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Kraftvolle Golden Globe-Rede
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Kraftvolle Golden Globe-Rede Der schwule Fernsehproduzent Murphy will Mut machen

ms - 11.01.2023 - 10:31 Uhr
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Mit einem klaren Statement hat sich der schwule Fernsehproduzent, Regisseur und Serien-Mastermind Ryan Murphy (im Bild links neben Schauspieler Evan Peters, Gewinner des Preises für den besten Darsteller in der Serie "Dahmer") bei der Golden Globe Verleihung am gestrigen Dienstagabend für LGBTI*-Jugendliche eingesetzt. Murphy war mit dem Ehrenpreis, dem Carol Burnett Award, ausgezeichnet worden. Mit sichtlich ergriffener Stimme sagte er: "Als ich in den 70er Jahren als Jugendlicher zu Hause saß und die 'Carol Burnett Show' angesehen habe, habe ich nie miterlebt, dass eine Person wie ich einen Preis bekommt oder sogar eine Figur in einer Fernsehsendung ist. Es ist schwer, ein LGBTQ-Jugendlicher in Amerika zu sein. Eigentlich überall auf der Welt, damals wie heute.“

Die Unsichtbaren zu Helden machen

Dann richtete er sich direkt an Florida und die LGBTI*-Jugendlichen im Bundesstaat, dessen Gouverneur Ron DeSantis im Juli letzten Jahres das sogenannte “Don´t Say Gay“-Gesetz in Kraft treten hat lassen. Das neue Gesetz verbietet alle Themen rund um LGBTI* an allen Schulen. Murphy dazu: „Man sagt dir oft, dass du dein Licht verstecken musst, um zu überleben. Aber für die Kinder und Jugendlichen, die jetzt  zuschauen, biete ich heute Abend MJ und Billy und Niecy und Matt und Jeremy als Beispiele für Möglichkeiten an. Meine Mission war es, die Unsichtbaren, die Ungeliebten zu nehmen und sie zu den Helden zu machen, nach denen ich mich sehnte, die aber nie in der Popkultur zu sehen waren." Sichtlich ergriffen zeigten sich auch die genannten LGBTI*-Schauspielkollegen Niecy Nash, Matt Bomer und Jeremy Pope, die Murphy direkt nannte.

Furchtlose Kunst über LGBTI*-Menschen

Ryan Murphy verarbeitet in den meisten seiner Filme und Serien LGBTI*-Geschichten und arbeitet derzeit exklusiv für Netflix. Vorgestellt worden war Murphy zuvor von Billy Porter, der seinen Durchbruch als Darsteller in Murphys Serie “Pose“ hatte: "Ich habe viele Jahre damit verbracht, am Rande der Bedeutungslosigkeit zu taumeln. Du warst es, Ryan, und deine furchtlose Kunst, die zu mir sprach, mich tröstete und mich wissen ließ, dass meine Zeit kommen würde, wenn ich nur noch ein bisschen länger durchhielte. 16 Jahre später bekam ich den Anruf für eine bahnbrechende Serie namens 'Pose'.“

LGBTI*-Themen und viele Auszeichnungen

Murphy hat bereits fünf Golden Globes gewonnen, unter anderem für "Nip/Tuck" und "Glee". Er ist das Mastermind hinter Serien wie der "American Horror Story", "Ratched", "Pose", "Halston", "Hollywood", "The New Normal" und zuletzt "Dahmer - Monster: The Jeffrey Dahmer Story". Auf der Bühne produzierte er das mit dem Tony Award ausgezeichnete Broadway-Stück "The Boys in the Band" mit den drei schwulen Schauspielern Jim Parsons, Zachary Quinto und Matt Bomer in den Hauptrollen. Neben anderen Auszeichnungen hat Murphy auch sechs Primetime Emmys, einen BAFTA Award und vier Producers Guild of America Awards erhalten. Im Jahr 2018 wurde er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet.

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