Direkt zum Inhalt
Schule zahlt nach Coming-Out
ANZEIGE

Schule zahlt nach Coming-Out Schule zahlt Vergleich nach Klage einer lesbischen Schülerin

ms - 24.06.2026 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Eine christliche Schule in Tennessee hat sich im Rahmen eines Vergleichs verpflichtet, 10.000 US-Dollar Schadensersatz an eine Schülerin zu zahlen, die nach ihrem Coming-Out von ihrer Abschlussfeier ausgeschlossen worden war. Zudem erhielt sie ihr bisher verweigertes Abschlussdiplom und die Schule darf nach der Einigung keine abwertenden Aussagen über sie gegenüber Colleges oder Universitäten machen.

Das Wichtigste im Überblick

  • 10.000 US-Dollar Vergleichszahlung an ehemalige Schülerin
  • Ausschluss von Abschlussfeier nach Coming-out als lesbisch
  • Aushändigung des Diploms im Rahmen der Einigung
  • Schule darf keine abwertenden Aussagen über sie gegenüber Colleges machen
  • Klägerin hatte Schule wegen des Ausschlusses verklagt
  • Streit um Social-Media-Post und Schulregeln

Ausschluss nach Coming-Out 

Die Betroffene, Morgan Armstrong, hatte die Tennessee Christian Preparatory School in Cleveland verklagt, nachdem ihr die Teilnahme an der Abschlusszeremonie verweigert und ihr zunächst das Diplom vorenthalten worden war. Auslöser war unter anderem ein Social-Media-Post, in dem sich Armstrong öffentlich als homosexuell outete und Fotos mit ihrer Freundin veröffentlichte, versehen mit der Bildunterschrift: „Die Katze ist aus dem Sack.“ Später schrieb sie privat an Freunde und bat sie, den Beitrag zu unterstützen, mit den Worten: „Geht und kommentiert meinen Beitrag, da sind ein paar ziemlich rücksichtslose Trump-Arschlöcher mit ‚Jesus‘-Bezug unterwegs.“

Die Schule lud daraufhin ihre Familie vor und übergab ein Schreiben, in dem ihr eine „abwertende Bemerkung“ vorgeworfen wurde, die „die Menschen an der Tennessee Christian“ betreffe. In der Folge wurde sie von der Abschlussfeier ausgeschlossen und es wurde angedroht, ihre Social-Media-Inhalte an Colleges weiterzugeben, wie der Sender WSMV4 berichtete.

Schule weist Vorwürfe zurück 

Ihr Anwalt Daniel Horwitz sagte, Armstrong habe keine Inhalte über die Schule selbst veröffentlicht. Zudem habe die Schule ihre eigene Regelung nicht eingehalten, wonach ein erster Verstoß gegen Social-Media-Richtlinien lediglich eine eintägige Suspendierung nach sich ziehe. Am Tag der Abschlussfeier protestierte Armstrong gemeinsam mit ihrer Familie auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Es war schwierig, auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu stehen und zu wissen, dass die Menschen, mit denen ich die letzten vier Jahre aufgewachsen bin, über die Bühne gehen konnten und ich es nicht durfte“, sagte sie. Nach Einigung im Zuge der Klage erklärte der Schulleiter Jared Tilley, die Schule „weist die irreführenden Vorwürfe entschieden zurück“ und bleibe dabei, Armstrong ihr Diplom auszuhändigen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sex nur nach dem dritten Date?

Sex, Liebe oder nur „mal schauen“

Schwules Dating war noch nie so einfach – und vielleicht deswegen noch nie so kompliziert?! Wie kommen wir bestmöglich durch den Dating-Dschungel?
Heated Rivalry ist real!

Geständnis eines schwulen Wrestlers

Der schwule Wrestler Anthony Bowens betonte jetzt: Die Hit-Serie „Heated Rivalry“ liefert eine besonders realistische Darstellung des Profisports ab.
NASA-Test auf Heterosexualität

Verdrängtes Kapitel der Raumfahrt

Die NASA verlangte einst von Astronauten ein enges Ideal von Männlichkeit, Homosexualität war da lange Zeit ein Tabu.
Rugby-Spieler Kyle Loughman

Kampf gegen Homophobie

Nach schwierigen Erfahrungen mit Homophobie findet Profisportler Kyle Loughman über inklusives Rugby nun zurück zu Sport, Familie und Gemeinschaft.
Suche nach Puppy-Botschafter

Mr. Puppy in den Niederlanden

In den Niederlanden wird ein neuer Puppy-Botschafter gesucht – der Wettbewerb ist fest in der schwulen Szene und ihrer Geschichte verankert.
Staffel 3 von The Last Of Us

Abby rückt ins Zentrum der Story

Die dritte Staffel von „The Last of Us“ erzählt die Story nun stärker aus Abbys Sicht und verschiebt die erfolgreiche Serie in Richtung Kriegsdrama.
Schwule Liebe unter Soldaten

"Coward“ begeisterte in Cannes

Lukas Dhonts „Coward“ erzählt vom Ersten Weltkrieg – und von zwei Soldaten, die zwischen Angst, Freiheit und Zuneigung ihren eigenen Weg suchen.
Ex-HNO-Arzt festgenommen

Brutaler Missbrauch von Patienten?

Ein 76-jähriger HNO-Arzt aus Frankfurt sitzt wegen des Verdachts auf schwere sexuelle Nötigung und Körperverletzung von Männern in Untersuchungshaft.
Pride-Farben auf Island

Streit entzweit die Bevölkerung

In Island wird die Nationalflagge zum politischen Streitpunkt – zwischen Pride-Symbolik, Rechtsextremismus und dem Wunsch nach Einheit.