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Volksentscheid in der Schweiz Große Mehrheit stimmte für Öffnung der Ehe

Von co - 27.09.2021 - 13:00 Uhr
Große Mehrheit stimmte für Öffnung der Ehe
Foto: © Orbon Alija
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Am 26. September entschied das Schweizer Stimmvolk mit einer deutlichen Mehrheit für die Öffnung der Ehe: 64,1 Prozent sprachen sich dafür aus – sogar in jedem einzelnen der 26 Kantone war mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten dafür.

Ehe für alle ab Juli

Justizministerin Karin Keller-Sutter will die Änderung schnell zum Gesetz machen: Schon am 1. Juli soll es in Kraft treten. Die Ehe wird dabei die bisherige eingetragene Partnerschaft ersetzen. Wer verpartnert ist, kann die Partnerschaft „unbürokratisch“ in eine Ehe umwandeln. „Damit werden künftig also alle […] gleich behandelt: Alle Paare können eine Zivilehe eingehen, mit den gleichen Rechten und Pflichten“, so Keller-Sutter in einer Rede. Zu den Rechten gehört zum Beispiel die gemeinschaftliche Adoption – bisher war nur die Stiefkindadoption möglich. Frauenpaare profitieren außerdem von den Samenspende-Regelungen.

Acht Jahre bis zum Entscheid

Vize-Präsidentin Laura Russo von der Geneva Federation of LGBT Associations freute sich laut ABC News: „Das ist ein historischer Tag für uns und die Schweiz, das ist ein großer Schritt vorwärts, etwas, auf das wir jahrelang gewartet haben.“ Gegenstimmen hatten Bedenken, dass die Ehe für alle mit ihrem Recht auf Adoption und Fortpflanzungsmedizin heterosexuelle Familien abwerten würde. Benjamin Roduit von der Christdemokratischen Volkspartei tröstet sich damit, dass die Position seiner Partei nun wenigstens gehört worden sei.

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