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Bumerang in der US-Politik
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Bumerang in der US-Politik Homophobe Republikanerin muss sich Anklage ihres Sohnes stellen

ms - 11.08.2026 - 11:30 Uhr
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Wie heißt es so schön: Karma is a Bitch. Das durfte die republikanische US-Abgeordnete Lauren Boebert aus Colorado jetzt erleben. Mehrfach warf sie Homosexuellen „Grooming“ vor, also das sexuelle Verführen von Minderjährigen. Nun sieht sie sich mit Schlagzeilen rund um ihren Sohn konfrontiert. Tyler Boebert, 21 Jahre alt, wurde am festgenommen. Gegen ihn wurden im Bezirk Garfield County drei Anklagen wegen schwerer Straftaten im Zusammenhang mit der sexuellen Ausbeutung eines Kindes erhoben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Tyler Boebert, der 21-jährige Sohn der republikanischen Abgeordneten Lauren Boebert, wurde in Colorado festgenommen.
  • Ihm werden schwere Straftaten im Zusammenhang mit der sexuellen Ausbeutung eines Kindes vorgeworfen.
  • Zusätzlich muss er sich wegen zweier Fälle verantworten, in denen er zur Straffälligkeit eines Minderjährigen beigetragen haben soll.
  • Lauren Boebert hatte homosexuelle Menschen und ihre Unterstützer wiederholt des sogenannten „Groomings“ von Kindern beschuldigt.
  • Nach der Festnahme ihres Sohnes erklärte sie, man "bete für alle, die in dieser schwierigen Zeit betroffen sind.“
  • Bereits 2024 war Tyler Boebert festgenommen worden. 
  • Damals ging es unter anderem um Autoaufbrüche, gestohlene Kreditkarten und Geldbörsen sowie ein Sexvideo mit einer Minderjährigen.

Mehrere Anklagepunkte 

Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit einem Vorfall, der sich mutmaßlich am Neujahrstag 2024 ereignet haben soll. Zu den Anschuldigungen gehören die sexuelle Ausbeutung eines Kindes sowie die Ausbeutung eines Kindes mit dem Ziel, „sexuell ausbeuterisches Material zu handeln, zu verkaufen oder zu verbreiten“. Eine weitere Anklage steht im Zusammenhang mit Videomaterial. Außerdem werden Tyler Boebert zwei Fälle vorgeworfen, in denen er zur Straffälligkeit eines Minderjährigen beigetragen haben soll. Lauren Boebert äußerte sich nach der Festnahme ihres Sohnes. Sie erklärte: „Ich liebe meinen Sohn. Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst und beten für alle, die in dieser schwierigen Zeit betroffen sind.“

Sohn bereits 2024 festgenommen

Die aktuellen Vorwürfe sind nicht das erste Strafverfahren gegen Tyler Boebert. Bereits im Februar 2024 wurde er festgenommen. Damals sah er sich mit fünf Anklagen wegen schwerer Straftaten sowie mehreren Anklagen wegen Vergehen konfrontiert. Zu den damaligen Vorwürfen gehörten auch Anschuldigungen im Bereich Diebstahl. Boebert und mehrere Jugendliche sollen außerdem im US-Bundesstaat Colorado mehrere geparkte Autos aufgebrochen haben. Dabei sollen sie Kreditkarten und Geldbörsen gestohlen haben. Nach Angaben der Ermittler beging Tyler Boebert die Taten gemeinsam mit zwei minderjährigen Jungen und einem minderjährigen Mädchen. Die Polizei erklärte, einer der Verdächtigen habe Boebert vorgeworfen, mit dem Mädchen ein „Sexvideo“ aufgenommen zu haben. Das Video soll anschließend an weitere Personen weitergegeben worden sein.

Unhaltbare „Grooming“-Vorwürfe

Die neuen Vorwürfe gegen Tyler Boebert werfen zugleich ein Schlaglicht auf die politischen Äußerungen seiner Mutter. Lauren Boebert hatte Homosexuelle und queere Menschen sowie deren Unterstützer wiederholt des „Groomings“ beschuldigt, also der Annahme, sie würden Kinder auf sexuellen Missbrauch vorbereiten. Seit 2022 verbreitete die Politikerin immer wieder diese Vorwürfe, ohne Beweise nennen zu können. Sie wetterte dabei auch gegen die aus ihrer Sicht zu queerfreundlichen TV-Serien oder Lerninhalte mit LGBTIQ+-Thematik. Mehrfach griff sie verbal auch Drag Queens an und warnte diese: „Haltet euch von den Kindern fern!“

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