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British LGBT Awards 2023 Nominiert sind Joe Lycett, Alex Scott und Harry Styles

Von co - 15.02.2023 - 16:30 Uhr
Nominiert sind Joe Lycett, Alex Scott und Harry Styles
Foto: © PA Images
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Am 23. Juni werden in London die British LGBT Awards 2023 verliehen. Die Zeremonie ehrt Menschen, die sich im vergangenen Jahr besonders für die Rechte von LGBTI*-Personen eingesetzt haben. Jetzt gab die Preisverleihung ihre engere Wahl bekannt – Interessierte können ab sofort abstimmen. Moderiert wird die diesjährige Show von Comedian Sue Perkins.

Medienmoment des Jahres

Ganz vorne mit dabei ist Komiker Joe Lycett. Er drohte damit, 10.000 Pfund zu schreddern, wenn Fußball-Legende David Beckham seinen Werbedeal mit Katar beibehält (SCHWULISSIMO berichtete). In derselben Kategorie treten beispielsweise Alex Scott mit ihrem One-Love-Armband-Tribut in Katar, die Netflix-Serie „Heartstopper“ und die „Doctor Who“-Besetzung mit Ncuti Gatwah und Yasmin Finney an. Letztes Jahr ging die Auszeichnung an Johannes Radebe und John Whaite, weil sie in der Tanz-Show „Strictly Come Dancing“ 2021 als rein männliches Tanz-Paar antraten.

Promi-Ally des Jahres

In der Kategorie prominente Verbündete sind unter anderem Simone Ashley, Alison Hammond, Jenna Ortega („Wednesday“), P!nk, Katherine Ryan, Patrick Stewart, Sir Rod Stewart, Harry Styles, Michelle Visage und Emma Watson („Harry Potter“) nominiert. Derselbe Preis ging auch schon an Alicia Keys und Prinz William. Styles wurde auch bei den Brit Awards am 11. Februar mit einer Auszeichnung bedacht.

Rod Stewart sprach sich wie Lycett gegen die WM in Katar aus. Man habe ihm eine Million US-Dollar geboten, um in dem Land aufzutreten: „Ich habe es abgelehnt … Es ist nicht richtig, zu gehen.“ Gut hätte er es allerdings gefunden, wenn man aus Protest seinen Song „The Killing of Georgie“ zur Eröffnung gespielt hätte. Das Lied handelt von dem Mord an einem schwulen Mann in den 1970ern.

Andere Nominierungen

Nach dem Sieg bei der Europameisterschaft 2022 sind die englischen Fußballerinnen Leah Williamson, Beth Mead, Jill Scott und Demi Stokes als Sportpersönlichkeit des Jahres nominiert. Sie treten unter anderem gegen Sportkommentatorin Alex Scott an. Als Music Artist des Jahres sind beispielsweise Lizzo, Maneskin, Anne-Marie, Rina Sawayama und Yungblud nominiert. In der Kategorie LGBTI*-Promi des Jahres konkurrieren beispielsweise Emma Corrin („The Crown“), Luke Evans, Billy Porter und Rebel Wilson. Zum Sprecher, Journalist oder Gastgeber des Jahres könnten Graham Norton oder RuPaul gekürt werden. Um den Titel der einflussreichsten Online-Persönlichkeit des Jahres messen sich unter anderem Adam B, Chella Man, Divina De Campo und Matt Bernstein. 

Daneben werden auch besonders inklusive Arbeitgeber und Firmen, Netzwerke und Marken beziehungsweise Marketing-Campagnen geehrt. Nominiert sind hier beispielsweise die Kampagne „To New Memories“ der Hilton-Hotelkette, „Pride in Progress“ von Gymshaark und „Be Yourself: Updated Gender Identity Policy“ der Fluggesellschaft Virgin Atlantic (SCHWULISSIMO berichtete). Als Wohltätigkeitsorganisation des Jahres sind beispielsweise Mermaids, Queer Britain und Rainbow Railroad nominiert.

Über die Preisverleihung

Seit 2014 findet die Preisverleihung jährlich statt. Hier wurden schon Personen wie Sir Elton John, Edward Enninful, Hillary Clinton, Kylie Minogue, Little Mix, Munroe Bergdorf und Demi Lovato ausgezeichnet. 

Der Prozess hinter den British LGBT Awards sieht dabei so aus: Zwischen dem 28. September und dem 6. Dezember konnte jeder, der wollte, pro Kategorie eine Person, Kampagne oder Firma vorschlagen. Die Preisverleihung wertete die Nominierungen aus und stellte die pro Kategorie zehn häufigsten Namen in einer Liste zusammen. Von dieser Liste können Interessierte nun zwischen dem 15. Feburar und 12. Mai für ihre Favoriten abstimmen.

Das sagt die Gründerin

Sarah Garrett, die Gründerin der British LGBT Awards erklärte laut Virgin Radio: „Es ist wichtiger denn je, dass wir diejenigen ins Rampenlicht rücken, die in diesen für die LGBTI*-Community erneut sehr schwierigen 12 Monaten Schulter an Schulter mit ihr gestanden haben.“ Die Nominierten seien „eine aufregende Mischung aus berühmten LGBTI*-Gesichtern, Verbündeten und Organisationen“. Und sie alle hätten bewiesen, dass sie sich aktiv für die Rechte der LGBTI*-Community engagierten. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns weiterhin für die Stimme von LGBTI* einsetzen können“, so Garret.

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