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Pablo und Mia Alleinstehender schwuler Aktivist adoptiert Tochter

Von km - 30.03.2021 - 15:00 Uhr
Pablo und Mia
Foto: © instagram.com/pablitofracchia
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Aufgewachsen im zutiefst konservativen Argentinien in den 1990er-Jahren, hätte Pablo Fracchia nie gedacht, dass Vaterschaft eine Option für ihn wäre. Als Teenager dachte er, es gäbe nur zwei Möglichkeiten, wie seine Geschichte ausgehen könnte: im Verborgenen zu bleiben oder seinen Traum, Vater zu werden, aufzugeben.

"Ich erinnere mich, wie ich den Erzbischof im nationalen öffentlichen Fernsehsender sah, der sagte, dass jeder schwule Mann auf eine Insel gehen und sich von gut arbeitenden Menschen fernhalten sollte", erzählte er Bored Panda. "Und auch Polizeirazzien an LGBTI*-Orten waren eine regelmäßige Sache, selbst nachdem die Demokratie wiederhergestellt war. Es gibt also eine absolute Distanz zwischen meiner Kindheit und der aktuellen Situation."

Doch die Dinge änderten sich: Pablo wuchs auf und wurde Aktivist der LGBTQ+ Federation of Argentina, und mit der Zeit sah er, wie sich sein Land um ihn herum entwickelte.

Pablo meldete sich 2017 zur Adoption eines Kindes an, und nach zwei langen Jahren des Wartens bekam er einen Anruf von einem Familienrichter. Da hörte er zum ersten Mal von Mia, einem kleinen Mädchen, das ein Jahr und zehn Monate alt war und wegen einer schweren Magen-Darm-Erkrankung in einem Krankenhaus lag. Mia brauchte medizinische Versorgung und ihre leibliche Familie war nicht in der Lage, diese zu leisten, also wurde sie in eine Einrichtung für Kinder mit gesundheitlichen Problemen geschickt.

Inzwischen sind sie seit über einem Jahr zusammen, und Pablo ist vernarrt in seine kleine Tochter. "Wenn ich zwei Worte benutzen müsste, um Mia zu beschreiben, dann wären es 'Widerstandsfähigkeit' und 'Kraft'", sagte er.

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