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Pride Night fällt aus US-Konservative feiern den Schritt, Fans sprechen von Verrat

Von ms - 08.09.2026 - 14:00 Uhr
Pride Night fällt aus
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Spätestens seit dem internationalen Erfolg der schwulen Eishockey-Serie „Heated Rivalry“ ist die National Hockey League (NHL), die wichtigste Eishockeyliga in Nordamerika, sowie der Eissport selbst verstärkt im Fokus der Community. Da sorgt die jüngste Meldung nun für Irritationen: Die Dallas Stars verzichten in der kommenden Saison auf ihre Pride Night. Die Entscheidung des Teams sorgt für gegensätzliche Reaktionen: Während LGBTIQ+-Fans den Schritt bedauern, feiern konservative und LGBTIQ+-feindliche Organisationen die Absage.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Dallas Stars haben ihre Pride Night für die kommende Saison abgesagt.
  • LGBTIQ+-Fans reagieren enttäuscht auf die Entscheidung, während rechte und LGBTIQ+-feindliche Organisationen sie begrüßen.
  • Der Family Research Council (FRC) bezeichnete die bisherigen Pride-Veranstaltungen der Stars als „politischen Extremismus“ und „LGBT-Indoktrination“.
  • Anstelle der Pride Night soll im März eine „Hockey Unites Night“ stattfinden.
  • Nach Angaben des Teams soll dabei künftig jeweils eine andere unterrepräsentierte Gemeinschaft unterstützt werden. In diesem Jahr stehen Frauen im Sport im Mittelpunkt.
  • Vertreter des FRC und der LGBTIQ+-feindlichen Heritage Foundation bezeichneten die Absage dagegen als Erfolg und als Abkehr von einer aus ihrer Sicht politisierten Sportwelt.

Keine Pride Night 2027

Der Family Research Council (FRC) veröffentlichte in seinem Magazin Washington Stand einen Beitrag, in dem die Organisation die Entscheidung begrüßt. Die Stars seien nach „einem halben Jahrzehnt voller Regenbogen-Feierlichkeiten“ mit der Pride Night nun fertig. Die Veranstaltung wurde in dem Beitrag als „politischer Extremismus“ und „LGBT-Indoktrination“ bezeichnet. Zugleich lobte der FRC diejenigen, die „diese Veränderungen mit ihrer Graswurzel-Kampagne vorangetrieben haben“. An die Stelle der Pride Night tritt nach Angaben der Dallas Stars nun eine „Hockey Unites Night“. Sie ist für den 23. März angesetzt. In einer Erklärung des Teams heißt es, die neue Veranstaltung „ermöglicht es unserer Organisation, unsere Plattform zu nutzen, um in jeder Saison eine andere unterrepräsentierte Gemeinschaft zu feiern und zu unterstützen“. In diesem Jahr sollen Frauen im Sport im Mittelpunkt stehen.

LGBTIQ+-Fans sprechen von „Verrat“

Für viele LGBTIQ+-Fans bedeutet die Entscheidung einen Verlust. Stellvertretend für einige in der Community erklärte die lesbische 21-jährige Aktivistin Izzy gegenüber Outsports, sie fühle sich durch die Änderung „betrogen“. Und weiter: „2023 bin ich zu meinem ersten Pride-Spiel gegangen. Die Dallas Stars spielten gegen die Seattle Kraken. Es war das erste Spiel, bei dem ich das Gefühl hatte, ich selbst sein zu können, ohne verurteilt zu werden, da ich mich etwa ein oder zwei Jahre vor dem Spiel geoutet hatte. Es war eine wunderschöne Verbindung beider Seiten von mir. Auch wenn wir in der Verlängerung mit 5:4 verloren haben, war es wahrscheinlich das denkwürdigste und liebste Spiel, das ich besucht habe. Mehr denn je brauchen wir diese Repräsentation.“ Nicht wenige aus der Community sprechen online deswegen auch von einem Verrat gegenüber LGBTIQ+-Menschen. 

Konservative begrüßen Absage

Ken Blackwell, Mitarbeiter des Family Research Council, bewertete die Entscheidung hingegen positiv. Die Absage der Pride Night sei „ein angemessener Rückzug von dem finanziellen Selbstmord, den der Profisport beging“. Er fügte hinzu: „Diese Art von ‚aktivistischem Sport‘ ist einfach ein gefährlicher Weg.“ Auch Joseph Backholm, ebenfalls Mitarbeiter des FRC, griff die Unterstützung von LGBTIQ+-Menschen an. Er bezeichnete sie als „zutiefst intolerant“ und sagte zudem: „Als genügend mutige Sportler sich weigerten, mitzumachen, zwangen sie diese Teams dazu, ihre Entscheidung zu rechtfertigen, Sportler als Bedingung für ihre Beschäftigung zur Teilnahme an einer linken politischen Bewegung zu verpflichten. Es fiel ihnen schwer, das zu rechtfertigen, und dabei vergraulten sie eine Menge Fans.“

Auch Stefan Padfield, Senior Fellow der LGBTIQ+-feindlichen Heritage Foundation, begrüßte die Entscheidung. Gegenüber dem FRC bezeichnete er sie als „ein Sieg“ für „alle Menschen, die an die biologische Wahrheit glauben und Frauen und Kinder vor Gender-Ideologie schützen wollen“. Padfield fügte hinzu: „Die Dallas Stars haben offenbar genug davon, die Fans davon überzeugen zu wollen, dass es 72 Geschlechter gibt“. Er behauptete zudem: „Die Realität ist letztlich unbesiegbar und wird weiterhin Siege einfahren, während wir uns zurück zur Vernunft bewegen.“

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