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Schwuler Premier-League-Fußballer in Therapie

Für sein Coming-out "gekreuzigt" Schwuler Premier-League-Fußballer in Therapie

km - 18.10.2021 - 15:21 Uhr
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Ein schwuler Fußballspieler aus der Premier League hat sich in Therapie begeben, weil er befürchtet, von den Fans "gekreuzigt" zu werden, wenn er sich öffentlich outet.

Acht Jahre nach dem Outing nahm er sich das Leben

Der namentlich nicht genannte Spieler erzählte Amal Fashanu, der Nichte des ersten offen schwulen britischen Fußballspielers Justin Fashanu, von seinen Erfahrungen.

Fashanu schrieb Geschichte, als er sich 1990 als schwul outete, doch nur acht Jahre später nahm er sich tragischerweise das Leben.

Seitdem setzt sich seine Nichte Amal für Inklusion und Vielfalt im Sport ein und gründete die Justin Fashanu Foundation, um die Situation für schwule Fußballer zu verbessern. Sie steht nun in Kontakt mit einer Reihe von Premier-League-Spielern, die insgeheim schwul sind und sich vor den Reaktionen der Öffentlichkeit fürchten, sollten sie sich outen.

Einige Fans denken wie in den 1980er Jahren

Im Gespräch mit The Sun sagte der ungenannte Fußballer: „Wir haben das Jahr 2021 und ich sollte in der Lage sein, jedem zu sagen, wer ich bin. Aber es gibt einige Fans auf den Tribünen, für die es immer noch wie in den 1980er-Jahren ist. Ich möchte den Leuten gegenüber offen sein, denn das ist es, was ich bin, und ich bin stolz darauf. Aber die Wahrheit ist, dass ich gekreuzigt werden werde.“

Der Fußballer sprach auch über seine Befürchtungen, dass die Fans ihn als schwul wahrnehmen und von seiner Sexualität ausgehen könnten, bevor er die Gelegenheit hatte, sich zu outen. „Wenn ich spiele, habe ich das Gefühl, dass die Fans es erraten und über mich urteilen. Das hat eine schreckliche Auswirkung auf meine Psyche. Es ist erschreckend.", erzählte er.

Amal Fashanu berichtete gegenüber der Sun: „Die Realität ist, dass Homophobie besonders im Internet verbreiteter ist als je zuvor. Wir müssen diese Spieler schützen. Ich stehe in ständigem Dialog mit dem Fußballverband darüber, was getan werden kann, aber leider handelt es sich um eine noch nie da gewesene Situation, sodass es schwierig ist, Maßnahmen für eine Situation zu ergreifen, die noch nicht eingetreten ist."

 

 

 

Da in diesem Artikel Suizid zur Sprache kam:
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Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen findest du unter: www.telefonseelsorge.de


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