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Zoff in New York City Bürgermeister Mamdani verweigert Unterstützung für schwulen Stadtrat

Von ms - 22.04.2026 - 15:30 Uhr
Zoff in New York City
Foto: Fash Medien Archiv KI
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Der Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, steht erneut im Fokus einer politischen Debatte innerhalb der LGBTIQ+-Community. Mamdani, ein selbsternannter demokratischer Sozialist, gilt als Verbündeter queerer Bürger. In seinen ersten 100 Tagen im Amt richtete er das erste städtische Amt für LGBTIQ+-Angelegenheiten ein und ernannte Taylor Brown, die erste offene trans* Person einer städtischen Behörde, zur Abteilungsleiterin. Zudem setzte er sich für die Wiederanbringung der Regenbogenflagge am Stonewall-Monument ein. Trotzdem ist die Community in New York derzeit nicht gut auf Mamdani zu sprechen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York City, gilt als Verbündeter der LGBTQ+-Community. 
  • Er richtete das erste städtische Amt für LGBTIQ+-Angelegenheiten ein und machte trans* Frau Taylor Brown zur Abteilungsleiterin. 
  • Kritik entsteht, weil Mamdani seine Unterstützung für die heterosexuelle Kandidatin Lindsey Boylan bei einer City-Council-Wahl ausgesprochen hat. Der betreffende Wahlbezirk wird seit über 30 Jahren von offen schwulen Vertretern gehalten. 
  • Der schwule Kandidat für den Posten, Carl Wilson, betont mit Vorgängern im Amt die Wichtigkeit von Sichtbarkeit für die Community. 

Nein zu schwulem Abgeordneten

Kritik an Mamdani entzündet sich derzeit an seiner Unterstützung der heterosexuellen Kandidatin Lindsey Boylan für einen Sitz im City Council, dem Stadtrat des Big Apples. Der Wahlbezirk umfasst West Village, Chelsea und Hell’s Kitchen und wird seit über 30 Jahren von offen schwulen Abgeordneten vertreten. Zu den Vorgängern zählen Tom Duane, Christine Quinn, Corey Johnson und Erik Bottcher. Bottcher, der den Bezirk seit 2022 vertrat, kandidierte Anfang des Jahres erfolgreich für den Senat.

Carl Wilson, Bottchers ehemaliger Stabschef, tritt nun für dessen Nachfolge an. Er erhielt Unterstützung von Quinn und Bottcher. „Geschichte spielt eine Rolle. Wer denkt, dass Repräsentation und Sitze am Tisch heutzutage keine Bedeutung haben, irrt sich“, sagte Quinn. Wilson betont, dass er die Tradition offen schwuler Vertreter im Bezirk fortführen möchte. „Es geht um die Zukunft eines LGBTIQ+-Vertreters dieses Bezirks, dem Geburtsort von Stonewall und der modernen Bürgerrechtsbewegung, in einer Zeit, in der wir immense Bedrohungen aus Washington erleben“, erklärte Wilson. Auch Manhattans Bezirkspräsident Brad Hoylman-Sigal, selbst offen schwul, unterstrich die Bedeutung: „Repräsentation zählt. Dies ist ein historischer Bezirk.“

Politik wichtiger als Identitätspolitik

Die Debatte über queere Repräsentation und politische Allianzen spitzt sich zusätzlich durch Mamdanis Umgang mit anderen queeren Politikern zu. Chi Ossé, ein Stadtrat aus Brooklyn, galt während Mamdanis Bürgermeisterwahl als Unterstützer, erhielt jedoch Berichten zufolge von Mamdani keine Unterstützung für eine eigene Kandidatur gegen House Democratic Leader Hakeem Jeffries. Ein anonymer LGBTIQ+-Berater kritisierte, Mamdani schade damit den politischen Karrieren queerer Kandidaten. 

Brian Romero, Kandidat für die State Assembly, widerspricht dieser Einschätzung und betont, dass Mamdani ihn in der Vergangenheit unterstützt habe. Boylan, ehemals Mitarbeiterin von Gouverneur Cuomo, wird von Mamdani als Verbündete angesehen. Sie habe sich aktiv für die LGBTIQ+-Community eingesetzt und kämpfe mit Mamdani gegen die steigenden Lebenshaltungskosten in der Stadt. Unterstützer betonen, dass die politische Agenda wichtiger sei als reine Identitätspolitik.

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