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Trauer um US-Kunststudenten Wochenlange Suche nach trans* Mann endet ohne Hoffnung

Von ms - 27.05.2026 - 09:30 Uhr
Trauer um Kunststudenten aus Kentucky
Foto: Polizeidienststelle von Covington
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Freunde, Angehörige und Mitglieder der queeren Community trauern um Murry Foust, einen 22-jährigen trans* Mann und Studenten der Northern Kentucky University. Die Leiche des Vermissten wurde am Sonntagabend entdeckt, nachdem zuvor rund einen Monat lang nach ihm gesucht worden war.

Das Wichtigste im Überblick

  • Leiche des vermissten trans* Studenten Murry Foust nach rund einem Monat gefunden
  • Polizei geht derzeit nicht von einem Verbrechen aus
  • Familie kündigt Kunststipendium in seinem Namen an
  • Freunde und Wegbegleiter teilen emotionale Erinnerungen in sozialen Medien
  • Werke des Kunststudenten sollen Ende Mai in Cincinnati ausgestellt werden

Kein Fremdverschulden 

„Während unsere Herzen gebrochen sind und dies nicht das Ergebnis ist, das wir uns erhofft hatten, können wir nur beten, dass das Auffinden ihnen allen, die leiden, Abschluss und Trost bringt“, erklärte die Familie in einem jetzt veröffentlichten Facebook-Beitrag. Foust war zuletzt am 27. April lebend gesehen worden. Überwachungskameras hatten ihn im Stadtteil Latonia in Covington im US-Bundesstaat Kentucky erfasst.

Nach fast vier Wochen entdeckte eine unabhängige Suchgruppe die Leiche am 24. Mai nahe eines Industriegebiets in Wilder, Kentucky. Der Fundort liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Licking River unweit von Latonia. Die Polizeibehörde von Covington teilte mit, dass derzeit keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vorlägen. Ein Bericht der Gerichtsmedizin stehe allerdings noch aus.

Freunde gedenken dem toten Studenten

Zum Gedenken an den Studenten kündigte die Familie die Einrichtung eines Kunststipendiums an. „Wir richten ein Kunststipendium in seinem Namen ein, um seine Liebe zur Kunst zu ehren“, heißt es in dem Beitrag weiter. „Alle Spenden oder Erlöse aus dem Verkauf von Murrys Werken werden genutzt, um andere Kunststudenten in der Community zu unterstützen.“ Unter dem Beitrag äußerten sich zahlreiche Freunde und Bekannte des 22-Jährigen. „Murry war einer der ersten Freunde, die ich im College gefunden habe, und hat mir geholfen, mich mit mir selbst viel wohler zu fühlen“, schrieb eine Person.

Eine weitere erinnerte sich: „Ich habe ihn ein oder zwei Tage vor seinem Verschwinden gesehen und er war so freundlich. Ich hatte mich an diesem Tag besonders schick angezogen und er hat mir etwa fünf Minuten lang ausführlich Komplimente gemacht … Er war eine große Inspiration für meine Kunst und ich wollte mehr wie er sein und versuchen, mehr von meiner Seele in jede meiner Arbeiten zu legen, so wie er es getan hat.“ Foust studierte Bildende Kunst im letzten Studienjahr an der Northern Kentucky University und sollte ursprünglich am 8. Mai seinen Abschluss erhalten. Seine Werke sollen am 29. Mai im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Art After Dark“ im Cincinnati Art Museum gezeigt werden.

 

Hier gibt es Hilfe

Die Berichterstattung über Suizid ist ein überaus sensibles Thema. Wir möchten es in KEINSTER Weise glorifizieren oder romantisieren. Viele Menschen, die durch Suizid sterben, leiden an einer psychischen Erkrankung. Wenn es dir nicht gut geht oder du daran denkst, dir das Leben zu nehmen, versuche mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen du dich melden kannst. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Mit Beratung steht dir auch der Coming Out Day Verein via Messenger, E-Mail und Videochat unter www.coming-out-day.de sowie www.comingoutundso.de zur Seite. Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen findest du unter: www.telefonseelsorge.de

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