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Have a Gay Summer
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Have a Gay Summer Ein Pinnwand-Gruß an einer US-Highschool sorgt für Debatten

ms - 18.06.2026 - 15:30 Uhr
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Ein Aushang an der Dartmouth High School im US-Bundesstaat Massachusetts hat eine hitzige Diskussion über LGBTIQ+-Sichtbarkeit an Schulen ausgelöst und wird inzwischen landesweit online debattiert. Auslöser war eine Pinnwand mit der Aufschrift „Have a Gay Summer“, die von der schulischen Gay-Straight Alliance gestaltet wurde. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Pinnwand an der Dartmouth High School mit der Aufschrift „Have a Gay Summer“ sorgt für Diskussionen.
  • Eine Mutter fordert die Entfernung des Aushangs und eine Entschuldigung der Schule.
  • Die Botschaft stammt von der schulischen Gay-Straight Alliance.
  • Schulleiter Ryan Shea verteidigt die Aktion als positive Botschaft.
  • In sozialen Medien wird die Aktion sowohl kritisiert als auch unterstützt.

Mutter betont „schwule Ideologie“

Die Mutter einer Schülerin, Lynne Turner, veröffentlichte ein Foto des Aushangs auf Facebook. Die Botschaft war in großen Buchstaben auf einer grünen Pinnwand angebracht und wurde von Pride-Flaggen sowie regenbogenfarbenen Haftnotizen begleitet. „Das ist NICHT in Ordnung. Es muss entfernt werden und es sollte eine Entschuldigung geben“, schrieb Turner. „Es ist NICHT eure Aufgabe, unseren Jugendlichen eine schwule Ideologie aufzudrängen!“

Nach eigenen Angaben wandte sich Turner anschließend an Schulleiter Ryan Shea. Dieser habe ihr erklärt, dass die Pinnwand von der schulischen Gay-Straight Alliance mit Zustimmung einer erwachsenen Betreuungsperson gestaltet worden sei. Turner zufolge machte Shea deutlich, dass er keine Probleme mit dem Aushang sehe, da die Botschaft positiv formuliert sei. Deshalb solle die Pinnwand bis zum Ende des Schuljahres hängen bleiben. Die Mutter erklärte weiter, sie habe den Aushang als eine Form des „Groomings“ bezeichnet. Dies habe der Schulleiter zurückgewiesen. Laut Turner antwortete Shea, er bezweifle „stark, dass jemand, der an der Pinnwand vorbeigeht, dadurch schwul werden möchte“. In den USA wird der Begriff „Grooming“ ursprünglich für das gezielte emotionale Manipulieren und Vorbereiten von Minderjährigen auf sexuellen Missbrauch verwendet, wird in politischen Debatten jedoch oft auch pauschal und umstritten als Vorwurf gegen LGBTIQ+-Themen oder queere Sichtbarkeit in Schulen eingesetzt.

Kontroverse Reaktionen im Netz

Der Facebook-Beitrag verbreitete sich rasch und löste zahlreiche Reaktionen aus. Einige Nutzer unterstützten die Kritik und wiederholten den Vorwurf des „Groomings“. Andere Kommentare enthielten offen homophobe Äußerungen. Gleichzeitig erhielt die Schule auch viel Zuspruch. Zahlreiche Nutzer verteidigten die Aktion und warfen den Kritikern Homophobie vor. Zudem verwiesen sie darauf, dass es sich bei der Botschaft um ein harmloses Wortspiel handele. „Das Wort ,Gay‘ zu sehen, wird kein heterosexuelles Kind schwul machen, aber es könnte einem schwulen Kind den Tag verschönern“, schrieb ein Nutzer. „Das sind Highschool-Schüler. Sie sind alt genug zu wissen, dass es schwule Menschen gibt.“

Der Vorfall reiht sich in eine breitere Debatte über LGBTIQ+-Themen an Schulen in den USA ein. Während Kritiker die Botschaft als unangemessen einstufen, sehen Unterstützer darin ein Zeichen für Akzeptanz und Sichtbarkeit homosexueller Schülerinnen und Schüler. Die Diskussion über den Aushang hält in den sozialen Medien weiterhin an. Eine Änderung der Entscheidung der Schulleitung wurde bislang nicht bekannt.

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