Direkt zum Inhalt
Bunter Widerstand in Miami
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
ANZEIGE

Bunter Widerstand in Miami Feste Installation im Park gegen Floridas Regenbogen-Verbot

ms - 10.04.2026 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

In Miami Beach ist der Regenbogen-Zebrastreifen nach seiner Entfernung nun in veränderter Form wieder aufgebaut worden. Die Stadt stellte die Installation im Lummus Park wenige Meter vom ursprünglichen Standort entfernt als Protest neu auf. Zuvor war die farbige Straßenmarkierung auf Anordnung des Bundesstaates Florida unter Gouverneur Ron DeSantis entfernt worden.

Das Wichtigste im Überblick:

  • In Miami Beach ist ein Regenbogen-Zebrastreifen im Lummus Park neu aufgebaut worden.
  • Die Stadt reagiert damit auf die vorherige Entfernung durch den Bundesstaat Florida unter Gouverneur Ron DeSantis.
  • Die Installation besteht aus mehr als 3.600 wiederverwendeten Pflastersteinen.
  • Die Aktion fällt in die Zeit der jährlichen Pride-Feierlichkeiten.

Regenbogen-Zebrastreifen mit Ziegelsteinen

Für den neuen Aufbau wurden insgesamt 3.606 Regenbogen-Pflastersteine aus der ursprünglichen Gestaltung wiederverwendet. Die Installation hat nun eher den Charakter eines dauerhaften Kunstwerks als den eines klassischen Fußgängerüberwegs. Die Wiedereröffnung erfolgte kurz vor der jährlichen Pride-Parade in der Stadt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde der Standort bewusst so gewählt, dass die Gestaltung vollständig innerhalb eines Parks liegt und damit nicht mehr den Regelungen für Straßenflächen unterliegt.

Stadtkommissarin Tonya Katzoff Bhatt sprach von einem Zeichen der Stärke. Sie sagte: „Etwas, das für einige Menschen als Angriff, für andere als Tragödie und für die meisten von uns eindeutig als Beleidigung angesehen wurde, in einen Moment von Stärke und Stolz zu verwandeln – was könnte besser sein als das?“ Zudem kritisierte sie die Landespolitik mit den Worten: „Wir erleben, dass in Tallahassee die Zeit damit verbracht wird, Kulturkämpfe zu erzeugen.“ Die Entfernung der Installation sei aus ihrer Sicht die Reaktion auf ein nicht vorhandenes Problem gewesen.

Hilfe von Heterosexuellen 

Auch Stadtkommissar Alex Fernandez äußerte sich. Er betonte die Rolle von Unterstützern und sagte: „Als der Staat diesen Zebrastreifen zwangsweise entfernte, waren es unsere heterosexuellen Verbündeten im Stadtrat von Miami Beach, die dafür sorgten, dass unsere schwule Gemeinschaft nicht in den Schatten gedrängt wurde.“ Die neue Installation soll nach Angaben der Stadt ein Symbol für gesellschaftliche Entwicklung und die Erfahrungen der LGBTIQ+-Community sein, darunter der Kampf gegen HIV/AIDS, Diskriminierung sowie der Einsatz für rechtliche Gleichstellung. Die Stadt betonte, dass es sich um eine dauerhafte künstlerische Gestaltung handelt.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Trey Cunningham selbstbewusst

Hürdenläufer mit Starpotenzial

Der schwule Sportstar Trey Cunningham beendet seine Saison mit Rekord, Modeljobs und viel Selbstbewusstsein – und hat bereits Olympia 2028 im Blick.
Kerle in besonderer Tracht

Lederhose, Lust und Lebensfreude

September ist Oktoberfestzeit. Für schwule Jungs liegt dabei eine besondere Faszination bei Männern in Lederhosen. Doch warum eigentlich?
Netflix und LGBTIQ+

Die zehn erfolgreichsten Serien

Netflix' meistgesehene Serien zeigen viele LGBTIQ+-Figuren und Geschichten – an der Spitze steht ein sexy Werwolf mit rund 252 Millionen Aufrufen.
Mordversuch mit Bierflasche

Junger Mann in Minnesota attackiert

Ein Mann aus Minnesota wurde mit einer zerbrochenen Bierflasche attackiert und schwer verletzt, weil sein Angreifer ihn fälschlich für schwul hielt.
Nationale Krise auf Fidschi

Massiv steigende HIV-Zahlen

Der Staat Fidschi reagiert auf stark steigende HIV-Zahlen mit einem nationalen Notstand und will Tests, Prävention und Behandlung ausweiten.
Suizide in der EU

Männer deutlich häufiger betroffen

Die Suizidrate in der EU sinkt langsam, doch Männer und sexuelle Minderheiten bleiben besonders stark betroffen, insbesondere in Deutschland.
Kritik an Bundesregierung

LSVD+ betont fehlenden Schutz

Der LSVD+ kritisiert fehlende Maßnahmen der Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit und fordert mehr Beteiligung der queeren Zivilgesellschaft.
Demonstrationen für LGBTIQ+

Proteste vor türkischen Botschaften

Proteste heute vor Botschaften: Internationale Organisationen und Regierungsvertreter kritisieren die Einschränkungen gegen LGBTIQ+ in der Türkei.
Brutaler Überfall in Berlin

Junger Schwuler attackiert

Ein 26-jähriger schwuler Mann wurde in Berlin angegriffen und beraubt, nachdem ein Unbekannter nach seiner sexuellen Orientierung gefragt hatte.