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Eklat um Olympia-Anwärter

Eklat um Olympia-Anwärter Ein sexy Video als Werbung für OnlyFans? Zwei Jahre Sperre!

ms - 07.11.2025 - 12:00 Uhr
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Kurts Adams Rozentals (23) gilt als einer der großen Hoffnungsträger des britischen Rudersports, 2028 war er fix für die Olympischen Spiele gesetzt – jetzt wurde der junge schwule Brite für zwei Jahre vom verantwortlichen Sportverband Paddle UK gesperrt. Die Begründung: Der Elite-Ruderer habe sich zu freizügig auf Instagram gezeigt und damit Werbung für seinen OnlyFans-Account. 

Sport „in Verruf gebracht“

Der 23-Jährige schwule Mann ist dabei nicht der erste Spitzensportler, der mittels dem digitalen Bezahl-Angebot seine Karriere finanziert, weitere bekannte Namen sind unter anderem der frühere, australische Kunst- und Turmspringer Matthew Mitcham oder auch der neuseeländische Ruderer Robbie Manson. In Deutschland hat zum Beispiel auch der Wasserspringer Timo Barthel ein Konto bei OnlyFans. 

Der britische Olympia-Hoffnungsträger wurde jetzt trotzdem abgestraft, weil er ein Video auf Instagram gepostet hatte, das Sex in einem Flugzeug vermuten lässt – wohlgemerkt jugendfrei. Instagram selbst löschte das Video trotz seiner strengen Jugendschutzrichtlinien nicht, weil der Dienst den Post ganz offensichtlich als ungefährlich einstufte. Anders die Verantwortlichen beim britischen Ruderer-Verband. Die Disziplinarkommission bezeichnete den Clip als „explizit” und erklärte, Rozentals habe den Sport „ernsthaft in Verruf gebracht”. 

Zwei Jahre ist der Spitzensportler jetzt gesperrt und darf an keinen Wettkämpfen teilnehmen. Auch ein Training im Umfeld des Vereins ist ihm untersagt. Ebenso wird er damit aus dem World Class Programm entfernt, wodurch seine olympischen Ambitionen für 2028 auf Eis gelegt werden.

Übertriebene Reaktion des Sportverbands

Rozentals trat im Dezember 2024 OnlyFans bei, um seine Kanukarriere zu finanzieren. Zwischen Januar und Mai 2025 verdiente er damit mehr als 100.000 britische Pfund und übertraf damit bei weitem die 16.000 Pfund, die er jährlich von Paddle UK erhielt. Auf die Sperre reagierte er zumindest auf Instagram inzwischen relativ gelassen, sein Video sei „provokativ“ aber eben nicht explizit gewesen. Gegenüber Sky News erklärte er zudem: „Es war nichts, was für Instagram ungeeignet gewesen ist. Ich finde das Ergebnis sehr extrem. Ich bin auch nur ein Mensch. Ich mache Fehler, aber mich für zwei Jahre zu sperren... Ich finde das ziemlich übertrieben!“ 

Rozentals räumte allerdings ein: „Was den Inhalt in den sozialen Medien angeht, so ist das natürlich nicht das, was sie sich idealerweise von ihren Athleten wünschen. Es ist offensichtlich ein provokanter Inhalt. Ich verstehe das Image, das Paddle UK von ihren Athleten vermitteln wollen. Und es passt nicht zu dem Image, das Paddle UK zu vermitteln versucht, nämlich Professionalität und so weiter. Aber damit bekommt man auch keine Klicks. Damit bekommt man auch keine Aufmerksamkeit. Und damit bekommt man keine Sponsoren.“

Finanzierung des Spitzensports 

Gegenüber der BBC betonte er außerdem: „Diese Sperre wäre nie verhängt worden, wenn die Athleten angemessen finanziert würden. Sicherlich haben viele Spitzensportler in olympischen Sportarten Schwierigkeiten, ihre Rechnungen zu bezahlen, daran besteht kein Zweifel. Und obwohl ich verstehe, dass das Video als verrückt bezeichnet werden könnte, war es nicht illegal und sollte sicherlich kein Grund sein, einen Athleten zu sperren. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen echten Fortschritt in meiner finanziellen Situation sah. Es war das erste Mal, dass ich mein Training selbst finanzieren konnte.“

Bezüglich des Sexabenteuers in der Luft sagte der 23-Jährige außerdem, dass es „nichts Verrücktes“ gewesen sei und dass „daraus eine größere Sache gemacht wurde, als nötig“. Das Video habe innerhalb weniger Stunden Tausende von Pfund eingebracht, aber sei trotzdem keineswegs sein umsatzstärkstes Video gewesen. Abschließend erklärte der schwule junge Sportler: „Ich habe viel Kritik wegen OnlyFans bekommen, aber ich bereue es nicht. Es hat mir ermöglicht, Essen auf den Tisch zu bringen und das Training zu genießen.“ 

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