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Neue Ehrung für Kerkeling Belesen ist Hape seit langem, nun gibt´s den passenden Preis dazu

Von ms - 30.03.2026 - 14:00 Uhr
Neue Ehrung für Kerkeling
Foto: IMAGO / Panama Pictures
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Komiker und Schauspieler Hape Kerkeling ist als „Brillenträger des Jahres 2026“ geehrt worden. Der 61-Jährige erhält die Auszeichnung zusätzlich zu zahlreichen Preisen wie der Goldenen Kamera, dem Bayerischen Filmpreis und der Romy.

Gelassen trotz Fehlsichtigkeit

Vergeben wird der Titel vom Kuratorium Gutes Sehen an bekannte Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit stehen und dazu beitragen, Vorbehalte gegenüber Brillen abzubauen. Kerkeling stehe „beispielhaft für einen gelassenen und natürlichen Umgang mit der eigenen Fehlsichtigkeit“, teilte das Kuratorium mit. Der Entertainer äußerte sich selbst humorvoll zu der Ehrung und seiner Sehhilfe: „Die Brille wurde so um die vierzig mein treuester Begleiter – quasi die einzige Begleitung, die nie meckert, wenn ich sie morgens als Erstes sehen will.“ Zudem sagte er: „Eine Brille ist das einzige Accessoire, das dich gleichzeitig klüger, interessanter und modisch mutiger wirken lässt.“

Nach eigenen Angaben leidet Kerkeling an Weitsichtigkeit. „Die klassische Weitsichtigkeit – also die Arme wurden einfach irgendwann zu kurz für die Zeitung“, erklärte er. Auch in seinen Rollen setzt er gerne Brillen gezielt ein. „Die Brille ist das Zepter des Charakters. Nehmen Sie Horst Schlämmer: Ohne dieses spezielle Gestell wäre er nur ein Mann mit Schnappatmung“, sagte Kerkeling über seine bekannte Kunstfigur, mit der derzeit in „Horst Schlämmer sucht das Glück“ im Kino zu sehen ist. 

Reality-TV und Teilnahme an IBES

Die Brille ermöglicht ihm auch einen messerscharfen Blick auf das aktuelle deutsche Fernsehen – und das gefällt ihm manchmal gar nicht, er sei, so der 61-Jährige, zwiegespalten. Besonders angetan habe es ihm die Sendung „Das Sommerhaus der Stars“. Für ihn gehöre das Format zu seinen Favoriten – allerdings nicht wegen klassischer Qualitätsmerkmale. Vielmehr seien es die extremen Situationen und Verhaltensweisen, die ihn fesselten. „Manchmal bin ich so entsetzt über das Gezeigte, dass ich alles um mich herum vergesse“, so Kerkeling.

Trotz kritischer Haltung sieht der Komiker auch einen Nutzen für seine Arbeit. „Es ist zudem eine hervorragende Inspiration für meine Rollen – dort begegnet man Typen, deren Existenz man kaum für möglich halten würde“, erklärte er. Die Wirkung der Sendung beschrieb er als „fast schon perverse Faszination“. Nach seiner Einschätzung trägt insbesondere die gezielte Zuspitzung von Konflikten zum Erfolg solcher Formate bei. Gerade diese Inszenierung übe eine starke Anziehungskraft aus – auch wenn sie bei vielen Zuschauern gleichzeitig Unverständnis hervorrufe.

Ein eigenes Engagement in einem Reality-Format schließt Kerkeling nicht grundsätzlich aus. Für eine Teilnahme an der Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! nannte er jedoch eine Voraussetzung: Es müsse „wirklich einen guter Grund“ geben. Dies hatte er bereits in dem Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ von Barbara Schöneberger erklärt. Der scheint bisher noch nicht gefunden worden zu sein. 

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