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Schwule Bestrafung?! Neulinge im US-Football sollen von Kollegen „trockengebumst“ worden sein!

Von ms - 18.07.2023 - 12:00 Uhr
Schwule Bestrafung?!
Foto: iStock / Dmytro Aksonov
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Es klingt im ersten Moment wie eine Szene aus einem schlechten Pornofilm, soll aber offenbar Alltag im amerikanischen Football an einigen Universitäten sein – ältere Spieler, die schlechte oder junge Kollegen sexuell drangsalieren und übergriffig werden, alles unter dem Vorwand, den Teamgeist damit zu stärken. Ein solcher Fall wurde jetzt an der Northwestern University (NU) in Illinois bekannt und sorgt in diesen Tagen für einen landesweiten Skandal. Die private Elite-Universität mit über 7.000 Mitarbeitern gehört zu den führenden Universitäten weltweit.  

„Trockenbumsen“ als Bestrafungsmaßnahme

Zwei ehemalige Football-Spieler der Universität ließen nun die Bombe platzen und berichteten im Detail über die Rituale innerhalb der Football-Mannschaft. Wenn jüngere Spieler ihre erwartete Leistung nicht erbrachten oder auch beim Training Fehler machten, wurden sie offenbar anschließend in der dunklen Umkleidekabine von acht bis zehn maskierten älteren Spielern als Bestrafungsmaßnahme „trockengebumst“, wie The Daily Northwestern berichtet.

Immer wieder kam es auch anderweitig zu Schikanen, Neulinge mussten sich so nackt ausziehen und auf dem Boden der Kabine herumkriechen und Spielzüge mit einem anderen nackten jungen Spieler nachahmen. In anderen Fällen wird berichtet, wie sie ebenfalls unbekleidet durch die Menge nackter Mannschaftskameraden gehen mussten, die sie mit einem Schlauch abspritzten oder brutal züchtigten. Einer der ehemaligen Spieler erklärte,  es sei ein „absolut ungeheuerliches, abscheuliches und unmenschliches Verhalten, wirklich grob und barbarisch“ gewesen.  

Sexuelle Übergriffe – Alltag an vielen Universitäten?

Das zudem Pikante dabei: Das alles soll unter Aufsicht oder Mitwisserschaft des renommierten Trainers Pat Fitzgerald geschehen sein. Fitzgerald war 18 Jahre lang Cheftrainer an der Universität und gewann zahlreiche Auszeichnungen während seiner aktiven Sportlerkarriere. Alle beschriebenen Maßnahmen – von sexuellen Übergriffen über Gewalt bis hin zu Ausbeutung sind dabei in den Richtlinien der Universität selbst streng verboten; in den USA wird dabei offen inzwischen darüber spekuliert, ob solche Vorfälle nicht an vielen Bildungseinrichtungen zum Alltag gehören könnten.

Fitzgerald wurde inzwischen auf unbestimmte Zeit beurlaubt, nachdem ihm auch zur Last gelegt worden war, dass er mit einem „Klatschen auf den Kopf“ der jüngeren Spieler den anderen Mannschaftsmitgliedern signalisiert haben soll, wer heute schikaniert werden müsse. Fitzgerald selbst bestreitet, von all dem gewusst zu haben.

Schulbezirk bestreitet sexuelle Absichten der Spieler

Der Anwalt des betroffenen Schulbezirks versucht derzeit, die Situation selbst kleinzureden und erklärte, dass solche „Vorfälle zwischen Männern“ nicht als sexuelle Übergriffe betrachtet werden sollten. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass beispielsweise das „Trockenbumsen“ auch tatsächlich durch ein „sexuelles Verlangen“ motiviert gewesen sei.

Mit der Untersuchung selbst wurde die  unabhängige Anwaltskanzlei ArentFox Schiff beauftragt, Ermittlerin Maggie Hickey erklärte bereits, dass die Vorwürfe „weitgehend durch Beweise gestützt“ und unter den Footballspielern der NU zudem „weit verbreitet“ gewesen seien. Viele Spieler hätten dabei offenbar bis heute Angst davor, sich offiziell zu den Vorfällen zu äußern – andere Spieler sollen bereits erneut mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht haben.

Latente Homosexualität unter Footballspielern

Gegenüber Newsweek erklärte die renommierte lesbische Sportjournalistin Cyd Zeigler, sexuelle Übergriffe und Züchtigungen dieser Art im Football würden hauptsächlich von heterosexuellen Männern begangen werden, um durch den schwulen Sex Kollegen einzuschüchtern und herabzusetzen. Das verstärke die Vorstellung, dass Homosexualität schwächer sei und diene zudem dazu, die latente Homosexualität vieler der beteiligten Spieler zu befriedigen, so Zeigler weiter.

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