Buttigieg for President? Ex-Verkehrsminister will erster schwuler US-Präsident werden
Der frühere US-Verkehrsminister Pete Buttigieg hat in einer Rede auf der 35. Jahrestagung des National Action Network (NAN) in New York seine Absicht signalisiert, möglicherweise 2028 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Bei einem Sieg wäre er der erste offen schwule Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Das Wichtigste im Überblick
- Pete Buttigieg signalisiert eine mögliche Präsidentschaftskandidatur für 2028.
- Bei der 35. Jahrestagung des National Action Network in New York gab der Ex-Verkehrsminister eine klare Andeutung zu seiner Zukunft.
- Kamala Harris äußert sich ebenfalls zu einer möglichen Kandidatur 2028 und zeigt Interesse.
- Buttigieg und Harris bleiben enge Freunde und Kollegen, obwohl Harris ursprünglich einen anderen Vizepräsidenten wählte.
Mögliche Präsidentschaftskandidatur
Auf die Frage, ob er nach seiner gescheiterten Kandidatur im Jahr 2020 erneut ins Rennen um das höchste Amt des Landes gehen werde, antwortete der offen schwule Demokrat mit einem vielsagenden Kommentar: „Du hältst mir einen Platz frei. Ich werde da sein.“ Diese Antwort wurde von vielen Beobachtern als klare Andeutung gewertet, dass Buttigieg im Jahr 2028 kandidieren könnte.
Die Frage wurde von Al Sharpton gestellt, einem prominenten Bürgerrechtsaktivisten und Präsidenten des NAN, nach einem Gespräch mit der ehemaligen Vizepräsidentin Kamala Harris. Der Austausch fand im Rahmen des Kongresses statt, bei dem unter anderem auch politische Perspektiven für die kommenden Jahre diskutiert wurden.
Begeisterte Reaktionen und Spekulationen
Buttigiegs Aussage löste Applaus im Raum aus und zog sofortige Reaktionen auf sozialen Medien nach sich. Viele spekulierten daraufhin, dass Buttigieg 2028 erneut für das Präsidentenamt antreten könnte. Einige Nutzer äußerten ihre Unterstützung mit Kommentaren wie: „Ich würde stundenlang anstehen, um für Pete Buttigieg zu stimmen. Er ist qualifiziert, intelligent, redegewandt, mitfühlend und vereint die Menschen.“
Am selben Tag äußerte sich Buttigieg auch zu aktuellen politischen Themen und kritisierte die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump. In einem Interview bei CNBC’s Squawk Box sagte er, dass die USA „diesen Krieg nicht hätten führen müssen“ und fragte: „Was tun wir hier?“ Buttigieg stellte klar, dass viele Amerikaner ähnliche Sorgen hätten und warnte vor den möglichen Folgen der Trump-Politik, die seiner Ansicht nach das Land in Richtung Bürgerkrieg führen könnte.
Kamala Harris äußert Interesse
Im Gespräch auf der NAN-Konferenz wurde auch Kamala Harris gefragt, ob sie 2028 erneut für das Präsidentenamt kandidieren wolle. Harris, die 2020 als Vizepräsidentin an der Seite von Joe Biden gewählt wurde, sagte: „Ich könnte es. Ich denke darüber nach.“ In ihrer Antwort betonte sie, dass sie die Anforderungen des Amtes genau kenne und eine Rückkehr ins Rennen nicht ausgeschlossen sei. „Ich habe vier Jahre lang gedient, als der Präsident der Vereinigten Staaten nur einen Herzschlag entfernt war“, sagte Harris und verwies auf ihre Zeit im Westflügel und das enge Arbeiten mit dem Präsidenten. „Ich weiß, was der Job ist. Und ich weiß, was er erfordert“, fügte sie hinzu.
Enge Freundschaft zwischen Buttigieg und Harris
Trotz ihrer unterschiedlichen politischen Entscheidungen in der Vergangenheit, insbesondere als Harris sich für den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, als ihren Vizepräsidenten entschied, bleiben Buttigieg und Harris enge Freunde und Kollegen. In ihrem Memoiren „107 Days“ hatte Harris Buttigieg als ihre erste Wahl für den Vizepräsidentenposten beschrieben, auch wenn sie schließlich einen anderen Kandidaten wählte. Sie lobte ihn als „aufrichtigen öffentlichen Diener“ und als jemanden, der „liberale Argumente so formuliert, dass auch Konservative sie verstehen können.“ Buttigieg outete sich 2015 und heiratete 2018 seinen Ehemann Chasten.