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Heated Rivalry ist real! Gay-Wrestling-Star Anthony Bowens erkennt sich wieder

Von ms - 20.08.2026 - 15:40 Uhr
Heated Rivalry ist real!
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Für Anthony Bowens (35) ist „Heated Rivalry“ mehr als eine romantische schwule Geschichte aus der Welt des Eishockeys. Der schwule Wrestler von All Elite Wrestling (AEW) sieht in der Serie eine ungewöhnlich realistische Darstellung dessen, was es für homosexuelle Profisportler bedeuten kann, ihre sexuelle Orientierung geheim zu halten.

Das Wichtigste im Überblick

  • AEW-Wrestler Anthony Bowens lobt die Eishockey-Serie „Heated Rivalry“.
  • Die Serie erzählt von der geheimen Beziehung zweier rivalisierender Hockeyspieler.
  • Bowens hält die Darstellung ungeouteter Sportler für besonders authentisch.
  • Der Wrestler outete sich 2019 als schwul und spricht auch über eigene Erfahrungen.
  • Eine zweite Staffel von „Heated Rivalry“ wird derzeit gedreht.
  • Bowens betont die Unterstützung, die er als offen schwuler Sportler von AEW-Fans erhält.

Geheimnisse und Angst

„Ich denke, die Serie hat eine sehr authentische Seite davon gezeigt, wie es ist, ein ungeouteter Sportler zu sein“, sagte Bowens. Mit Blick auf die zahlreichen expliziten Szenen fügte er hinzu: „Vielleicht abgesehen von all den Sexszenen.“ Besonders die psychische Belastung durch das Verstecken der eigenen Identität sei für ihn nachvollziehbar. „Im Allgemeinen geht es um das Verstecken seiner selbst, die Angst.“ „Heated Rivalry“ handelt von den beiden rivalisierenden Eishockeyspielern Shane Hollander, gespielt von Hudson Williams, und Ilya Rozanov, dargestellt von Connor Storrie. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche, zunächst geheime Beziehung. Die zweite Staffel wird derzeit gedreht.

Als die Serie Ende vergangenen Jahres beim kanadischen Streamingdienst Crave startete, entbrannte eine Debatte über die Darstellung von homosexuellen Menschen im Profisport. Dabei ging es auch um die Frage, ob eine solche Geschichte ungeouteten Sportlern den Weg zu einem öffentlichen Coming-Out erleichtern könnte. Die Meinungen darüber gingen auseinander. Bowens, der sich 2019 als schwul outete, hält die Serie vor allem deshalb für bemerkenswert, weil sie nach seiner Einschätzung die Realität eines ungeouteten Sportlers ungewöhnlich genau trifft. „Es gibt Momente in der Serie, bei denen ich einfach denke: Das trifft es! Ich denke, es ist wahrscheinlich die authentischste Serie, die es bisher darüber gibt, wie es ist, ein ungeouteter Sportler zu sein.“

Unterstützung statt Versteckspiel

Der Wrestler, der seit 2020 bei AEW unter Vertrag steht, sprach auch über die Reaktionen auf sein eigenes öffentliches Leben als schwuler Sportler. Seine Erfahrungen mit der Fangemeinde seien überwiegend positiv. „Die AEW-Fangemeinde, die Menschen im Allgemeinen, waren unglaublich zu mir.“ Gleichzeitig müsse man mit Anfeindungen rechnen. „Natürlich wird es auch hier immer eine bestimmte Gruppe von Menschen geben, die einfach hasserfüllt sein wird, was schade ist. Deshalb muss man sich mental darauf vorbereiten, wenn man sich auf solche Dinge einlässt.“

Bowens will sich davon jedoch nicht bestimmen lassen: „Aber am Ende des Tages, wen interessieren diese Menschen? Du kannst dein Leben nicht nach unglücklichen Menschen richten, die sich selbst hassen und das auf andere Menschen projizieren. Das kannst du einfach nicht tun.“ Für ihn überwiegt letztlich die Unterstützung. „Es wird immer Unterstützung für dich geben, und ich bin dankbar für die Unterstützung, die die AEW-Fans gegeben haben.“

Keine Serie für einen Flug 

Bei aller Begeisterung für „Heated Rivalry“ hat Bowens zudem eine ungewöhnliche Warnung für andere Zuschauer. Die Serie sei nicht unbedingt die beste Unterhaltung für einen Flug. „Schaut sie nicht im Flugzeug, denn die Flugbegleiterin könnte denken, dass ihr etwas sehr … Das war furchtbar …“ Die Serie hat für Bowens dennoch einen besonderen Wert. Sie zeigt aus seiner Sicht nicht nur eine Liebesgeschichte zweier Sportler, sondern auch die Unsicherheit, den Druck und die Angst, die damit verbunden sein können, die eigene sexuelle Orientierung im Profisport geheim zu halten.

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