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Prozess um schweren Raub Bande junger Männer steht in Frankfurt (Oder) vor Gericht

Von ms - 18.03.2026 - 08:30 Uhr
Prozess um schweren Raub
Foto: iStock / Pressmaster
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In Frankfurt (Oder) hat der Prozess gegen eine Gruppe junger Männer begonnen, die über gefälschte schwule Dating-Profile homosexuelle Männer in eine Falle lockten, um sie auszurauben. Die Angeklagten im Alter von 15 bis 20 Jahren müssen sich wegen des Verdachts des besonders schweren Raubes verantworten. Die Taten sollen in Frankfurt (Oder) und Strausberg (Märkisch-Oderland) begangen worden sein. Ein Urteil wird Ende Mai erwartet.

Ausgeraubt und beschimpft 

Am Landgericht Frankfurt (Oder) mussten fünf der insgesamt sieben Angeklagten Platz nehmen. Sie sollen mit Fake-Profilen gezielt Opfer auf schwulen Dating-Portalen angesprochen und diese dann zu abgelegenen Orten gelockt haben. Dort sollen sie die Opfer ausgeraubt, verprügelt und mit homophoben Beleidigungen konfrontiert haben. Die Gruppe ging laut der Gerichtssprecherin Kathleen Labitzke immer nach dem gleichen Muster vor: „Einer der Angeklagten verabredete sich über eine Dating-App mit den Männern, lockte sie an einen abgelegenen Ort, wo die anderen Angeklagten hinzustießen.“ Die Opfer wurden daraufhin gemeinsam angegriffen, beraubt und beleidigt, die Gruppe soll ihre Taten auch gefilmt haben. Nach Angaben der Märkischen Oderzeitung erlitten einige der Opfer Prellungen und Knochenbrüche, zudem sollen die Taten auch psychische Spuren bei den Opfern hinterlassen haben. Insgesamt soll die Bande so Handys und Bargeld von rund 8.000 Euro erbeutet haben. 

Vorerfahrungen und Verurteilungen

Die sieben Männer, die als Bande agierten, sind fast alle bereits vorbestraft. Drei von ihnen befanden sich zum Prozessbeginn in Untersuchungshaft und wurden in Handschellen zum Gericht geführt. Ein weiterer Angeklagter, ein 18-Jähriger, wurde bereits in der Vorwoche zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, nachdem er sich geständig gezeigt hatte. Da einige der Angeklagten noch minderjährig sind, wurde die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen. Nur die Eltern der unter 18-Jährigen dürfen während der Verhandlung im Saal bleiben. Für den Prozess sind insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt. Die Urteilsverkündung wird für Ende Mai erwartet, zu der die Öffentlichkeit wieder zugelassen wird.

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