Direkt zum Inhalt
Pete Buttigieg bekräftigt US-Präsidentschaftspläne 2028

Impuls für queere Zukunft Pete Buttigieg bekräftigt US-Präsidentschaftspläne 2028

mr - 13.04.2026 - 21:00 Uhr
Loading audio player...

Der ehemalige US-Verkehrsminister Pete Buttigieg hat bei einem öffentlichen Auftritt in New York sein Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur 2028 bekräftigt und damit die Spekulationen um einen möglichen ersten offen schwulen US-Präsidenten neu entfacht. Buttigieg, der in den vergangenen Jahren als eine progressive Stimme der Demokratischen Partei galt, reagierte auf eine direkte Frage von Bürgerrechtsikone Al Sharpton mit den Worten: „Halten Sie mir einen Platz frei, ich werde da sein.“ Mit diesem Signal rückt er erneut ins Zentrum der amerikanischen Politik und bringt sich bereits jetzt als potenzieller Kandidat für das Weiße Haus ins Gespräch.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Pete Buttigieg deutete bei einer Veranstaltung in New York an, bei der US-Präsidentschaftswahl 2028 antreten zu wollen.
  • Sollte er nominiert werden, wäre er der erste offen schwule Kandidat einer großen US-Partei mit realistischen Siegchancen.
  • In aktuellen Umfragen liegt Buttigieg unter den demokratischen Anwärtern im vorderen Feld, Konkurrenz gibt es vor allem durch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom.
  • Buttigieg wurde bereits während seiner Amtszeit häufig wegen seiner Homosexualität von republikanischen Politikerinnen und Politikern angegriffen.

 

Buttigieg positioniert sich als Kandidat

Im Rahmen seiner strategischen Rückkehr in die politische Öffentlichkeit nutzt Buttigieg derzeit zahlreiche Fernsehauftritte, um sich als kontrastreiche Alternative zur Trump-nahen Wirtschaftspolitik zu präsentieren. Seine Wortmeldungen zielen insbesondere auf Themen wie Inflation, Arbeitsmarkt und gesellschaftlichen Zusammenhalt – Felder, auf denen die Wählerinnen und Wähler künftig Antworten von präsidentschaftlichen Kandidaten erwarten. Buttigieg setzt auf eine Mischung aus moderater Wirtschaftspolitik und klarer Stellungnahme zu gesellschaftspolitischen Fragen und kann damit sowohl in progressiven als auch in wirtschaftsliberalen Kreisen punkten.

 

Politische Chancen und Herausforderungen

Bereits im Präsidentschaftswahlkampf 2020 erreichte Buttigieg mit dem Gewinn einer demokratischen Vorwahl einen historischen Meilenstein als erster offen schwuler Bewerber. Umfragen sehen ihn für 2028 erneut in einer starken Ausgangsposition, auch wenn Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom als Favorit gilt. Die demokratische Basis sucht jedoch nach einer Kandidatur, die der republikanischen Fraktion um Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio Paroli bieten kann. Innerhalb der Partei konkurriert Buttigieg zudem mit Persönlichkeiten wie Kamala Harris und der linksliberalen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez. Buttigieg selbst agiert taktisch, vermeidet eindeutige Zusagen und verweist auf seine aktive Rolle im politischen Diskurs.

„Halten Sie mir einen Platz frei, ich werde da sein“, sagte Buttigieg bei seinem Auftritt in New York.

 

Historische Dimension und gesellschaftliche Debatte

Eine mögliche Präsidentschaft Buttigiegs wäre ein Novum: Nie zuvor hatte ein offen queerer Politiker realistische Chancen auf das mächtigste Amt der USA. Seine Kandidatur wirft erneut Fragen zur Akzeptanz von sexueller Vielfalt auf höchster politischer Ebene auf. Während konservative Kreise seine Homosexualität zum Angriffspunkt machen, bewerten fortschrittliche Stimmen dies als wichtigen gesellschaftlichen Impuls. Gleichzeitig achten die Strategie-Teams weiterhin auf die politische Stimmung und loten die Akzeptanz in der breiten Wählerschaft aus.

 

Weitere Entwicklung bleibt abzuwarten

Die Vorbereitungen auf die Präsidentschaftswahl 2028 laufen bereits. Buttigiegs öffentliche Signale deuten darauf hin, dass er sich ernsthaft auf eine Kandidatur vorbereitet. Die nächsten Monate und Jahre werden zeigen, ob er als aussichtsreicher Favorit der Demokraten ins Rennen gehen und möglicherweise Geschichte schreiben wird.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Streitfall CSD Dresden

Treffen mit Sachsens Innenminister

Das CSD-Team Dresden hat sich heute mit Sachsens Innenminister Schuster getroffen, um über die Pride-Definition als „nicht politisch“ zu diskutieren.
Kampf gegen K.o.-Tropfen

Härtere Strafen angedacht

K.o.-Tropfen kommen noch immer vielerorts zum Einsatz, auch in der schwulen Community. Die Bundesregierung will den Einsatz nun härter bestrafen.
Neue Infektionen in Berlin

Bakterium in schwuler Community

In Berlin wurden vermehrt Infektionen mit einem seltenen Bakterium verzeichnet, betroffen sind hauptsächlich schwule sexpositive Männer.
Schießerei in LGBTIQ+-Zentrum

Verdächtige in Memphis inhaftiert

Bei einer Schießerei in einem queeren Zentrum in Memphis wurde eine Frau lebensgefährlich verletzt, die Polizei hat eine Tatverdächtige festgenommen.
Hilfe für queere Obdachlose

Drei Millionen US-Dollar Spenden

Mit einer Benefizgala sammelte das New Yorker Ali Forney Center drei Millionen US-Dollar an Spenden für obdachlose Jugendliche in den USA ein.
Polen setzt EuGH-Urteil um

Anerkennung ausländischer Ehen

Polen wird das EuGH-Urteil umsetzen und homosexuelle Ehen, die im Ausland geschlossen worden sind, rechtlich anerkennen.
Historisches Urteil in Italien

Kind mit drei Eltern bestätigt

In Italien sorgt ein historisches Urteil für Schlagzeilen: Ein Gericht bestätigte die Elternschaft von zwei schwulen Vätern und der leiblichen Mutter.
Iran fordert Flaggen-Verbot

Keine Pride-Fahnen bei der WM

Der Iran hat von der FIFA jetzt gefordert, ein Verbot von Pride-Flaggen während der Fußball-Weltmeisterschaft auszusprechen.
Jason Collins ist tot

NBA-Star verliert Kampf gegen Krebs

Er kämpfte wie ein Löwe und unterlag jetzt zuletzt trotzdem dem Krebs: Der erste offen schwule NBA-Star Jason Collins starb mit 47 Jahren.