Fußballer oben ohne Petition für oberkörperfreie Profi-Kicker gestartet
Der englische Ex-Fußballprofi und frühere Nationalspieler Ian Wright will eine der umstrittensten Regeln im Fußball abschaffen: die Gelbe Karte für Spieler, die beim Torjubel ihr Trikot ausziehen. Mit der landesweiten Kampagne „Shirt-Off“ soll nach die ungehemmte Freude über einen Treffer wieder stärker zum Fußball gehören. Für schwule Männer würde das Ende des Verbots den Fußball selbst mit Sicherheit ein Stück weit attraktiver machen.
Das Wichtigste im Überblick
- Ex-Nationalspieler Ian Wright aus England startete die Kampagne „Shirt-Off“ gegen die Gelbe Karte für das Ausziehen des Trikots.
- Die Regel gilt offiziell seit 2004; die erste Verwarnung dieser Art gab es allerdings bereits 1996.
- Das Ziel der Petition sind 100.000 Unterschriften, die Mehrheit der Briten unterstützt das Verhaben laut Umfrage.
- Wright fordert mehr Leidenschaft und Freude bei Torjubeln.
Mehr Freude beim Spiel
Seit fast 30 Jahren müssen Spieler mit einer Verwarnung und möglichen Geldstrafen rechnen, wenn sie nach einem Tor ihr Trikot ausziehen. Das International Football Association Board (IFAB) nahm die Regel dann offiziell 2004 als Teil des Regelwerks auf. Der erste Fall hat sich allerdings bereits im September 1996 bei einem Europapokalspiel in Tyneside ereignet, heißt es in der Kampagne. Wright wirbt unter dem Motto „Bringt die Freude zurück“ für die Abschaffung der Regel. Leidenschaft im Fußball solle sowohl auf höchstem Niveau als auch im Amateurbereich geschützt und nicht bestraft werden. Gerade spontane und emotionale Jubelmomente seien es wert, gefeiert zu werden. „Können wir diese alberne Trikot-aus-Regel abschaffen und ihnen ein bisschen Leidenschaft und Freude zurückgeben?“, so der Ex-Profi.
Mehrheit ist für Verbots-Ende
Weiter sagte die Fußballlegende: „Manchmal werden Spieler wegen zwei Gelben Karten vom Platz gestellt, selbst wenn eine davon dafür ist, dass sie ihr Trikot ausziehen!“ Er hoffe, dass die Fans die Petition unterstützen und dabei helfen, die Freude an Torjubeln zurückzubringen. Das Ziel der Kampagne sind 100.000 Unterschriften und im Anschluss ein offener Brief an das IFAB. Unterstützt wird das Projekt vom Unternehmen Gillette, das dazu passend auch die Daten einer aktuellen Befragung veröffentlichte. Demnach sind 76 Prozent der Briten dafür, dass Spieler nicht verwarnt werden, wenn sie nach einem wichtigen Tor oben blank ziehen.
50 Prozent sind der Meinung, dass die Gelbe Karte generell nicht bei solchen Aktionen vergeben werden sollte, 61 Prozent der Inselbewohner sind indes sogar der Auffassung, dass das Ausziehen des Trikots eine besonders kraftvolle Art sei, einen Treffer zu feiern. 64 Prozent der Fußballfans freuen sich darüber, wenn nach einem entscheidenden Tor Kicker ihres eigenen Vereins das Trikot abstreifen. 100 Prozent der Männer in der SCHWULISSIMO-Redaktion gaben in einer Blitzumfrage an, dass die Begeisterung am Spiel wachsen würde, wenn die Herren auf dem Grün mehr Haut zeigen. Wright erklärt in einem Instagram-Video so auch folgerichtig: „Das Spiel sollte sich um Freiheit, Freude, Leidenschaft und Emotionen drehen – wie zu der Zeit, als ich gespielt habe. Aber sie versuchen heutzutage, es uns – und euch – wegzunehmen. Genug ist genug. Lasst uns damit aufhören, Menschen zu bestrafen, wenn sie nach einem Tor ihr Hemd ausziehen. Denn darum geht es im Fußball."