Mehr als zehn Jahre nach dem Ende der erfolgreichen Musicalserie „Glee“ haben Chris Colfer (36) und Darren Criss (39) mit einem gemeinsamen Bühnenauftritt für viel Begeisterung gesorgt. Bei einem Konzert von Criss in der Londoner Royal Albert Hall überraschte Colfer das Publikum mit einem unangekündigten Gastauftritt. Gemeinsam sangen die beiden den Weihnachtsklassiker „Baby It’s Cold Outside“.
Das Wichtigste im Überblick
- Überraschung in London: Chris Colfer steht bei einem Konzert von Darren Criss in der Royal Albert Hall plötzlich mit seinem früheren „Glee“-Kollegen auf der Bühne.
- Wiedersehen nach mehr als zehn Jahren: Die Schauspieler singen gemeinsam den Weihnachtsklassiker „Baby It’s Cold Outside“ und erinnern damit an ihre Rollen Kurt und Blaine.
- Fans reagieren emotional: Videos des Duetts sorgen in den sozialen Netzwerken für Begeisterung und Freudentränen.
- Spekulationen über Neuauflage: „Glee“-Schöpfer Ryan Murphy hat nach eigenen Angaben bereits mit rund zehn ehemaligen Darstellern über ein mögliches Reboot gesprochen.
Clou während Live-Show
In der Serie verkörperten Colfer und Criss das schwule Paar Kurt Hummel und Blaine Anderson, das in der letzten Staffel heiratete. Die Beziehung der beiden Figuren, unter Fans als „Klaine“ bekannt, gehörte zu den prägenden gleichgeschlechtlichen Liebesgeschichten der Fernsehserie. Der überraschende Auftritt weckte bei zahlreichen Zuschauern Erinnerungen an die gemeinsame Zeit der Schauspieler bei „Glee“. Videos der Begegnung verbreiteten sich anschließend in den sozialen Netzwerken.
Criss hatte für sein einmaliges Konzert in der Royal Albert Hall ein umfangreiches Programm mit mehreren prominenten Gästen zusammengestellt. Neben Colfer waren auch Jesse Tyler Ferguson, Alan Cumming und Alex Newell beteiligt. Als der 39-Jährige den Weihnachtsklassiker „Baby It’s Cold Outside“ ankündigte, deutete zunächst nichts auf ein Wiedersehen mit seinem früheren Serienpartner hin. „Ich bin heute Abend gewissermaßen allein auf der Bühne, deshalb werde ich mein Bestes geben, beide Gesangsparts zu übernehmen“, erklärte Criss dem Publikum, als die Musik einsetzte. Anschließend fügte er hinzu: „Ich weiß, dass das eigentlich nicht so gedacht ist, aber ich habe schon so viele Dinge hinbekommen, also werde ich das jetzt allein singen, okay?“ Doch bereits nach wenigen gesungenen Zeilen wurde Criss von einer Stimme unterbrochen, die ihn aufforderte, aufzuhören. Kurz darauf betrat Colfer die Bühne. Das Publikum reagierte mit lautstarkem Applaus.
Gemeinsames Duett
Nachdem sich die Begeisterung im Saal gelegt hatte, spielte Colfer auf die Diskussionen über den Weihnachtsklassiker an. „Baby It’s Cold Outside“ war in den vergangenen Jahren wegen seines Textes wiederholt kritisch bewertet worden. Colfer erklärte scherzhaft, das einzig Unangemessene an der Darbietung sei, das Lied „ohne mich zu singen“. Anschließend forderte er die Band auf, noch einmal von vorne zu beginnen. Gemeinsam präsentierten die beiden Schauspieler das Lied und erinnerten damit an ihre musikalischen Auftritte in „Glee“. Die Serie, die 2009 startete und 2015 endete, hatte insbesondere mit der Beziehung zwischen Kurt und Blaine große Aufmerksamkeit erregt. Die Darstellung ihrer homosexuellen Partnerschaft galt als wichtiger Beitrag zur Sichtbarkeit schwuler Figuren im US-Fernsehen. Dass das Duett bereits Mitte Oktober und damit deutlich vor Beginn der Weihnachtszeit stattfand, spielte für die begeisterten Zuschauer offenbar keine Rolle.
Fans reagieren mit Tränen
In den sozialen Netzwerken löste das Wiedersehen zahlreiche emotionale Reaktionen aus. Besonders Fans, die die Beziehung zwischen Kurt und Blaine über Jahre verfolgt hatten, zeigten sich bewegt. Eine Nutzerin namens Jules schrieb auf der Plattform X: „Ich habe mir das Ganze mit dem breitesten Grinsen im Gesicht angesehen. Als es vorbei war, musste ich erst ungläubig lachen und brach dann in Tränen aus. Dass ich 2026 wegen Klaine weinen würde, stand definitiv nicht auf meiner Bingo-Karte.“ Der gemeinsame Auftritt wurde von vielen Fans als unerwartete Rückkehr zweier besonders beliebter Figuren aus der Serie gefeiert. Das Wiedersehen fällt zudem in eine Zeit, in der über eine mögliche Neuauflage von „Glee“ diskutiert wird.
Ryan Murphys „Glee“-Reboot
Serienschöpfer Ryan Murphy hatte zuletzt öffentlich über Pläne für eine Neuauflage gesprochen. Medienberichten zufolge soll er bereits ein Drehbuch für ein mögliches Reboot fertiggestellt haben. Im vergangenen Monat erklärte Murphy gegenüber Entertainment Tonight, dass er mit mehreren Mitgliedern der ursprünglichen Besetzung in Verbindung stehe. „Das ist wirklich schön. Sie hatten alle viele Fragen, waren aber von der Idee sehr begeistert.“ Ob und wann eine Neuauflage tatsächlich umgesetzt werden könnte, blieb zunächst offen. Auch eine mögliche Beteiligung von Colfer und Criss ist bislang nicht bestätigt.
Colfer selbst äußerte sich zurückhaltend zu den Spekulationen über eine Fortsetzung. Er habe von einem möglichen Reboot „absolut nichts gehört“, erklärte der Schauspieler. In einem Interview verwies er zudem auf die Schwierigkeiten, die eine Neuauflage mit sich bringen würde. Insbesondere ohne seine frühere Kollegin Naya Rivera sei eine Rückkehr zu „Glee“ „schwer umzusetzen“. Rivera, die in der Serie Santana Lopez verkörperte, war 2020 gestorben. Ihr Tod hatte bei der Besetzung und den Fans große Bestürzung ausgelöst. Eine grundsätzliche Absage an eine mögliche Rückkehr erteilte Colfer allerdings nicht. Vielmehr machte er mit einem Scherz deutlich, wie groß die Erwartungen der Fangemeinde weiterhin seien. „Ich weiß allerdings, dass die ‚Glee‘-Fans wahrscheinlich mit Mistgabeln auf mich losgehen würden, wenn ich Nein sage. Deshalb weiß ich es nicht. Aber hoffentlich bekomme ich bald mehr Informationen und kann tatsächlich darüber nachdenken.“