Enttäuschte Kaulitz-Zwillinge Altkanzlerin lehnt Podcast-Besuch ab, Bill hinterfragt Loyalität
Bill und Tom Kaulitz haben enttäuscht auf eine öffentliche Aussage von Altkanzlerin Angela Merkel reagiert. In ihrem Podcast schilderten die Brüder daraufhn jetzt, sie hätten mehrfach versucht, die frühere CDU-Politikerin und Altkanzlerin als Gast zu gewinnen – jedoch ohne Erfolg.
Das Wichtigste im Überblick
- Angela Merkel schließt Podcast-Besuch bei den Kaulitz-Brüdern aus
- Bill Kaulitz zeigt sich über Aussage verletzt und betont mangelnde Loyalität
- Brüder hatten mehrfach Kontaktversuche gestartet
- Bill erinnert an frühere Unterstützung für Merkel
- Reaktionen im Podcast teilweise humorvoll und ironisch
Wenig nett von Merkel
Auslöser der Reaktion war ein Auftritt Merkels im Podcast „0630“. Dort wurde die ehemalige Bundeskanzlerin gefragt, wie sie den Satz „In zehn Jahren habe ich die Kaulitz-Brüder ...“ vervollständigen würde. Merkel antwortete darauf: „... immer noch nicht im Podcast besucht“. Vor allem Bill Kaulitz zeigte sich von der Bemerkung getroffen. „Ich war richtig traurig. Ich habe es gesehen und dachte so, das hätte man auch netter machen können“, sagte der Sänger.
Nach Angaben der Brüder habe es über längere Zeit Bemühungen gegeben, Kontakt zu Merkel aufzubauen. „Wir kennen uns ja nicht persönlich. Wir haben immer nur über unseren Podcast und über ihr Büro versucht, irgendwie mal einen Kontakt aufzubauen“, erklärte Tom Kaulitz. Eine direkte Absage habe es dabei nie gegeben. „Es kam ehrlich gesagt auch nie eine Absage, es kam einfach nie was zurück - also gar nichts.“ Tom Kaulitz nahm die Situation zugleich mit Humor und richtete einen scherzhaften Seitenhieb an seinen Bruder: „Jetzt hat sie dir mal richtig eingeschenkt. Ich glaube, sie hat ein Problem mit dir und nicht mit mir.“
Bill beklagt mangelnde Loyalität
Bill Kaulitz betonte indes, er habe sich in der Vergangenheit mehrfach positiv über Merkel geäußert und sie öffentlich unterstützt. „Ich habe immer so viel Werbung für sie gemacht, auch als sie noch Kanzlerin war“, sagte er. Zudem glaube er, dass „die ein oder andere Stimme auch auf mein Konto geht“. Der Musiker erklärte weiter, er habe „ein bisschen mehr Zuspruch und Dankbarkeit“ erwartet. Gerade in Zeiten, in denen Merkel in Teilen der Öffentlichkeit kritisch gesehen worden sei, habe er sich hinter sie gestellt. „Ich habe ja auch viel Ärger bekommen in einer Zeit, wo ich gesagt habe, dass ich sie toll finde – wo andere gesagt haben, das geht ja gar nicht. Da erwarte ich eigentlich ein bisschen Loyalität.“
Gleichzeitig zeigte sich Bill Kaulitz überzeugt davon, dass Merkel die Wirkung ihrer Aussage möglicherweise unterschätzt habe. „Das sollte nur so eine kleine, kecke, freche Antwort sein“, vermutete er. Dennoch sei ihn die Reaktion stärker angegangen als erwartet. „Ich glaube, das ist für mich schmerzhafter, als es sein sollte.“ Mit ironischem Unterton spielten die Brüder zudem auf einen möglichen Auftritt Merkels in der Fernsehsendung „Wetten, dass..?!“ an. Bill Kaulitz scherzte, man müsse nun erst beobachten, „wie sie sich in anderen Interviews noch verhält“. Die Altkanzlerin habe zuvor „fest auf der Liste“ gestanden. Die beiden Musiker hatten zuletzt mehrfach mit öffentlichen Aussagen und Projekten für Aufmerksamkeit gesorgt. Bill Kaulitz gewann jüngst zudem einen Rechtsstreit gegen einen AfD-Politiker. Die Fans freuen sich derweil bereits auf den Start der dritten Staffel von „Kaulitz & Kaulitz“ beim Streamingdienst Netflix im August dieses Jahres.