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Rote Karte für homophobe Fans Zuschauerbereiche bei Mexiko-Spiel vor WM geschlossen

Von ms - 26.05.2026 - 11:30 Uhr
Rote Karte für homophobe Fan-Gesänge
Foto: iStock / allanswart
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Im Kampf gegen diskriminierende und homophobe Fan-Gesänge hat die FIFA erste Konsequenzen gegen Mexiko verhängt. Beim Testspiel der mexikanischen Nationalmannschaft gegen Ghana im Estadio Cuauhtémoc in Puebla blieben mehrere Zuschauerbereiche komplett geschlossen. Die Partie endete mit einem 2:0-Erfolg Mexikos.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die FIFA hat bei einem Länderspiel Mexikos Zuschauerbereiche sperren lassen.
  • Hintergrund sind wiederholte homophobe Gesänge bei Fußballspielen.
  • Betroffen war das Stadion in Puebla, obwohl die Stadt kein WM-Spielort ist.
  • Der mexikanische Verband kündigt Maßnahmen gegen diskriminierendes Verhalten an.
  • Mit der Kampagne „Die Welle ja, der Gesang nein“ soll ein Kulturwandel angestoßen werden.

Homophobe Gesänge seit Jahren

Der mexikanische Fußballverband FMF hatte die Einschränkungen bereits vor der Begegnung angekündigt. In einer Mitteilung erklärte der Verband: „In Übereinstimmung mit dem Beschluss wurden einige Bereiche gemäß den von der FIFA und den Stadionbetreibern festgelegten Bestimmungen für den öffentlichen Verkauf gesperrt“. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit homophoben Gesängen und Schmährufen, die seit Jahren ein Problem im mexikanischen Fußball darstellen. Zuletzt waren entsprechende Vorfälle erneut bei Spielen der Nationalmannschaft registriert worden.

Besonders auffällig: Die Sanktionen trafen ausgerechnet Puebla, obwohl die Stadt gar nicht zu den Austragungsorten der Weltmeisterschaft 2026 gehört. Die WM wird in Mexiko gemeinsam mit den USA und Kanada ausgerichtet. In Mexiko finden Spiele in Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara statt. Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika soll am 11. Juni 2026 im Aztekenstadion stattfinden.

Well Ja, Gesang Nein

Der mexikanische Verband kündigte an, weiter gegen diskriminierendes Verhalten in den Stadien vorgehen zu wollen. In der Stellungnahme zur FIFA-Entscheidung hieß es zudem: „Der mexikanische Fußballverband bekräftigt sein Engagement für die Beseitigung jeglichen diskriminierenden Verhaltens in Stadien“. Parallel dazu startete der FMF eine neue Fan-Kampagne unter dem Motto „Die Welle ja, der Gesang nein“. Ziel der Initiative ist es, die Anhänger zu einer positiven Stimmung in den Stadien zu bewegen und diskriminierende Gesänge zu unterbinden. Die Kampagne spielt bewusst auf die sogenannte „La Ola“ an, die während der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko weltweite Bekanntheit erlangte. Unterstützt wird die Aktion von ehemaligen Spielern der damaligen Weltmeisterschaft.

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