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Musikwelt in Trauer
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Musikwelt in Trauer William Orbit stirbt mit 69 Jahren

ms - 07.08.2026 - 15:25 Uhr
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Der britische Musikproduzent William Orbit ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Das teilten seine Familie und Freunde jetzt in einer Erklärung auf seinen Social-Media-Kanälen mit. Demnach starb Orbit bereits am 23. Juli in seinem Zuhause. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der britische Musikproduzent William Orbit ist im Alter von 69 Jahren gestorben.
  • Er wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Madonna für das Erfolgsalbum „Ray of Light“ bekannt.
  • Orbit arbeitete außerdem mit Blur, All Saints, U2, Pink, Britney Spears und vielen weiteren Künstlern.
  • Seine Familie würdigte ihn als Musiker, Freund und Menschen, der viele Leben berührt habe.

Zusammenarbeit mit Madonna

„Er wird uns und den vielen Menschen, deren Leben er durch seine Musik, seine Freundschaft und seine Güte berührt hat, sehr fehlen“, heißt es in der Mitteilung. International bekannt wurde Orbit vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Madonna. Für ihr 1998 erschienenes Album „Ray of Light“ entwickelte er einen unverwechselbaren Klang, der Elemente aus Trip-Hop, Jungle und Techno mit Pop verband. Das Album mit Hits wie „Frozen“, „The Power of Goodbye“ und dem Titelsong „Ray of Light“ verkaufte sich weltweit millionenfach und brachte Madonna 1999 drei Grammy-Auszeichnungen ein. Bis heute gilt es als eines der bedeutendsten Werke ihrer Karriere.

Madonna beschrieb die Zusammenarbeit später mit den Worten: „William ist ein vollkommen verrücktes Genie. Ich kam mit einer Vorstellung davon zu ihm, wohin ich musikalisch wollte, summte Melodien oder las Texte vor und ließ ihn dann allein im Labor. Manchmal ging er genau in die Richtung, die ich wollte, manchmal schlug er einen völlig anderen Weg ein. Am Ende hatten wir acht Minuten lange Trance-Stücke, an denen wir so lange gefeilt haben, bis daraus richtige Songs mit Strophen und Refrains wurden. Wir haben wirklich hart gearbeitet.“ Orbit selbst sagte noch Anfang dieses Jahres über die Sängerin: „Ich werde diese Frau immer lieben. Wirklich. Sie hat meine Karriere möglich gemacht.“

Der Produzent der Stars 

Sein Einfluss reichte jedoch weit über Madonna hinaus. Er produzierte unter anderem Blurs Album „13“, die All-Saints-Hits „Pure Shores“ und „Black Coffee“, arbeitete mit U2, Pink, Robbie Williams, Britney Spears, Melanie C, No Doubt, Chris Brown und Nadine Coyle zusammen und veröffentlichte zahlreiche Soloalben. Zu seinen größten Soloerfolgen zählte die elektronische Neuinterpretation von Samuel Barbers Adagio for Strings, die 1999 die Top 5 der britischen Charts erreichte. Blurs-Sänger Damon Albarn bezeichnete ihn später als den „Psychiater“ der Band während der Aufnahmen.

William Orbit wurde 1956 als William Wainwright in London geboren. Nach dem Schulabbruch gründete er 1980 das Elektronik- und Ambient-Trio Torch Song und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem der gefragtesten Produzenten der internationalen Popmusik. Auch seine Albumreihe Strange Cargo machte ihn in den 1990er-Jahren zu einer prägenden Figur der elektronischen Musik. Auch in späteren Jahren blieb Orbit musikalisch aktiv. Er produzierte unter anderem Katie Meluas Album „The House“, veröffentlichte weitere Soloalben und brachte 2014 das lange unveröffentlichte Duett „There Must Be More to Life Than This“ von Freddie Mercury und Michael Jackson zu Ende. Sein letztes Album „The Painter“ erschien 2022.

2021 sprach Orbit zudem offen über persönliche Krisen. Nach einer Phase intensiven Drogenkonsums habe er eine psychotische Episode erlitten und sei vorübergehend in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Später sagte er: „Zum Glück war ich wieder ganz der Alte, als die Drogen aus meinem Körper verschwunden waren – und durfte die Klinik verlassen.“

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