Ausgeraubt und angezündet Jugendlicher mit Dating-Website in die Falle gelockt
Ein 18-jähriger Jamaikaner aus St. James verabredete sich auf einer schwulen Dating-Plattform. Am Treffpunkt erwarteten ihn drei Männer, die ihn entführten, ausraubten und zum Sterben zurückließen.
Was geschah
Laut der Lokalzeitung The Gleaner stahlen die drei Männer Handy, Geldbeutel und Bankkarten des Jugendlichen und griffen ihn so lange an, bis er seine Bankdaten offenbarte. Als der Automat jedoch kein Geld ausspuckte, zwangen sie ihr Opfer zum Überweisen. Die Angreifer tranken Alkohol und benetzten auch den 18-Jährigen damit. Sie schnitten einen Teil seines Penis ab und steckten ihn anschließend in Flammen. Obwohl die drei Männer den Jugendlichen zum Sterben zurückließen, konnte dieser sich zu einem Sicherheits-Checkpoint schleppen, wo man ihm ins Krankenhaus brachte.
Human Rights Watch fordert klare Botschaft
Die Masche mit den Fake-Dates ist nicht neu – die Polizei dachte jedoch, sie hätte sie bereits unterbunden: Im Januar 2020 gab es einen ähnlichen Fall, bei dem schließlich zwei Männer verhaftet und angeklagt wurden. Cristian González Cabrera von der Human Rights Watch fordert laut The Advocate eine umfangreiche, unabhängige Untersuchung des Falls, um die Verantwortlichen zu finden und so die unmissverständliche Botschaft zu senden, dass solche LGBTI*-feindlichen Verbrechen nicht toleriert werden. Außerdem solle man gleichgeschlechtliche Handlungen legalisieren, Daten über LGBTI*-feindliche Verbrechen sammeln und Mitarbeiter:innen schulen.