Als SkylineTV nahm Adam Wolke seine Fans mit in die Welt. Nun ist der Streamer mit 36 gestorben. Knossi und Weggefährten nehmen Abschied.
Liebesglück bei Emil Kusmirek

Mit Felix beginnt ein neues Kapitel

Emil Kusmirek ist frisch verliebt: Mit Felix zeigt sich der Tänzer bei der Royal Wiesn in Köln. Was er über sein neues Liebesglück verrät.
Jonathan Bennett zeigt Muskeln

Ehemann Jaymes ist begeistert

Jonathan Bennett spricht über seine freizügigen Szenen bei „General Hospital“, die Reaktion seines Ehemanns und ihre Liebesgeschichte.
Tom Cullen über schwule Rollen

Düsterer Thriller aus Wales

Schauspieler Tom Cullen spricht über die Verantwortung bei schwulen Rollen, seinen Thriller „Black Church Bay“ und die Vielfalt des LGBTIQ+-Kinos.
Hoffnung auf Serien-Comeback

„Glee“-Stars feiern Wiedersehen

Chris Colfer überrascht Darren Criss bei einem Konzert in London. Ihr gemeinsamer Auftritt weckt Erinnerungen an „Glee“ und neue Hoffnungen.
Hunter Schafer über Intim-OP

US-Schauspielerin ist begeistert

Die trans* Schauspielerin Hunter Schafer spricht erstmals über ihre geschlechtsangleichende Operation und ihren neuen Umgang mit Ruhm und Identität.
Tour-Doku über Harry Styles

Kinostart nicht ausgeschlossen

Harry Styles wird bei seinen Konzerten in New York für einen Dokumentarfilm begleitet. Auch eine Veröffentlichung im Kino ist im Gespräch.