Kritik an ESC-Sängerin Engels Tom und Bill Kaulitz halten Sarah Engels für keine gute Wahl
Die Entscheidung beim deutschen ESC-Vorentscheid sorgt für Diskussionen. Ende Februar setzte sich Ex-DSDS-Sängerin Sarah Engels (33) mit ihrer Pop-Nummer „Fire“ gegen acht Mitbewerber durch und wird nun Deutschland am 16. Mai in Wien vertreten. Die Kaulitz-Zwillinge Bill und Tom (36) hätten sich eine andere Kandidatin gewünscht: Malou Lovis.
Kaulitz Brüder bedauern Entscheidung
Die Sängerin hatte 2023 die 13. Staffel von „The Voice of Germany“ im Team der Kaulitz-Brüder gewonnen und war seitdem mehrfach musikalisch mit ihnen verbunden. 2025 begleitete sie Tokio Hotel als Support-Act auf deren Europatour, zudem veröffentlichten sie gemeinsam den Song „One More Day“ für den Soundtrack der Neuverfilmung von „Momo“. In ihrem Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ lobten die Brüder Malou Lovis ausdrücklich.
Tom Kaulitz betonte: „Sie ist eine ganz tolle Künstlerin, eine ganz tolle Sängerin, und ich hätte mich wahnsinnig gefreut, wenn sie das geschafft hätte, weil dann hätten wir beim ESC jemanden gehabt, wo wir zu 1000 Prozent wissen: Diese Person liefert richtig ab. Verstehe ich nicht, dass das nicht geklappt hat.“ Bill Kaulitz ergänzte: „Ein queerer Song wäre mir ganz toll erschienen“, in Anspielung auf Malous Ballade „When I’m With You“, die eine intensive Liebesgeschichte erzählt und Diversität thematisiert. Malou selbst reagierte gerührt auf die Worte der Kaulitz-Brüder: Auf Instagram schrieb sie zu einem Video, in dem sie den Podcast hörte: „Bin so dankbar für den Support.“
„Fire“ ist nicht genug?
Die ESC-Bühne wird nun von Sarah Engels betreten, die bereits die nächsten Schritte plant. Gegenüber dem ARD-Magazin „Brisant“ erklärte sie: „Also nur singen und tanzen und ein bisschen Feuer. Ich glaube nicht, dass das unbedingt reichen wird beim ESC.“ Diese Einschätzung wird auch anderweitig geteilt: Im NDR-Podcast „ESC Update“ analysierten die ESC-Kenner Marcel Stober und Thomas Mohr die Entscheidung. Beide Fachleute äußerten Bedenken für den internationalen Wettbewerb. Stober warnte vor einer „Lord-Of-The-Lost-Falle“: Deutschland könnte erneut Beiträge präsentieren, die international bereits bekannt oder weniger innovativ wirken. Mohr bezeichnete Engels’ Titel als „vorhersehbar und nicht sonderlich originell“.
Auch Mario Hanousek, ESC-Blogger aus Österreich, kommentierte: „Schön, dass so ein großer Name sich endlich mal wieder traut, für Deutschland anzutreten – das ist ja doch eine Fallhöhe bei bekannteren Musikern. Die Performance wird in Wien sicher gut ankommen, der Song ist aber nichts, was man nicht schon mal gehört hat.“ Daniel Kähler, ESC-Experte und WDR-Moderator, wagt eine konkrete Prognose: „Ich glaube, dass das ein Platz 15 werden könnte – mehr nicht, weil es Beiträge wie diesen schon oft in der ESC-Geschichte gab.“ Aktuell befindet sich „Fire“ beim ESC-Barometer auf dem vorletzten Platz. Wird sich Germany Zero Points wiederholen?