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Wahlverhalten in Amerika Jeder dritte US-Wähler wünscht sich Anti-LGBTIQ+-Politiker

Von ms - 24.06.2026 - 08:30 Uhr
Wahlverhalten in Amerika
Foto: iStock / andriano_cz
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Anfang Juni offenbarte eine US-Studie, dass ein großer Teil der amerikanischen Wähler kein Problem mehr mit homosexuellen Kandidaten hat. Nun zeigt eine zweite, aktuelle Umfrage aus den USA allerdings auch, dass sich 32 Prozent der US-Wähler eher einen Kandidaten wünschen, der sich offen gegen LGBTIQ+-Rechte ausspricht, als einen, der diese ausdrücklich unterstützt. Fakt ist allerdings auch: LGBTIQ+ ist kein wahlentscheidender Faktor. 

Das Wichtigste im Überblick

  • 32 Prozent der US-Wähler bevorzugen Kandidaten, die LGBTIQ+-Rechte ablehnen
  • 51 Prozent würden eher Kandidaten unterstützen, die LGBTIQ+-Rechte aktiv befürworten
  • 16 Prozent sind unentschlossen in dieser Frage
  • Nur ein Prozent nennt LGBTIQ+-Themen als wichtigsten Faktor bei der Wahlentscheidung
  • Umfrage stammt von der Forschungsgruppe „Data for Progress“

Die Hälfte für LGBTIQ+

Eine aktuelle Umfrage in den USA zeigt ein gespaltenes Meinungsbild zu Kandidatenpositionen in Bezug auf LGBTIQ+-Rechte. Demnach würden 32 Prozent der Befragten eher einen Kandidaten wählen, der sich offen gegen LGBTIQ+-Rechte ausspricht, als einen, der diese ausdrücklich unterstützt. Die Erhebung wurde von der US-Forschungsgruppe Data for Progress durchgeführt.  Den Ergebnissen zufolge gaben allerdings im Gegenzug eine Mehrheit von 51 Prozent der Befragten an, eher einen Kandidaten zu bevorzugen, der sich aktiv für LGBTIQ+-Rechte einsetzt. Weitere 16 Prozent erklärten, sie wüssten nicht, welche Position sie in dieser Frage bevorzugen.

LGBTIQ+ hat keine Bedeutung 

Trotz des Anteils von 32 Prozent, der LGBTIQ+-kritische Kandidaten bevorzugt, spielt das Thema für die meisten Befragten im Wahlentscheidungsprozess nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich ein Prozent gab an, dass LGBTIQ+-Themen der wichtigste Faktor bei ihrer Stimmabgabe seien. Ergänzend zu den Umfragedaten verwies Data for Progress darauf, dass Präsident Donald Trump sowie weitere republikanische Kandidaten im Wahlzyklus 2024 mindestens 215 Millionen US-Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben hätten. Diese Kampagnen hätten sich unter anderem gegen demokratische Kandidaten im Zusammenhang mit angeblichen trans* Themen gerichtet.

Die Untersuchung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender politischer Debatten rund um den Pride Monat. In mehreren von Republikanern geführten Bundesstaaten sei der Juni laut Bericht teils in alternative Aktionsmonate umbenannt worden. So haben Indiana und Tennessee den Juni als „Nuclear Family Month“ bezeichnet, Alabama als „Strong Families Month“, Illinois als „Family Month“ und Arkansas sowie Utah als „Fidelity Month“.

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