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Akzeptanzverlust in Community Starker Rückgang unter asexuellen Menschen

Von ms - 10.04.2026 - 13:00 Uhr
Akzeptanzverlust in der Community
Foto: iStock / Panuwat Dangsungnoen
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Eine neue Studie zeigte jetzt auf, dass sich viele asexuelle Menschen im vergangenen Jahr weniger akzeptiert gefühl haben als andere Mitglieder der LGBTIQ+-Community. Laut der 2025 Annual LGBTQ+ Community Survey (ALCS), durchgeführt von der Human Rights Campaign, gaben knapp über die Hälfte der asexuellen Befragten an, dass sie eine geringere Akzeptanz erfahren haben. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Neue US-Studie zeigt, dass asexuelle Menschen sich im vergangenen Jahr weniger akzeptiert fühlten.
  • Mehr als die Hälfte der asexuellen Befragten berichtete von einem Rückgang der Akzeptanz und Sichtbarkeit.
  • Aktivistin Yasmin Benoit warnt vor einem Rückzug der asexuellen Community in einer feindlicher werdenden Gesellschaft.

Mehrheit ist unsichtbar

Konkret gaben 50,9 Prozent der asexuellen Befragten an, dass sie im Jahr 2025 eine geringere Akzeptanz wahrgenommen haben, wobei zudem sogar 63,7 Prozent erklärten, dass ihre Sichtbarkeit ebenso massiv gesenkt wurde. Im Vergleich dazu erlebten „nur“ knapp 30 Prozent der gesamten LGBTIQ+-Bevölkerung einen Rückgang der Akzeptanz, etwa 51 Prozent berichteten von einer verringerten Sichtbarkeit.

Von den insgesamt Befragten identifizierten sich 4,7 Prozent als asexuell. Innerhalb dieser Gruppe gaben 16,9 Prozent an, ausschließlich asexuell zu sein, während 83,1 Prozent auch eine oder mehrere weitere Identitäten, wie aromantisch, demisexuell oder panromantisch, angaben. Bemerkenswert ist, dass 58 Prozent der Befragten sich auch als transgender oder geschlechts-expansiv bezeichneten. Die Daten zeigen, dass die Wahrnehmung von weniger Akzeptanz und Sichtbarkeit bei asexuellen Personen mit weiteren Identitäten noch stärker ausgeprägt ist. So gaben 71,7 Prozent derjenigen, die sich ausschließlich als asexuell identifizierten, an, dass die Akzeptanz gesenkt wurde, während dies nur 46,1 Prozent derjenigen empfanden, die sich auch mit anderen Identitäten bezeichneten.

Rückzug der asexuellen Community?

Die asexuelle Aktivistin Yasmin Benoit, die mit der Human Rights Campaign an der Analyse der Umfrage mitwirkte, äußerte sich besorgt: „Die asexuelle Community wird seit langem als eine der am wenigsten sichtbaren Gruppen innerhalb der breiten LGBTIQ+-Gemeinschaft angesehen. Auch wenn wir in den letzten Jahren Fortschritte gesehen haben, gehören wir immer noch zu den Gruppen, die sich am wenigsten wahrscheinlich ‚outen‘, repräsentiert werden oder Unterstützung von LGBTIQ+-Organisationen erfahren.“ Sie erklärte weiter, dass viele asexuelle Menschen, die sich langsam sicher genug fühlten, um offen zu sein, angesichts eines feindlicher werdenden Umfelds wieder in den Hintergrund treten oder es als notwendig empfinden, sich zurückzuziehen. „Die starke Überschneidung zwischen der trans* Community und der asexuellen Community bedeutet, dass der Rückgang der Akzeptanz noch stärker spürbar wird“, fügte Benoit hinzu.

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