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Schuss auf schwules US-Ehepaar
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Schuss auf schwules US-Ehepaar Ermittler nehmen geständigen Schützen in Denver fest

ms - 12.08.2026 - 10:30 Uhr
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Ein Streit im Straßenverkehr ist in Denver eskaliert und hat für ein schwules Ehepaar schwere Folgen gehabt. Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Männer zunächst von zwei Personen auf einem E-Bike verfolgt und mit homophoben Beleidigungen beschimpft. Anschließend fiel ein Schuss. Einer der Männer wurde am Kopf getroffen und befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein verheiratetes schwules Paar ist in Denver nach einem Streit im Straßenverkehr beschossen worden.
  • Einer der Männer wurde am Kopf getroffen und befindet sich weiterhin in kritischem Zustand.
  • Die Männer sollen zuvor homophob beleidigt und beschimpft worden sein.
  • Die Polizei nahm Jacob Sifuentez drei Tage nach dem Vorfall fest. Ihm werden zwei Fälle von versuchtem Mord vorgeworfen.
  • Sifuentez räumte kurz darauf ein, geschossen zu haben, und führte als Begründung Angst vor einer möglichen Waffe des anderen Fahrers an. 

Eskalation im Straßenverkehr

Das schwule Ehepaar war gegen 21.30 Uhr auf dem Heimweg. Im Bereich von Commerce City in Denver soll dann ein E-Bike mit zwei Personen den Weg des Autos abgeschnitten haben. Der schwule Fahrer habe daraufhin gehupt und mit den Scheinwerfern aufgeblendet. Die beiden E-Bike-Fahrer hätten das Auto anschließend verfolgt und die Männer dabei als „Schwuchteln“ sowie mit weiteren abwertenden Äußerungen beschimpft, heißt es in einer eidesstattlichen Erklärung. Während das E-Bike dem Wagen weiter folgte, fuhr das Paar zunächst an seinem Apartmentkomplex vorbei. Die beiden Radfahrer bogen jedoch zur Zufahrt der Wohnanlage ab. Ob sich die Beteiligten bereits zuvor kannten, ist unklar.

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie das Auto zunächst an der Wohnanlage vorbeifährt, anschließend wendet und zur Eingangsschranke zurückkehrt. Der Fahrer berichtete den Ermittlern später, er habe eine Taschenlampe gesehen, die auf das Fahrzeug gerichtet gewesen sei. Danach habe er einen Knall gehört. Kurz darauf sei die Heckscheibe zerborsten. Dann habe er festgestellt, dass sein Ehemann in den Kopf geschossen worden war und nach Luft röchelte. Ob das Opfer die Tat überleben wird, ist ungewiss, nach aktuellen Angaben kämpft der schwule Mann im Krankenhaus um sein Leben.  

Tatverdächtiger gesteht Schuss 

Die alarmierte Polizei fand vor Ort eine einzelne Patronenhülse des Kalibers 9 Millimeter. Von den Beteiligten fehlte zunächst jede Spur. Wenig später bemerkten die Beamten einen Mann, der später als Jacob Sifuentez identifiziert wurde. Er soll an dem Ort gestanden und nach der Patronenhülse gesucht haben. Der Tatverdächtige erklärte zuerst, er sei nur von dem Knall angelockt worden, wisse aber nicht, was geschehen sei. Bei einer späteren Befragung durch Ermittler bestritt Sifuentez zunächst erneut, an der Schießerei beteiligt gewesen zu sein. Als die Ermittler ihm Informationen zeigten, die seiner Darstellung widersprachen, verweigerte er jede weitere Aussage. Erst drei Tage später gestand er im Wesentlichen die Tat. 

Laut Sifuentez habe das Auto des schwulen Ehepaars die beiden E-Bike-Fahrer beinahe angefahren, sei ihnen ausgewichen und habe sie wiederholt ausgebremst. Zudem hätten die Insassen des Wagens die beiden Männer angeschrien und damit gedroht, sie zu töten. An der Zufahrt zur Wohnanlage habe Sifuentez die freie Hand des Fahrers gesehen. Er habe befürchtet, dass dieser eine Waffe bei sich trage. Er sei „ängstlich gewesen und habe so reagiert, wie er dachte, dass er reagieren müsse“, heißt es in der eidesstattlichen Erklärung. Sifuentez zog nach eigenen Angaben seine Pistole und schaltete deren Lampe ein. Anschließend habe er geschossen und sei geflohen. Nachdem Ermittler ihn über den lebensbedrohlichen Zustand des angeschossenen Mannes informierten, erklärte Sifuentez lapidar, er verdiene die Konsequenzen für seine Tat. Sifuentez wurde nun in zwei Fällen wegen versuchten Mordes angeklagt. 

Zweiter Radfahrer schildert Ablauf

Auch der zweite E-Bike-Fahrer wurde von den Ermittlern inzwischen aufgespürt und befragt. Er stellte den Beginn des Streits anders dar. Der Mann räumte ein, die Insassen des Autos mit abwertenden Begriffen beschimpft zu haben. Diese hätten ihrerseits mit Beleidigungen reagiert. Als das Auto schließlich zur Zufahrt der Wohnanlage gefahren sei, habe der Fahrer etwas in der Hand gehalten, sagte der zweite Radfahrer. Kurz darauf habe er einen Schuss gehört. Sifuentez habe ihm gesagt, er solle weglaufen. Der Mann erklärte, er habe nicht gewusst, aus welcher Richtung der Schuss gekommen sei. Auch sei ihm nicht bekannt gewesen, dass Sifuentez bewaffnet gewesen sei.

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