Direkt zum Inhalt

Die Lage in Ghana spitzt sich zu Mitglieder der LGBT+ Rights Ghana auf der Flucht

Von tr - 10.03.2021 - 12:00 Uhr
Die Lage in Ghana spitzt sich zu // © instagram.com/lgbtrightsghana
Foto: Die Lage in Ghana spitzt sich zu // © instagram.com/lgbtrightsghana
ANZEIGE
Loading audio player...

Bereits letzte Woche hat schwulissimo.de über die Vorfälle in Ghana berichtet.Jetzt dramatisiert sich die Situation weiter. In Accra sind Menschen der Organisation LGBT+ Rights Ghana auf der Flucht vor der Polizei, Büroräume wurden gestürmt.

Schließen der Büros – auf der Flucht

Es wurden Fotos von Mitgliedern der Organisation in den Medien veröffentlicht. Die Betroffenen waren sogar Angriffen und Morddrohungen ausgesetzt. Die Polizei hat die Bevölkerung alarmiert. Da bereits Anfang des Jahres Organisationsmitglieder bedroht wurden, weil sie sich für queere Menschen einsetzen, suchten sie Sicherheit in eigenen Büroräumlichkeiten. Dieser Versuch scheiterte. Der Leiter der LGBT+ Rights Ghana, Alex Kofi Donkor, berichtet, dass er am 23. Februar in den Medien von der Aufforderung der Schließung der Räumlichkeiten gehört habe. Er sprach daraufhin mit dem Vermieter, der am folgenden Tag vor Ort über Alternativen sprechen wollte. Einen Polizeieinsatz hatte Donkor nicht erwartet.

Der offene Brief folgte

Laut dem Tagesspiegel folgte nach diesem Vorfall der offene Brief der Prominenten. Doch Ghana sieht keinen Anlass, die Gesetze anzupassen. Homosexuelle Personen stehen in dem Land weiterhin unter Strafe. Sicher seien LGBTI*-Menschen dort nur, wenn sie sich nicht outen. Doch mit der Anmietung der Büros hatte eine Gruppe sich als queer offenbart, was zur Schließung des Komplexes führte.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.