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Netflix und LGBTIQ+
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Netflix und LGBTIQ+ Viele queere Sichtbarkeit unter den Top-Serien

ms - 18.09.2026 - 12:30 Uhr
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Krimis, Horror, Fantasy, historische Dramen und Science-Fiction: Die erfolgreichsten Netflix-Serien der vergangenen Jahre decken zahlreiche Genres ab. Gleichzeitig finden sich unter den meistgesehenen Produktionen mehrere Geschichten und Figuren mit LGBTIQ+-Bezug.

Das Wichtigste im Überblick

  • Netflix hat die zehn meistgesehenen Serien anhand der weltweiten Aufrufe in den ersten 91 Tagen ermittelt.
  • „Wednesday“ führt die Liste mit 252,1 Millionen Aufrufen an.
  • Auf Platz zwei liegt „Adolescence“ mit 142,6 Millionen Aufrufen.
  • „Stranger Things“ belegt mit der vierten und fünften Staffel die Plätze drei und vier.
  • Mehrere Produktionen der Top 10 enthalten LGBTIQ+-Figuren, queere Handlungen oder Schauspieler, die offen homosexuell leben.
  • „Bridgerton“ und "Wednesday" sind jeweils ebenso zweimal vertreten. 

Historienliebe mit Bridgerton

Netflix veröffentlicht über seine Plattform Tudum regelmäßig Daten zur Reichweite seiner Produktionen. Die jetzt vorliegende Liste berücksichtigt die weltweiten Aufrufe innerhalb der ersten 91 Tage nach dem Start einer Staffel oder Serie. Die Serie „Bridgerton“ schaffte es als eine von zwei Formaten zwei Mal in diese Top-10-Liste. Die dritte Staffel von „Bridgerton“ kommt auf Platz 10 und führt zurück in die Londoner Gesellschaft von Mayfair. Im Mittelpunkt stehen Penelope Featherington (Nicola Coughlan) und Colin Bridgerton (Luke Newton), die sich im gesellschaftlichen Umfeld der Debütantinnen und ihrer Familien bewegen. Gleichzeitig erweitert die Staffel die homosexuelle Handlung der Serie. Benedict Bridgerton, gespielt von Luke Thompson, erlebt eine fließende und pansexuelle Liebesgeschichte. 

Auf Platz acht schaffte es dann die erste Staffel, diese machte das Publikum mit der Familie Bridgerton und ihren acht Kindern bekannt. Im Zentrum stand zunächst Daphne Bridgerton (Phoebe Dynevor), die als älteste Tochter ihren Platz in der Londoner Gesellschaft finden muss. Die auf den Romanen von Julia Quinn basierende Staffel erschien 2024, Staffel 3 erreichte 106 Millionen Aufrufe, Staffel 1 kam auf 113,3 Millionen. Zugleich verhalf die Serie unter anderem dem schwulen Schauspieler Jonathan Bailey zu großer Bekanntheit.

Schachspielerin und schwuler Serienkiller

In „Das Damengambit“ spielt Anya Taylor-Joy die Schachspielerin Beth Harmon. Als Waise wächst sie im Kentucky der 1950er-Jahre auf und entwickelt sich zu einer außergewöhnlichen Schachspielerin. Gleichzeitig kämpft sie mit einer Abhängigkeit. Moses Ingram, Thomas Brodie-Sangster, Marielle Heller und Bill Camp gehören ebenfalls zur Besetzung der siebenteiligen Thriller-Miniserie. Vorlage war der 1983 erschienene Roman von Walter Tevis. Die Serie kam in den ersten 91 Tagen mit 112,8 Millionen Aufrufe auf Platz 9 und gewann elf Emmy Awards.

Platz sieben gebührt dann „Dahmer“. Evan Peters verkörpert in der 2022 veröffentlichten Miniserie den schwulen Serienmörder Jeffrey Dahmer. Dieser ermordete zwischen 1978 und 1991 insgesamt 17 Menschen. Alle Opfer waren homosexuell. Die von Ryan Murphy entwickelte Produktion beschäftigt sich mit Dahmers Vergangenheit und nimmt zugleich institutionelles Versagen und systemische Vorurteile in den Blick, die nach Darstellung der Serie dazu beitrugen, dass seine Verbrechen möglich waren. Neben Peters sind unter anderem Niecy Nash, Richard Jenkins und Molly Ringwald zu sehen. „Dahmer“ erreichte 115,6 Millionen Aufrufe in den ersten 91 Tagen und bildete den ersten Teil der späteren „Monster“-Anthologie.

