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Kaltblütiger Killer
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Kaltblütiger Killer TV-Bericht über sadistischen Mord schockt Großbritannien

ms - 12.08.2026 - 12:00 Uhr
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Eine neue Folge der BBC-Dokumentarserie „Murder 24/7“ zeigt den verurteilten Mörder Matthew Jonathan (40) während eines Polizeiverhörs und rollt die Tat selbst zudem auf. Thema der Befragung ist der homophobe und sadistische Mord an dem schwulen Jamie Gawler. Die gezeigte Kaltblütigkeit des Täters schockiert in diesen Tagen viele Menschen aus der britischen Community. Jonathan wurde wegen der Tötung des 54 Jahre alten Gawler zu einer lebenslangen Haftstrafe von mindestens 32 Jahren Gefängnis verurteilt. Gawler war im Januar 2025 nach über mehrere Tage andauernden Folterungen tot in seinem Haus in Hereford gefunden worden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Matthew Jonathan wurde wegen des Mordes an Jamie Gawler zu mindestens 32 Jahren Haft verurteilt.
  • Neue Aufnahmen zeigen Jonathan während eines Polizeiverhörs, in dem er über Fragen zum Mord lacht.
  • Ermittler fanden Beweise, dass Jonathan die Angriffe und Folter filmte.
  • Gawler hatte Jonathan kurz vor der Tat kennengelernt und ihm über Weihnachten eine Unterkunft angeboten.
  • Ein leitender Ermittler bezeichnete die sichergestellten Videos als „die schlimmsten, die ich in meiner 22-jährigen Laufbahn je gesehen habe“.
  • Gawlers Familie erinnerte nach der Tat an ihn als „wahren Gentleman“ sowie als freundlichen, großzügigen und humorvollen Menschen.

Täter filmte seine Attacken

Die betreffende Folge der zweiteiligen BBC-Serie trägt den Titel „Natural Born Killer“ („Geborener Killer“) in Anlehnung an die Taten und das wortgleiche Tattoo auf Jonathans Rücken. In der Folge fragt ein Ermittler der West Mercia Police Jonathan, ob er Gawlers Mobiltelefon besessen habe. Jonathan antwortet: „Kein Kommentar.“ Als der Ermittler ihm mitteilt, dass das Telefon gefunden worden sei, erwidert Jonathan: „Und? Was hat das mit mir zu tun?“ Während die Befragung fortgesetzt wird, sagt Jonathan: „Ich werde auf keinen Scheiß eingehen.“ Danach beginnt er zu lachen. Der Polizist reagiert darauf mit den Worten: „Sie lachen. Warum lachen Sie? Das ist keine Angelegenheit zum Lachen.“ Später sagt Jonathan: „Es mag eine ernsthafte Ermittlung sein, aber sie hat nichts mit mir zu tun. Lassen Sie mich in Ruhe!“ Nach den Ermittlungsergebnissen filmte Jonathan die Angriffe und tagelangen Folterungen mit dem Mobiltelefon. Zudem soll er Gawler während der Attacken immer wieder homophob beschimpft haben.

Begegnung in einer Notunterkunft

Gawler hatte Jonathan im Dezember 2024 zufällig in einer Notunterkunft in Hereford besser kennengelernt. Die beiden sollen sich zuvor etwa einen Monat lang nur flüchtig gekannt haben. Weil es draußen kalt war, bot Gawler Jonathan an, über Weihnachten bei ihm zu wohnen. Gawlers Bruder wurde Tage später misstrauisch, als er seinen Bruder telefonisch nicht erreichen konnte. Als er daraufhin zu Gawlers Haus ging, fand er seinen Bruder dort tot vor. Die Leiche lag in einem Sessel mit einem Handtuch über dem Gesicht und hatte Verletzungen an Kopf, Hals und Brust, fast jede Rippe war gebrochen.

Ein Fingerabdruck an einer Wodkaflasche in der Wohnung sowie Video- und Fotobeweise wurden Jonathan zum Verhängnis, der damals 39-Jährige hatte bereits 18 Vorstrafen und war erst sechs Wochen vor dem Mord aus dem Gefängnis entlassen worden. Nach der Tat floh Jonathan aus Hereford. Die Polizei konnte ihn anhand seiner Finanztransaktionen bis nach Wales verfolgen. In Porth wurde er schließlich von der South Wales Police festgenommen und anschließend zur Vernehmung nach Hereford gebracht. Detective Chief Inspector Gareth Lougher sagte, die im Rahmen der Ermittlungen gefundenen Videos seien „die schlimmsten, die ich in meiner 22-jährigen Laufbahn je gesehen habe. Extreme sadistische Gewalt.“ Er fügte hinzu: „Das war das erste Mal, dass ich Mitglieder des Ermittlungsteams davon abhalten musste, Beweismaterial anzusehen, weil es so gewalttätig war.“

Familie nennt Gawler „wahren Gentleman“

Nach dem Tod Gawlers veröffentlichte seine Familie im Januar 2025 über die West Mercia Police eine Erklärung. Darin hieß es: „Jamie war ein wahrer Gentleman und ein sehr geliebter Sohn, Bruder, Onkel und Freund. Die Familie ist durch seinen Tod zutiefst erschüttert und wird sich an ihn als den freundlichen, großzügigen und humorvollen Menschen erinnern, der er war.“

Nach Jonathans Verurteilung äußerte sich die Familie im September 2025 erneut. Sie erklärte: „Wir möchten der West Mercia Police und dem Anklageteam für ihre Hingabe und Unterstützung danken, mit der sie dazu beigetragen haben, diesen Fall zu einem Abschluss zu bringen. Die vergangenen acht Monate waren für unsere Familie äußerst traumatisch, während wir auf unsere eigene Weise versuchen, den Verlust von Jamie, unserem Sohn, Bruder, Onkel und Freund für viele Menschen zu verarbeiten. Unser Leben hat sich für immer verändert, und heute war erneut ein schwieriger Tag, da wir das Geschehene noch einmal durchleben mussten. Aber wir sind froh, dass zumindest ein Stück Gerechtigkeit erreicht wurde. Jamie wird für immer in unseren Herzen bleiben und als der freundliche, humorvolle und sanfte Mensch in Erinnerung bleiben, der er war.“

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