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Belästigung von Praktikanten Republikaner aus Florida muss 450.000 Dollar Schadensersatz zahlen

Von ms - 23.07.2026 - 11:00 Uhr
Belästigung von Praktikanten
Foto: IMAGO / Newscom World
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Nach einem Urteil wegen sexueller Belästigung zweier männlicher Mitarbeiter steht der republikanische Abgeordnete Fabian Basabe in Florida unter Druck. Ein Geschworenengericht befand den 48-Jährigen jetzt für schuldig und verurteilte ihn zur Zahlung von 450.000 US-Dollar Schadensersatz an den parlamentarischen Referenten Nicolas Frevola und den Praktikanten Jacob Cutbirth.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der republikanische Abgeordnete Fabian Basabe wurde wegen sexueller Belästigung zweier männlicher Mitarbeiter für schuldig befunden.
  • Eine Jury verurteilte ihn zur Zahlung von 450.000 US-Dollar Schadensersatz an Nicolas Frevola und Jacob Cutbirth.
  • Demokratische Politiker in Florida fordern Basabes sofortigen Rücktritt.
  • Basabe weist die Vorwürfe zurück und erklärt, seine Selbstverteidigung vor Gericht sei rückblickend ein Fehler gewesen.

Rücktrittsforderungen

Basabe, der sich während des Prozesses selbst verteidigte, wies die Vorwürfe zurück und erklärte nach dem Urteil, er prüfe derzeit seine weiteren Schritte. Die Vorsitzende der Demokratischen Partei Floridas, Nikki Fried, forderte indes Basabes Rücktritt: „Das Verhalten von Abgeordneten Basabe ist widerwärtig, und ich bin bestürzt darüber, dass die republikanische Führung im Repräsentantenhaus eine Vertuschungsaktion gestartet hat, um den Abgeordneten Basabe vor den Konsequenzen seiner Handlungen zu schützen. Der Abgeordnete Basabe hat kein Recht, auch nur einen Tag länger ein öffentliches Amt zu bekleiden – er muss sofort zurücktreten!“

Anzüglichkeiten und Sex im Hotel 

Frevola und Cutbirth hatten im Juli 2023 vor dem Bezirksgericht von Leon County eine Zivilklage gegen Basabe eingereicht. Frevola gab an, dass Basabe ihm im Dezember 2022 während der Teilnahme an einem Karrieretag an der North Beach Elementary School in Miami auf das Gesäß schlug und sagte: „Ich will diesen ganzen Arsch.“ Er warf Basabe außerdem vor, ihm einmal ins Gesicht geschlagen zu haben. Frevola war damals 25 Jahre alt. Zudem gab der unbezahlte Praktikant Cutbirth an, dass er ebenso im Dezember 2022 im Alter von damals 24 Jahren Basabe zu einem Hotel gefahren habe, nachdem dieser Alkohol getrunken hatte. Während der Fahrt soll Basabe Cutbirth begrapscht und versucht haben, ihn zu küssen, und ihn anschließend in sein Hotelzimmer eingeladen haben, um Sex zu haben.

Cutbirth sagte aus, Basabe habe ihn als „Augenschmaus“ bezeichnet, gefragt, ob er einen „großen Schwanz“ habe, ihm erklärt, dass es Teil seiner Arbeit sei, im Büro mit Basabe zu flirten, und Cutbirth angewiesen, eine Geheimhaltungsvereinbarung zu unterzeichnen, die es ihm verbieten würde, öffentlich über seine Anstellung zu sprechen. Cutbirth sagte außerdem, Basabe habe ihm geraten, seine Verlobung mit seiner Freundin aufzulösen und „seine Sexualität durch Sex mit Männern zu erkunden“. Beide Männer gaben außerdem an, Basabe habe ihnen auf seinem Handy das Bild eines nackten Mannes gezeigt, sie dazu ermutigt, „Sport-Ficken“ und unverbindlichen Gelegenheitssex auszuprobieren, und gesagt, er selbst sei „der Passive“, sie sollten jedoch „die Aktiven“ sein.

Republikaner betont Unschuld 

In einer Stellungnahme nach dem Urteil des Gerichts beteuerte Basabe seine Unschuld: „Ich habe mich dafür entschieden, mich selbst zu verteidigen, weil ich immer noch naiv genug bin zu glauben, dass die Wahrheit zählt, dass ein gewöhnlicher Bürger vor Gericht stehen, sich selbst verteidigen und anhand der Fakten beurteilt werden kann. Ich war überzeugt, dass es richtig war, mich selbst zu vertreten, weil ich unschuldig bin.“ Rückblickend sei es ein Fehler gewesen, keinen Rechtsbeistand anzufordern, so der Republikaner weiter, denn Zivilprozesse würden anderen „Maßstäben und Regeln“ unterliegen. Eine Entschuldigung gegenüber den zwei jungen Männern kam nicht über seine Lippen, indes betonte der Politiker aber, es sei derzeit eine „schwierige Zeit“ für ihn und seine Familie. 

Während seines Wahlkampfs 2022 trat Basabe als Gemäßigter auf, der sich für LGBTIQ+-Rechte einsetzt. Allerdings stimmte er für Floridas „Don’t Say Gay“-Gesetz, das Schulen verbietet, über LGBTIQ+-Themen zu sprechen. 2023 nahm er an der Gay-Pride-Parade in Miami Beach teil und wurde dort von den Parade-Teilnehmern ausgebuht und ausgepfiffen, wie CBS News berichtete. 

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