Geschichten über zwei Jugendliche

Auf dem fünften Rang liegt die Thriller-Serie „Nur für dein Leben“ mit Sam Worthington. Er spielt David Burroughs, einen Vater, der wegen des Mordes an seinem Sohn eine lebenslange Haftstrafe verbüßt. Als David Hinweise erhält, dass sein Sohn möglicherweise noch lebt, beginnt er nach der Wahrheit zu suchen. In den ersten 91 Tagen kam die Produktion auf 120,3 Millionen Aufrufe.

Die vierteilige Miniserie „Adolescence“ sicherte sich den zweiten Platz und erzählt von einem 13-jährigen Jungen, der mit dem Tod eines Mitschülers in Verbindung gebracht wird. Für ihn und seine Familie verändert sich dadurch das gesamte Leben. Owen Cooper spielt den Jugendlichen. Die Serie beschäftigt sich mit den emotionalen Folgen des Falls und mit dem Druck, dem junge Menschen durch Gleichaltrige ausgesetzt sind – sowohl im direkten Kontakt als auch im Internet. Eine Besonderheit der Produktion ist ihre Inszenierung: Jede der vier Folgen wurde in einer einzigen Einstellung gedreht. „Adolescence“ erreichte in den ersten 91 Tagen 142,6 Millionen Aufrufe und gewann acht Emmy Awards. Einen davon erhielt Erin Doherty. Die 34-jährige Schauspielerin lebt offen lesbisch.

Stranger Things und Will Byers 

Zu den zwei großen Gewinnern im Ranking gehören zwei Serien, die in der LGBTIQ+-Community eine große und besondere Bedeutung haben. „Stranger Things“ holte sich gleich zwei Plätze hintereinander, Staffel 5 schaffte es auf Platz 4, Staffel 4 sogar auf Platz 3. „Stranger Things“ startete 2016 mit vier Schülern aus Hawkins im US-Bundesstaat Indiana. Gemeinsam treffen sie auf Eleven (Millie Bobby Brown), ein geheimnisvolles Mädchen mit psychokinetischen Fähigkeiten. Die vierte Staffel von „Stranger Things“ gehört zu den erfolgreichsten Netflix-Produktionen überhaupt. Die Handlung wird dabei über Hawkins hinaus ausgeweitet. Eine wichtige schwule Handlung betrifft Will. In der Staffel steht sein beinahe vollzogenes Coming-Out gegenüber seinem Freund Mike im Mittelpunkt einer emotionalen Szene, in Staffel 5 schließlich outet er sich als homosexuell vor dem gesamten Freundeskreis. Schauspieler Noah Schnapp outete sich währenddessen auch im richtigen Leben als schwul. Die 2022 veröffentlichte vierte Staffel erreichte 140,7 Millionen Aufrufe innerhalb der ersten 91 Tage, Staffel 5 kam auf 133,8 Millionen Aufrufe.

Werwölfe und Hexen 

Den sechsten und den ersten Platz der Netflix-Liste belegt „Wednesday“. Die von Tim Burton produzierte Serie zeigt Jenna Ortega als Wednesday Addams. Luis Guzmán und Catherine Zeta-Jones spielen ihre Eltern Gomez und Morticia. Wednesday besucht in der ersten Staffel die Schule, die bereits ihre Eltern besucht hatten. Die private Einrichtung ist für Jugendliche mit übernatürlichen Fähigkeiten bestimmt. Dort beginnt Wednesday, einen mysteriösen Mord in der Umgebung zu untersuchen. Die erste Staffel aus dem Jahr 2022 kommt auf 252,1 Millionen Aufrufe innerhalb der ersten 91 Tage. Damit liegt sie deutlich vor den anderen Produktionen der Liste. Staffel 2 belegt den 6. Platz mit 119,3 Millionen Aufrufe. Auch Hunter Doohan gehört zur Besetzung. Er spielt Tyler Galpin und ist seit 2022 mit Fielder Jewett verheiratet – und zeigt sich in der Serie sehr gerne als sexy Werwolf, zur Freude der vielen schwulen Fans der Serie. 

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