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SCHWULISSIMO verrät Wie unterschiedlich sind eigentlich Männer- und Frauenhaut?

AvdH - 30.09.2018 - 07:00 Uhr

Männer- und Frauenhaut unterscheiden sich in einigen Punkten deutlich. Vor allem in Behaarung ist bei Männern äußerst ausgeprägt und sorgt für eine veränderte Oberflächenstruktur. Außerdem sind Männerhäute strapazierfähiger. Dafür gelten diese auch als fettiger und erhöhen die Faltenbildung. Frauenhäute dagegen sind entspannter und werden nicht nur durch die dauerhafte Pflege glatt und gesund gehalten. Doch woher kommen diese Unterschiede bei der Haut eigentlich?

Hormone als Hauptgrund

Die Talgdrüsenproduktion der Haut ist ein Hauptgrund für die Unterschiedlichkeit der Häute. Die weiblichen Östrogene verhalten sich anders als die männlichen Androgene. Die geschlechtsspezifischen Hormone regeln aber die Talgdrüsenproduktion und verändern so das Hautbild. Die oberste Schicht wird durch den fetten Talg geschmeidig und schützt zudem vor Bakterien und Keimen. Androgene regen die Produktion von Talg an, Östrogene dagegen hemmen die Produktion. Dadurch wird die Männerhaut großporiger und fettig, was bei Frauen ausbleibt. Die höhere Talg- und Schweißproduktion hat zudem einen niedrigen pH-Wert zur Folge. Außerdem sorgen die Hormone für eine schnellere Alterung der Haut bei Frauen.

Warum ist die Haut von Männern strapazierfähiger?

Bei den Männern ist die Haut ein wenig dicker als bei Frauen. Genauer gesagt um genau 0,2 Millimeter. Sie enthält einen höheren Wert an Kollagen - ein hautstraffendes Eiweiß. Es wirkt wie ein festes und haltbares Element, das der Haut die nötige Strapazierfähigkeit gibt. Weibliche Haut dagegen ist deutlich zarter. Die Bindegewebsfasern verlaufen bei Damen parallel, während sie bei den Herren vernetzt sind. Dadurch erhalten Männer bei der Haut eine verbessert Stützfunktion, die außerdem in zusätzlicher Stabilität und Spannkraft resultiert. Außerdem ist bei der Haut von Männern der Schutzmantel um die Haut stabiler. Dadurch wird die Haut besser durchblutet und kann auch mehr Reibung aufnehmen. Auf Belastungen wie Sonneneinstrahlungen oder trockene Luft reagiert die Haut der Herren daher auch nicht so empfindlich.

Schwächen der Männerhaut

Auch wenn die Faktoren rund um die Strapazierfähigkeit sowie die Festigkeit der Haut für die Männerhaut sprechen, hat diese nicht nur Vorteile. Sie besitzt mehrere und vor allem auch größere Talgdrüsen, die rund 30 Prozent mehr Fett auf der Haut bilden als bei Frauen. Das männliche Hormon Testosteron ist dafür verantwortlich. Diese Fettigkeit sorgt dafür, dass sich mehr Bakterien in den Poren einsetzen können, was zum Beispiel Akne zur Folge hat.

Warum haben Männer tiefere Falten?

Männer sind bis zu ihrem 30. Lebensjahr in der Regel faltenfrei. Das liegt an der Fettigkeit der Haut, die dafür sorgt, dass die einzelnen Hautpartien optimal aufeinander abgestimmt sind. Bei Frauen dagegen gibt es schon mit Anfang 20 die ersten Falten. Vor allem rund um die Augenpartie sind diese zu erkennen. Ab 35 altert die Männerhaut aber deutlich schneller als bei Frauen. Die Produktion der Hautzellen verlauft ab dieses Alters deutlich langsamer und ist der Hauptgrund dafür. Die Haut kann dadurch auch nicht mehr so stark die Feuchtigkeit binden und trocknet langsam aus.

Richtige Hautpflege für Männerhaut

Früher galten Wasser und Seife als Pflege für die Haut für ausreichend. Mittlerweile wird aber zu deutlich stärkeren Mitteln gegriffen. Für Männer gilt es die Haut feucht zu halten. Daher sollte man vor allem zu Feuchtigkeitscremes greifen, die ideal auf die Männerhaut ausgelegt sind. Sie sorgen für die Reinheit der Poren und nutzen die Fettigkeit durch die Hormone aus. An kalten Tagen kann aber auch eine fetthaltige Creme von Vorteil sein.

Wofür ist eigentlich die Behaarung zuständig?

Männerhaut hat typischerweise eine starke Behaarung, was vor allem im Gesicht auffällt. Allein in der Bartzone treffen 5.000 bis mehr als 35.000 Haare aufeinander. Das Hormon Androgen beeinflusst die Behaarung und sorgt dafür, dass der Bartwuchs stärker oder weniger stark ausgeprägt ist. Barthaare sind bei Männern auch deutlich dicker als bei Frauen. Die Haare dienen wiederum als Schutz gegen Bakterien und Pilze. Das ist bei der fettigen Haut aber auch notwendig.

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