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Kündigung nach Outing

Kündigung nach Outing Lesbische Lehrerin ging gegen Homophobie vor

ms - 09.04.2026 - 15:00 Uhr
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Cameryn Lovett, eine Lehrassistentin an der Mulberry Creek Elementary School in Harris County, Georgia, wurde gezwungen, ihre Stelle zu kündigen, nachdem sie sich gegenüber einem Schüler als homosexuell geoutet hatte. Der Vorfall ereignete sich, als Lovett ein Gespräch zwischen Schülern hörte, in dem diese negativ über homosexuelle Menschen sprachen. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Cameryn Lovett, eine Lehrassistentin aus Georgia, wurde gezwungen, zu kündigen, nachdem sie sich gegenüber einem homophoben Schüler als lesbisch geoutet hatte.
  • Die Schule führte eine Untersuchung durch und stellte fest, dass Lovetts Kommentar gegen den Verhaltenskodex der Lehrer verstoßen würde.
  • Lovett wurde die Wahl zwischen einer Kündigung oder einer Entlassung angeboten, sie entschied sich für das Verlassen der Schule.
  • Durch ihre Entscheidung verlor sie jedoch auch das Recht auf Arbeitslosengeld und zukünftige rechtliche Schritte gegen den Schulbezirk.

Kündigung nach Homophobie-Vorfall

„Er sprach schlecht über Homosexuelle“, sagte Lovett dem Sender WTVM. „Er sagte, er kenne keine Schwulen und Lesben, weil sie schlecht seien und so weiter. Also sagte ich: ‚Doch, du kennst eine Homosexuelle.‘“ Laut Lovett war dies eine Gelegenheit, dem Schüler eine Lektion in Toleranz und Respekt zu erteilen. Doch die Schulbehörden bewerteten ihren Kommentar als unangemessen und als Verstoß gegen den Verhaltenskodex für Lehrkräfte. Infolgedessen boten sie ihr die Wahl: Kündigung oder Entlassung.

Lovett fragte sich daraufhin, ob ein heterosexueller Lehrer, der ähnliche Kommentare gemacht hätte, ebenfalls einer Untersuchung unterzogen worden wäre. Georgia hat kein Gesetz wie das umstrittene „Don’t Say Gay“-Gesetz in Florida, das Lehrern verbietet, über LGBTIQ+-Identitäten zu sprechen. Die Personalabteilung der Schule soll Lovett geraten haben, dass eine freiwillige Kündigung besser auf ihrem Lebenslauf aussehen würde als eine Entlassung. So entschloss sich Lovett schlussendlich, zu kündigen.

Vertrauensbruch in der Schule 

Später stellte sie jedoch fest, dass diese Entscheidung sie von Arbeitslosengeld ausschloss und auch ihre Möglichkeiten einschränkte, in Zukunft gegen den Schulbezirk rechtliche Schritte einzuleiten. Laut Anwalt Borquaye Thomas hätte Lovett auch rechtzeitig einen Anwalt konsultieren können und hätte von dem „Fair Dismissal Act“ Gebrauch machen können, einem staatlichen Gesetz, das Lehrern ein Anhörungsverfahren vor einer Entlassung gewährt.

Lovett entschloss sich jedoch, weder einen Anwalt zu Rate zu ziehen, noch von diesem Verfahren Gebrauch zu machen. Thomas merkte an, dass dieser Verzicht die Suche nach einer zukünftigen Anstellung im Schulwesen erschweren könnte. „Ich fühle mich ein bisschen hinters Licht geführt“, sagte Lovett über die Personalabteilung der Schule. „Ich bin nicht die einzige homosexuelle Person, die im Schulbezirk von Harris County arbeitet“, stellte sie fest. „Es gibt Kinder, die in diesem Schulbezirk aufwachsen und homosexuell sind. Ich bin jemand, zu dem viele Kinder aufschauten. Alles, was ich ihnen sage, ist: ‚Setz dich für dich selbst ein und sei du selbst.‘ Aber jetzt wissen sie nicht, ob sie der Schule vertrauen können.“

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