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Rätselhafter Tod eines Lehrers Nach Date erst spurlos verschwunden, dann in Klinik entdeckt

Von ms - 22.04.2026 - 14:30 Uhr
Rätselhafter Tod eines Lehrers
Foto: Instagram / Danilo Neves
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Der brasilianische Englischlehrer, Schriftsteller und Drag-Queen-Künstler Danilo Neves Pereira ist tot in Buenos Aires aufgefunden worden. Der 35-Jährige, der erst seit sechs Monaten in der argentinischen Hauptstadt lebte, verschwand nach einem Treffen, das über eine schwule Dating-App verabredet worden war. Sein Tod wurde erst Tage später bestätigt, nachdem er zunächst als nicht identifizierbarer Patient im Hospital Ramos Mejía eingeliefert worden war.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der brasilianische Englischlehrer, Schriftsteller und Drag-Queen-Künstler Danilo Neves Pereira wurde tot in Buenos Aires aufgefunden.
  • Pereira verschwand nach einem Treffen über eine schwule Dating-App und wurde erst Tage später im Hospital Ramos Mejía identifiziert.
  • Offizielle Angaben sprechen von einem hohen Kokainkonsum, Freunde und Familie widersprechen dieser Darstellung.
  • Die LGBTIQ+-Community fordert Aufklärung und Gerechtigkeit für Pereira.

Tod durch Drogencocktail?

Danilo Neves Pereira war 35 Jahre alt und studierte an der Universität Federal de Goiás in Brasilien Englisch. Laut Freunden und Familie absolvierte er 2008 sein Studium in Englisch, 2016 machte er seinen Masterabschluss in seinem Fachbereich. Seit 2018 arbeitete er als Lehrer für Englisch. Neves war kurz davor, seine Promotion im Interdisziplinären Graduiertenprogramm für Angewandte Linguistik an der Universität Federal do Rio de Janeiro (UFRJ) abzuschließen. Laut seiner Mutter Sandra Pereira da Silva befand er sich in Argentinien, um seine Spanischkenntnisse zu verbessern, als er verschwand.

Nach Angaben einer guten Freundin verschwand Danilo am 14. April, nachdem er seine Wohnung verlassen hatte, um sich mit einem anderen Mann zu treffen, den er über eine Dating-App kennengelernt hatte. Vor dem Treffen hatte er noch Nachrichten an einige Freunde geschickt, danach gab es jedoch keinen Kontakt mehr. Für fünf Tage galt Pereira als vermisst, obgleich er noch am gleichen Tag ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Offiziellen Angaben zufolge wurde der 35-Jährige mit Symptomen einer sogenannten psychotropen Dekompensation ins Krankenhaus gebracht, die auf übermäßigen Kokainkonsum zurückgeführt wurde. Nahestehende Freunde widersprechen dieser Darstellung und betonen, dass Danilo noch nie zuvor Drogen eingenommen habe – sie sind sich sicher, dass ihm die Substanzen heimlich verabreicht wurden. Auch Pereiras Mutter betonte, dass ihr Sohn keine Drogen konsumiert habe. Die offizielle Todesursache ist bislang unbekannt, der medizinische Bericht steht noch aus.

Viele offene Fragen, keine Antworten 

Pereira, der in queeren Clubs unter dem Namen „Zelda, La Reina“ als Drag-Queen auftrat, war sehr beliebt in der Community, viele können seinen Tod noch immer nicht fassen. Der Fall wirft in der queeren Community des Landes zudem viele Fragen auf: Wer brachte Danilo ins Krankenhaus? Warum wurde er erst Tage später identifiziert? Verdachtsmomente auf Vertuschung und Nachlässigkeit bestehen, da das Krankenhaus weit von seiner Wohnung entfernt lag und Freunde ihn telefonisch nicht erreichen konnten. Zudem steht ein Mann namens Ulises, mit dem Danilo das Treffen hatte, im Mittelpunkt der Ermittlungen. Bekannte beschreiben ihn als unberechenbare Person und Drogenkonsument. Offizielle Statements der Ermittler gibt es bisher nicht.

Renata Martins, eine enge Freundin, sagte: „Danilo verdient Gerechtigkeit. Wir wollen Antworten, um zu verstehen, wie er gefunden wurde, wer ihn ins Krankenhaus brachte und warum es so lange dauerte, seinen Identität festzustellen.“ Das brasilianische Außenministerium teilte mit, dass das Konsulat in Buenos Aires eingeschaltet wurde und die erforderliche Unterstützung geleistet werde. Argentinien gehört neben Brasilien zu jenen Ländern mit den höchsten Mordraten an Schwulen und trans* Personen weltweit.  

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