Direkt zum Inhalt
Eine Werteordnung, die mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar ist
ANZEIGE

Hamburger Verfassungsschutz Hohe Zahl an Hinrichtungen im Iran

km - 11.06.2020 - 10:51 Uhr
Loading audio player...

Das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz veröffentlichte vor kurzem ihren Jahresbericht 2019. Dieser offenbart die innen- wie außenpolitische Islamisierung des Irans unter einem antiwestlichen Leitmotiv, welches drastisch für den "Export der islamistischen Revolution" genutzt werde. So geht daraus hervor, dass Regimegegner sowie ethnische und religiöse Minderheiten Opfer staatlich unterdrückt werden. Bestätigt wird das durch die hohe Anzahl an Hinrichtungsopfern, darunter viele Schwule und Lesben.


Der Bundesverband Lesben und Schwule in der Union (LSU) ist höchst alarmiert angesichts dieses von staatlicher Seite systematisch menschenverachtenden Vorgehens gegen Minderheiten: "Als Bundesvorstand sind wir erschüttert über den unvorstellbaren Grad an Menschenfeindlichkeit, der sich in Form organisierter Hinrichtungen mit besonderer Grausamkeit zeigt. Ganz zu Schweigen von den bis zu diesem Schritt bereits erlittenen Repressionen und Instrumenten der Folter gegenüber Homosexuellen. Das muss uns wachrütteln, um erneut alle Möglichkeiten zu analysieren und dann in Angriff zu nehmen, auch von Deutschland aus dieser menschenfeindlichen Praxis im Iran entgegenzutreten."

Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der LSU konkretisiert: "Menschenrechte sind das Leitprinzip der Deutschen Entwicklungspolitik. Bei der ohnehin schon vom Bundesentwicklungsministerium geplanten Kursänderung und Neuaufstellung der deutschen Entwicklungshilfe, müssen auch gezielt Programme der Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere solche bei denen das Engagement der Privatwirtschaft gefördert wird, in den Blick genommen werden. Deutsche Unternehmen können so zum Beispiel im Iran selbst Druck auf die Einhaltung von Menschenrechten ausüben und gerade auch in Bezug auf LGBTI Haltung zeigen. Auch die Gestaltung des Förderprofils der Programme kann ein Ansatzpunkt sein."

Der Hamburger Verfassungsschutz stellt in seinem Bericht heraus, dass die proiranischen Einrichtungen in Deutschland grundsätzlich als Instrument der iranischen Staatsführung zu verstehen sind. Diese vertreten die religiös motivierte Staatsausrichtung und wirken so als verlängerter Arm in der westlichen Welt.
Sie repräsentieren eine Werteordnung, die mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar ist. "An der Stelle bedarf es einer weiterhin wachsamen Beobachtung. Durch solche Einrichtungen betriebene, menschenverachtende Öffentlichkeitsarbeit in unserem Land oder gar der Import menschenfeindlicher Einstellungen in unsere Gesellschaft muss klar ein Riegel vorgeschoben werden.", macht Vogt unmissverständlich deutlich.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Peinliche PR-Aktion der AfD

Bilder von Budapest Pride verwendet

Eklat um AfD: Ein angebliches Video der „größten AfD-Demo“ zeigt tatsächlich die Budapest Pride, die Tonspur wurde ausgetauscht, recherchierte die DPA
Kiss-In gegen HIV-Stigma

Schwule Küsse werden zum Protest

Mit einem öffentlichen Kiss-In forderten schwule Aktivisten bei der AIDS 2026 in Rio mehr Rechte, Sichtbarkeit und ein Ende von HIV-Stigmatisierung.
Eklat im Bistum Fulda

Aussage eines Pfarrers empört

Nach homophoben Äußerungen eines Ex-Pfarrers zum Berliner CSD-Anschlag distanziert sich das Bistum Fulda deutlich von den Statements.
Madonna und Kylie Minogue

Popstars setzen Zeichen bei Pride

Popstar Madonna überraschte bei der World Pride in Amsterdam mit Kylie Minogue und feierte mit Tausenden Fans Vielfalt, Musik und Zusammenhalt.
Appell von Rob Jetten

Botschaft für mehr Offenheit

Bei der Pride in Amsterdam rief Premierminister Rob Jetten zum Coming-Out auf und warnte nach dem Berliner Anschlag vor wachsendem Druck.
Friedliche Demo CSD Hamburg

Solidarität nach Berlin-Anschlag

Rund 300.000 Menschen feiern friedlich den Hamburger CSD – überschattet von Gedenken, hoher Sicherheit und Streit um Regenbogenflaggen.
Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.