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HIV in Schottland
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HIV in Schottland Appell an Regierung im Kampf gegen Neu-Infektionen

ms - 01.04.2026 - 13:00 Uhr
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Schottland könnte nach Einschätzung führender HIV-Organisationen das erste Land der Welt werden, in dem neue HIV-Infektionen vollständig gestoppt werden. Dazu seien allerdings dringende Maßnahmen der nächsten schottischen Regierung erforderlich, betonen die Organisationen Terrence Higgins Trust, Waverley Care und National AIDS Trust.

1.800 Menschen ohne HIV-Behandlung

Die schottische Regierung hatte 2020 das Ziel ausgegeben, innerhalb von zehn Jahren neue HIV-Fälle zu verhindern. Schätzungen zufolge leben derzeit rund 400 Menschen in Schottland mit unentdecktem HIV. Weitere bis zu 1.400 Personen haben eine Diagnose, nehmen jedoch keine lebensrettende Behandlung in Anspruch. Die Verbände haben deswegen jetzt ein Manifest veröffentlicht und fordern die politischen Parteien auf, das Ziel der Epidemiebekämpfung im Wahlkampf zu unterstützen.

Medikamente ermöglichen Menschen mit HIV heute ein langes und gesundes Leben, ohne das Virus weiterzugeben. In Kombination mit schnellen Tests und Präventionsmedikamenten wie PrEP sieht man in Schottland daher die Voraussetzungen gegeben, das Ziel von 2030 zu erreichen.

Schnelles Handeln für ein Gelingen 

Richard Angell OBE, Geschäftsführer des Terrence Higgins Trust, sagte: „Die nächste Generation von Abgeordneten könnte die Generation sein, die die HIV-Epidemie in Schottland beendet. Schottland hat eine beeindruckende Geschichte medizinischer Innovationen – das erste Land der Welt zu sein, das diese Epidemie stoppt, und das ohne Impfstoff oder Heilung, könnte das nächste großartige Kapitel dieser Geschichte sein. Schnelles Handeln der nächsten Regierung wird nötig sein, um dies Wirklichkeit werden zu lassen.“

Grant Sugden, Geschäftsführer von Waverley Care, betonte: „Schottland hat bereits erhebliche Fortschritte gemacht, um neue HIV-Übertragungen zu verhindern. Aber um auf Kurs zu bleiben, müssen wir schneller und weiter gehen. Effektive Maßnahmen müssen landesweit umgesetzt und ausreichend finanziert werden. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass Menschen mit HIV in Schottland gut leben können. Der dritte Sektor spielt dabei eine entscheidende Rolle und muss als wichtiger Partner anerkannt und finanziert werden. Die nächste Regierung hat die Chance, diese Vision umzusetzen – aber sie muss dringend handeln.“

Daniel Fluskey, Policy Director beim National AIDS Trust, erklärte: „Wir haben alle Mittel, um das Ziel, neue HIV-Übertragungen in Schottland zu beenden, Wirklichkeit werden zu lassen. Die Wirksamkeit der Behandlung, die verhindert, dass Menschen das Virus weitergeben, und die kontinuierlichen Fortschritte in der HIV-Prävention könnten Schottland in den nächsten Jahren zum ersten Land machen, das das Ziel von 2030 erreicht. Das wäre ein großartiger Erfolg, erfordert jedoch, dass die nächste Regierung dies zur Priorität macht – Medikamente allein reichen nicht, wir brauchen Maßnahmen, die Menschen helfen, gut mit HIV zu leben und HIV-Stigma zu beenden.“

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